Mysterien der Weinbereitung: barfuß in der Kelter

In der Kelter Illustration aus dem Buch “Tacuina sanitatis” (14.Jahrhundert)

Der Rohstoff, der am Anfang der Weinbereitung steht, ist bekanntlich die Traube. Sie wird im Rebgarten vom Winzer, ggf. mit Unterstützung der Önologin oder des Önologen, über viele Monate bis zu ihrer Lese gehegt und gepflegt. Danach kommen die Trauben ins Kelterhaus, wo der erste Schritt die Entrappung ist, gefolgt von der„Entsaftung“ der Früchte. Bei Weißweinen findet dies vor der Gärung, bei Rotweinen erst nach der Gärung statt. Für die naturnahe Kellerwirtschaft ist das Abpressen des Mostes bzw. des Jungweins einer der ganz wesentlichen Vorgänge, denn die vielen Substanzen in der Schale oder in den Kernen der Trauben, die als Bitterstoffe oder andere Fehlaromen den Wein verderben würden möchte man eigentlich möglichst an ihrem angestammten Ort belassen. Daraus ergibt sich, dass der Technik der Pressung große Bedeutung zukommt. Den „Brei“ aus gepressten Beerenschalen und Kernen nennt man übrigens beim Weißwein ebenso wie beim Rotwein die „Maische“.

In den frühen Zeiten der Weinkultur, wie z.B. in der hellenischen Antike, war das Maischen der Trauben mit den bloßen Füßen die Methode der Wahl. Die Weinbergsarbeiter haben die Trauben in Weidenkörbe gefüllt, die in Holztrögen standen und anschliessend mit den eigenen Füßen gestampft. Vom Holztrog floss der Most direkt zu den in die Erde eingelassenen Tongefäßen.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Mysterien der Weinbereitung: barfuß in der Kelter

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Käse und Wein verhindern die Alzheimer-Demenz!

Leonardo da Vinci: Der Vitruvianische Mensch

In diesem Essay werde ich drei Dinge zusammenbringen, zwischen denen das kollektive Bewusstsein bislang keine Verbindung angenommen hat. Ich werde über Käse, Wein und den gefürchteten „Morbus Alzheimer“ schreiben. Vergesslichkeit, Verwirrtheit und Orientierungslosigkeit sind die ersten Hinweise auf eine beginnende Erkrankung, unter der bereits 1,2 Millionen Bürger in unserem Land, mit zunehmender Tendenz,  leiden. Kein Wunder, dass viele Menschen große Angst davor haben, zumal das Alter den absolut größten Risikofaktor darstellt und wir, als gesamte Bevölkerung, bekanntlich immer älter werden. Die Konsequenz aus dem Gesagten ist die Suche nach Möglichkeiten die Entstehung des Morbus Alzheimer zu unterbinden bzw. zu verzögern. Seit langem ist bekannt, dass soziale und medizinische sowie ernährungsphysiologische Faktoren bei seiner Entwicklung eine Rolle spielen. Genetische Ursachen kann man in diesem Zusammenhang ebenfalls nicht völlig ausschließen. Unter den diätetischen Faktoren wird u. a. auch dem gemäßigten Alkoholkonsum eine prophylaktische Wirkung bei der Entwicklung verschiedener Formen der Demenz, einschließlich des M. Alzheimer, zugeschrieben, wobei der Wein eine besonders positive Rolle zu spielen scheint.

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Die Stille und das Gespräch mit dem Wein

meditative Abendstille

Heute erleben wir Stille nur noch selten. Am Arbeitsplatz muss man viel mit den Kollegen kommunizieren, Telefonanrufe beantworten, Dinge zwischendurch erledigen und zu guter Letzt noch die eigentliche Arbeit bewältigen. Zuhause ist es auch nicht besser: nach dem abendlichen Heimfahrtstress durch verstopfte Straßen, zuhause angekommen, plärren vielleicht die Kinder oder der Hund erfordert Aufmerksamkeit und schließlich möchte der Partner gerne seine Tagesprobleme diskutieren. Wenn es später dann eigentlich ruhig werden könnte dröhnt der Fernseher die Stille zu. Dabei wäre es nur erforderlich einen kleinen Knopf  zu bedienen um Ruhe zu haben, aber diese Bewegung schaffen viele Menschen nicht mehr aktiv auszuführen, denn sie wollen, oder können ohne die gewohnte Geräuschkulisse den Abend nicht verbringen, sie würden sich einsam fühlen.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Die Stille und das Gespräch mit dem Wein

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Geliebte Musikkonserven: Von der Schallplatte zum Live-Stream

Jahrzehntelang das Non-Plus-Ultra des heimischen Musikgenusses: die Langspielplatte (Bild von Pexels auf Pixabay)

Die Schallplatte war meine erste Begegnung mit konservierter Musik. Meine Tante war nämlich im Besitz eines Vorkriegsplattenspielers, eines sog. Grammophons, und in den Kindertagen durfte ich nach den langweiligen Kaffekränzchen mich in ihr Schlafzimmer zurückziehen und damit Musik hören. Damals habe ich Bekanntschaft gemacht mit Rudi Schuricke und den Caprifischern sowie mit Zarah Leander, die immer noch wusste, dass einmal ein Wunder geschehen würde – obwohl es schon längst zu spät war. Aber das wirkliche Faszinosum waren die gerillten Schelllackplatten mit den exotischen Namen „Decca“, „Parlophone“ oder „His Masters Voice“, dazu der magische Arm mit der Membran und der Nadel, der sich auf der drehenden Platte langsam nach innen bewegte. Meinen ersten eigenen Plattenspieler bekam ich mit 13 Jahren. Er sah aus wie eine Hutschachtel und konnte die 45er sowie die großen 33er-Langspielplatten abspielen. Mit diesem Gerät der Firma „Philips“ und Mozarts kleiner Nachtmusik begann meine Liebe zur klassischen Musik.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Geliebte Musikkonserven: Von der Schallplatte zum Live-Stream

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Kurios: die zoologischen Phantasien der “Bestiarien” liebten den Wein

“Kamel” aus dem Bestiarium des Muhammad ibn Muhammad Shakir Ruzmah-‘i Nathani

Die Menschen des Mittelalters standen staunend vor einer Welt, deren Größe und Komplexität sie nur ahnen konnten, denn weder das Wissen über die Geographie der Erde noch die Fortbewegungsmöglichkeiten waren damals ausreichend um die Phantasievorstellungen von anderen Orten und deren belebter Natur zu überprüfen. Gerüchteweise hatten die Europäer von Tieren in Urwäldern jenseits der sie umgebenden Meere gehört, die sich ihrer Vorstellungskraft entzogen. Neugierde und Sensationslust motivierten Künstler und „Wissenschaftler“ am Beginn des Mittelalters ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen und die unbekannten Tiere darzustellen. Der erste Lexikograph war Isidor, Bischof von Sevilla (560 -636), der in seiner 20-bändigen Enzyklopädie „Etymologiarum sive originum“ das Wissen seiner Zeit zusammenstellte. Im zwölften Buch werden die Tiere beschrieben und dieses Werk ist eines der ersten „Bestiarien“ (lat. bestia = das wilde Tier), die im Hochmittelalter, durch Auszüge und Abschriften des Originals, eine Art „Bestseller“ waren.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Kurios: die zoologischen Phantasien der “Bestiarien” liebten den Wein

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