Genußreiche Barbarenwurzel

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Rhabarber Stängel (Foto Pixabay mit Dank an ulleo)

Ende April tauchen sie wieder in den Regalen der Obst- und Gemüsehändler auf, die langen, von Rot nach Grün changierenden Stangen namens Rhabarber und lassen die Herzen der Freunde süß-sauerer Spezialitäten höher schlagen, denn die Saison ist kurz: nach dem 24. Juni (dem Johannistag) wird traditionell kein Rhabarber mehr geerntet. Aufgrund seines Säuregehaltes wird der Rhabarber kulinarisch meist als Obst behandelt, obwohl er eigentlich eine Gemüseart ist. Seine Geschichte beginnt als asiatische Heilpflanze in den Tälern des Himalaya, wo man die getrockneten Wurzeln zur Therapie von Darmbeschwerden in der traditionellen Medizin noch heute benutzt. Li Shizhen, der Verfasser des „Bencao Gangmu“ (Kompendium der Heilkunde) im 16. Jahrhundert, lieferte detaillierte Beschreibungen zur richtigen Anwendung und Wirkung der Rhabarberwurzel.

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Die musikalischen Visionen des Alexander Scriabin

Alexander Scriabin (Foto: Wikipedia, gemeinfrei)In meinem Beitrag „Musik ist meine Religion“ – übrigens eine von vielen Musikliebhabern geteilte Erkenntnis – bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die Musik Trost, Hoffnung und Ekstase bieten und somit über eine spirituelle Kraft verfügen kann, die Menschen emotional verbindet und glücklich macht. Bei meinem Stöbern in der neueren Musikgeschichte bin ich kürzlich auf Alexander Scriabins (1872 – 1915) Werk gestoßen. Dieser russische Komponist war in seinem späteren Leben sehr tief in der Theosophie verwurzelt. Musik war für ihn nicht nur eine Kunstform, sondern das Medium um höhere Bewusstseinszustände zu erreichen und damit beim Hörer eine Metamorphose zur Spiritualität in Gang zu setzen. In seiner Musik war er äußerst innovativ: Seine Rhythmik und seine Klangfarben waren unkonventionell und machten ihn gewissermaßen zu einem Vorreiter der späteren Moderne. Scriabin entwickelte einen spezifischen, sechs Töne umfassenden Akkord, den er den „Mystischen Akkord“ nannte. Er war überzeugt davon, dass sich in dieser Harmonie göttliche Kräfte verwirklicht hätten. Man findet ihn in so gut wie sämtlichen Werken seiner zweiten Schaffenshälfte.

 

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Heinrich Heines Spanien

Heinrich Heine (Ausschnitt aus einem Gemälde von Moritz-Daniel Oppenheim – Kunsthalle Hamburg)

Seit meiner Jugend bin ich ein glühender Verehrer der Schriften Heinrich Heines (1797 – 1856). Seine fast alltägliche, einfache und, nach meinem Empfinden, sehr moderne Sprache hat mich immer wieder begeistert. Er redete von Deutschland- und seinen damaligen politischen und gesellschaftlichen Problemen zwar sehr kritisch und meist auch satirisch, aber nie destruktiv. Das unterscheidet ihn von den heutigen notorischen Miesmachern und Nörglern in unserem Land. Zugegeben, Heine hatte es da einfacher, denn er lebte einen Großteil seines Lebens als Emigrant in Paris und Deutschland war im Grunde nur seine „poetische Heimat“. Reisen nach Italien, England und die Niederlande ließen ihn zu einem überzeugten Europäer werden, der jeden chauvinistischen Nationalismus verabscheute.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Heinrich Heines Spanien

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Ich will kein Patient sein!

Wilhelm Buschs „Lehrer Lämpel“ könnte auch ein Besserwisser-Chefarzt sein!

„Ich will kein Patient sein“, es ist kaum vorstellbar, dass nicht jeder von uns diesen Ausruf, in entsprechenden Situationen, von sich geben würde. Unabhängig von der Feststellung, dass man erst krank sein muss, bevor man Patient eines Arztes, einer Ärztin oder eines Ärzte-Teams wird, und man diesen Zustand niemals herbeiwünscht, ist jedes Verhältnis von Arzt zu Patient mit Problemen belastet. Auf der Patientenseite spielt das Gefühl der Abhängigkeit eine ganz zentrale Rolle. Die Verquickung von medizinischem Fachwissen des Arztes oder der Ärztin mit dem Bedürfnis nach Vertrauen und die Verletzlichkeit im Zustand der Krankheit, schafft eine Hierarchie, in der der Arzt die Oberhand hat. Der Patient muss sich dem Arzt unterordnen und ihn oder sie vorübergehend als Herr über seine physische Existenz anerkennen. Nur unter diesen Voraussetzungen ist ein Vertrauensverhältnis zum behandelnden Arzt aufbaubar, der seinerseits die Motivation des Kranken, bei der Therapie mitzumachen, dringend benötigt.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Ich will kein Patient sein!

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Schlechte Luft

Vom Wind bewegt: Wolken

Das Umweltbundesamt, Deutschlands zentrale Umweltbehörde mit Sitz in Dessau, beantwortet auf ihrer Website die Frage „Wie lüfte ich richtig?“ mit deutscher Gründlichkeit und ultimativer Kompetenz. Dabei geht es um nichts anderes als „Fenster auf oder Fenster zu“ zur Vermeidung von „dicker Luft“ im Raum, d.h. die Anreicherung verschiedenster Schadstoffe in der Luft sowohl durch Ausdünstungen von Möbeln und Textilien als auch im Zusammenhang mit menschlichen Aktivitäten.

Die Angst vor schlechter, krankmachender Luft geht zurück bis in das Altertum. Der Ursprung des berüchtigten „Sumpffiebers“ wurde schon von Hippokrates als ein durch die Luft von Sumpfgebieten verursachtes Leiden vermutet.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Schlechte Luft

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