Quo vadis España?

Cava: Genuss statt Frust aus Katalonien.

Meine in diesem blog geäußerte Meinung zum sog. Katalonien-Problem möchte ich im Folgenden noch ein wenig konkretisieren. Als ich zur Jahreswende 2018/19 Spanien besucht und mit „Durchschnittsbürgern“ gesprochen habe, bekam ich auf die immer im Raum stehende Frage „wie geht es mit Katalonien weiter?“ entweder ein Achselzucken oder die schlichte Antwort „Ich weiß es nicht“. Ich liege wohl nicht so falsch, wenn ich dieses Verhalten als völlige Ratlosigkeit bezeichne. Und es scheint in der Tat so, als sei das ganze Volk zu tiefst verunsichert über seine Zukunft als Nation. In Neujahrsansprachen und -botschaften haben der König und seine Politiker viel von „Gemeinsamkeit mit gesellschaftlicher Vielfalt und Verantwortung“ gesprochen, aber diese Worthülsen blieben, wie die verpufften Sylvester-Böller auf den Strassen, in den Köpfen und Gefühlen der Menschen als bedeutungsloser Müll liegen. Ich war in jenen Tagen in der Hauptstadt und in Andalusien, kann mir aber lebhaft vorstellen, dass die Frage nach der Zukunft in Barcelona und seinem Umland völlig anders beantwortet worden wäre.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Quo vadis España?

Empfehlen Sie uns weiter - würde uns freuen!

Gastrosophische Fakten zum spanischen Reis

Reis aus Spanien: eine Delikatesse für Gourmets

Obwohl der Anbau von Reis im Vergleich zum Getreide zu den schwierigeren landwirtschaftlichen Aufgaben zählt und viele geografische und klimatische Voraussetzungen erfüllt sein müssen, hat er sich in Spanien durchgesetzt. Ursprünglich kommt diese Jahrtausende alte und komplexe Ackerbautradition aus Asien, wo Reis in allen Ländern das Grundnahrungsmittel schlechthin ist. Die fortschrittliche und genussorientierte maurische Gesellschaft Spaniens hat bereits im 8. Jahrhundert den Reisanbau aus China importiert und bei sich heimisch gemacht. Das spanische Wort „arroz“ für Reis stammt tatsächlich vom arabischen Begriff „al-ruzz“. Das Wesentliche beim Anbau von Reis ist die Verfügbarkeit von Wasser, denn darin muss die Pflanze praktisch während ihres Lebens bis zur Ernte stehen.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Gastrosophische Fakten zum spanischen Reis

Empfehlen Sie uns weiter - würde uns freuen!

Eduardo Chillida in Wiesbaden

Eduardo Chillida: Windkamm in San Sebastian

Seit dem optischen und akustischen Erbebnis  der „Windkämme“ an der Westseite der Bucht von San Sebastian vor etlichen Jahren habe ich mich total in die schlichte Formensprache des Eduardo Chillida verliebt. Jedem Verfolger der Nachrichten im deutschen Fernsehen muss außerdem die eindrückliche Tentakel-Skulptur namens „Berlin“ vor dem Bundeskanzleramt in unserer Hauptstadt bekannt sein. Auch sie ist von Chillida! Anlässlich einer Veranstaltung vor etwa 20 Jahren in Bad Homburg hatte ich die Gelegenheit dem 2002 verstorbenen Künstler die hagere Hand zu schütteln und ein paar Worte mit ihm zu wechseln. Also war es für mich ein Muss zur Ausstellung „Eduardo Chillida – Architekt der Leere“ im Museum Wiesbaden zu gehen, wieder seine Nähe zu spüren und meine ganz persönlichen Eindrücke davon niederzuschreiben.

Ein Schwerpunkt dieser Schau lag auf dem graphischen Werk des Künstlers. Dem unvoreingenommenen Betrachter erscheinen die Grafiken Chillidas wie „Entwürfe“ für seine Skulpturen.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Eduardo Chillida in Wiesbaden

Empfehlen Sie uns weiter - würde uns freuen!

Wein – ein Fetisch der Konsumgesellschaft

Wäre auch heute exotisch und selten:ein Weinstock in Palästina, aus: Calwer Bilderbuch, Tafel 20., 1883

Schon oft habe ich, auch auf diesen Seiten, von der „Seele“ des Weins gesprochen und mich damit, für mich selbst gänzlich unbewusst,  in die lange Reihe der Weinfetischisten eingereiht. Definitionsgemäß ist nämlich ein Fetisch ein lebloser Gegenstand, dem transzendente Eigenschaften zugeschrieben werden; in meinem gerade erwähnten Fall ist es der Wein, dem ich eines der menschlichsten Attribute, nämlich die Seele, zuteilwerden lasse. Bei der Wertschätzung einer Flasche Wein kann es sich möglicherweise auch um ein klassisches Beispiel von „Warenfetischismus” handeln. Der Wein, eigentlich ein Konsumgegenstand par excellence, wird in den Augen derer, die ihm huldigen, über seine eigentliche Bestimmung, nämlich den Genuss, erhöht. Seine Bedeutung für die Person geht dann weit über den Gebrauchscharakter hinaus und erreicht einen hohen Grad von Irrationalität, wie am Beispiel der “Seele” deutlich wird. Die kapitalistische Maxime vom „Preis-/Leistungsverhältnis” wird außer Kraft gesetzt oder gelegentlich zu einem emotionalen „Preis-/Genuss-Verhältnis” stilisiert und entzieht sich dadurch ganz absichtlich jeglicher objektiven Bewertung.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Wein – ein Fetisch der Konsumgesellschaft

Empfehlen Sie uns weiter - würde uns freuen!

Die spanischen Wurzeln der Kartoffel

Kartoffelauswahl auf dem Ulmer Wochenmarkt

Kann man über so etwas vermeintlich Alltägliches wie die Kartoffel überhaupt schreiben? Ihr haftet die Behauptung der dümmste Bauer hätte die dicksten Kartoffeln wie ein ewiger Makel an, und der „Kartoffelfresser“ (Bezeichnung für uns Deutsche) ist auch nicht gerade der Ausbund an Freundlichkeit. Und trotzdem war die Geschichte ihres Siegeszuges durch die Welt mit sehr viel kulinarischer Phantasie durchwoben. Preußenkönig Friedrich der Große hat den Grundstein für die Liebe der Deutschen zu den Kartoffeln gelegt. Auf seine Anordnung musste im Königreich jedes verfügbare Brachland mit
Kartoffeln bepflanzt werden und Zuwiderhandlungen wurden geahndet (der sog. “Kartoffelbefehl”)! Niemand liebte anfangs diese merkwürdigen „Erdäpfel“, die aus der transatlantischen Fremde hergebracht wurden. Für einen anständigen Christen-Menschen war es sowieso eher Teufelszeug, denn  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Die spanischen Wurzeln der Kartoffel

Empfehlen Sie uns weiter - würde uns freuen!