Von der Wildtraube zur europäischen Weinkultur

Die ursprünglichen Trauben waren vermutlich immer rote

War es der Hochmut der deutschen Weinfreunde in der Vergangenheit, dass sie alles was irgendwie mit der Trauben-Frucht zusammenhing mit dem Präfix „Wein-“ versahen und dies der Sprache aufgezwungen haben?  Die Frucht wird Wein-Traube genannt und wo sie am Wein-Stock wächst sind die Wein-Berge. Die Wein-Flaschen werden im Wein-Keller im Wein-Regal gelagert und schließlich aus einem Wein-Glas getrunken. Unsere geographischen Nachbarn jenseits der Landesgrenzen haben diese linguistische Präzision nicht: beispielsweise sind die Traube schlichtweg „uva/grape/grappe/grappolo“,  der Weinkeller ist „bodega/cellar/cave/cantina“ und die Weinlese „vendimia/vintage/récolte/vendemmia“ jeweils auf spanisch, englisch französisch und italienisch. Steht hinter diesem Sprachphänomen der deutsche Hang zur Genauigkeit im Ausdruck oder die sprachliche Huldigung des von Menschenhand mühsam erzeugten Endproduktes mit seiner langen Geschichte? Über deren Anfänge, die von Historikern im Nahen Osten vermutet werden, werde ich im Folgenden ein wenig nachdenken.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Von der Wildtraube zur europäischen Weinkultur

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Ein Essay über die Ursprünge der Rioja und ihrer Weine

Lopez de Heredia: Traditionelle Werte beim Wein und bei der Architektur

Lopez de Heredia: Traditionelle Werte beim Wein und bei der Architektur

Eine Legende besagt, dass ein Enkel des Sintflutschiffers Noah in den frühen Tagen der Menschheit einst mit einer kleinen Gefolgschaft in einem Boot von Osten kommend das Mittelmeer überquerte. Vor der Küste Spaniens, an der Ebromündung, erlitten sie Schiffbruch und stürzten in den geheimnisvollen Fluss. Als sie der Strömung auf wundersame Weise wieder entstiegen, waren sie in der heutigen Rioja, wo die Schönheit der Landschaft die fremden Seeleute derart in Erstaunen versetzte, dass sich einige von Ihnen entschlossen hier zu bleiben, während der Rest weiter in die Kantabrischen Berge und ins Baskenland zog. Diese Mär soll vermutlich zeigen, dass die Vergangenheit der Rioja bis in biblische Zeiten zurückreicht.

Wer heute an einem lichten Frühsommer- oder pastellfarbenen Herbsttag durch das Ebrotal zwischen Haro und Logroño reist, wird den Entschluss der biblischen Männer leicht nachvollziehen können. Dem Reiz der Landschaft kann man sich nicht entziehen und es scheint wie ein Wunder, dass die Rioja, im Gegensatz zu anderen großen Weinbaugebieten dieser Welt, vom Massentourismus noch nicht völlig verunstaltet ist. Vielleicht haben wir dies dem  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Ein Essay über die Ursprünge der Rioja und ihrer Weine

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Ein großartiger Monet in der Berner Sammlung Gurlitt

Das Kunstmuseum Bern: die neue Heimat der Sammlung Gurlitt

Kunstfreunde erinnern sich vermutlich noch sehr genau an den November 2013 und an die Aufregung der Medien über den sog. „Schwabinger Kunstfund“. Bereits zwei Jahre vorher, im Jahr 2011 hatten Beamte wegen des dringenden Verdachtes auf ein Steuer-Vergehen  in der Wohnung des damals schon fast 80-jährigen Cornelius Gurlitt  über 1.200 Kunstwerke entdeckt. Erst ein detaillierter Bericht im „Focus“ machte die Kunstsammlung in der Öffentlichkeit bekannt. Schnell wurde deutlich, dass es sich dabei um unbeschreibliche Werte handelte, die größtenteils aus dem Nachlass des Vaters , dem einst angesehenen Kunstexperten und -händler Hildebrand Gurlitt (1895 – 1956), stammten. Da dieser u.a. in großem Stil die in der Nazi-Zeit als „entartete Kunst“ diffamierten Bilder ins Ausland verkaufte und gleichzeitig Einkäufer für Hitlers Linzer Kunstmuseum war, musste man annehmen, dass sich in seiner vererbten Sammlung etliches an „Nazi-Raubkunst“ befand. Somit stellte sich die Frage nach der Herkunft der einzelnen Werke, die sich jetzt im Besitz des Sohnes, Cornelius Gurlitt, befanden.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Ein großartiger Monet in der Berner Sammlung Gurlitt

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“Naturweine”: Georgien ist das große Vorbild

Das Rebenkreuz der Heiligen Nino vor der Swetichoveli-Kathedrale in Mzcheta.

Unter der heutigen Jugend, soweit sie überhaupt dem Wein als Genussmittel zugänglich ist, haben die sog. „Naturweine“ so etwas wie Kultstatus. In unseren Breiten ist es eine zahlungskräftige, urbane  Schicht junger Erwachsener (schon seit einiger Zeit als “BoBo” = Bourgeois-Bohemiens, definiert) mit ausgeprägtem Umweltbewusstsein die sich beim Wein dem Geschmack der Väter und Großväter verweigert. Man möchte neue Wege gehen, möglichst rational begründbar, und da haben sich, dem ökologischen Zeitgeist voll entsprechend, die sog. „Naturweine“  angeboten. Für diese stellte man einige Kriterien in den Raum, die erfüllt sein müssen um den ungetrübten Genuss zu garantieren: (1) In den Prozess der Vinifikation sollte von Seiten der Weinmacher möglichst wenig eingegriffen werden, (2) der Wein sollte keine Zusätze, selbstverständlich auch keinen Schwefel, enthalten und schließlich sollte er (3) unfiltriert bleiben.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: “Naturweine”: Georgien ist das große Vorbild

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Paprika: über Spanien durch die ganze Welt nach Ungarn

Aus Bolivien (?) für die Welt: süße und scharfe Paprika

Der Begriff „Nachtschattengewächse“, zu denen so beliebte Nahrungsmittel wie die Tomate, die Kartoffel, die Aubergine und die Paprika gehören, regt die Phantasie an. Die Herkunft des erstaunlichen Namens dieser Pflanzenfamilie ist nicht eindeutig geklärt. Er lässt aber vermuten, dass Aberglaube und Magie bei der Namensgebung eine Rolle gespielt haben könnten. Schon im Mittelalter war nämlich der „schwarze Nachtschatten“ (mittelhochdeutsch: nahtschade), der fast überall auf der Welt auf Brachland wächst, ein begehrtes Genuss- und Heilmittel. Das darin enthaltene Solanin, ein Alkaloid, konnte allerdings beim Verzehr der Blätter oder der tiefblauen Beeren erhebliche Magenbeschwerden verursachen und sogar von Todesfällen wurde berichtet. Aber insbesondere die in jenen Tagen besonders gefürchtete, magische Kraft der Hexen konnte durch die Einnahme von schwarzem Nachtschatten gebrochen werden! Wenn danach die Nebenwirkungen der Behandlung überwiegten waren es, im Glauben der Betroffenen, noch die Reste des erfolgreich kupierten Hexenzaubers.

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