Das mikrobiologische Terroir im Wein

Ein sehr spezifisches “Terroir” in der Nähe von Toledo (Alt-Kastilien)

Über das sog. „Terroir“ habe ich an dieser Stelle schon vielfach geschrieben. Zu definieren, was der Begriff beinhaltet war eigentlich nie besonders schwer: (1) die Zusammensetzung des Bodens, (2) die klimatischen Besonderheiten und (3) die Gewohnheiten der Winzer ihre Rebstöcke zu pflanzen und zu pflegen sind die klassischen Trias der „Terroir“-Definition. Aber das wirkliche Problem ist, dass diese drei Begriffe nur theoretisch die besonderen olfaktorischen und gustatorischen Charakteristika eines Weines erklären können.  Dem kritischen Genießer musste allerdings schon immer klar gewesen sein, dass es wesentlich mehr Geruchs- und Gechmacks- als mögliche „Terroir“ -Variationen gibt. Zu dieser wichtigen Frage haben bereits 2014 amerikanische Wissenschaftler in den renommierten „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (Jan 2014, 111 (1) 5-6) eine plausible Antwort gegeben. Um ihre Arbeit in einen allgemein verständlichen Zusammenhang zu bringen seien mir vorab einige wenige erklärende Sätze zur Thematik gestattet:

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Gegen den November-Blues: das Licht von Granada

Die Alhambra in Granada

Die Alhambra in Granada mit der Sierra Nevada

In den grauen, kontrastlosen Wintermonaten unserer nördlichen Geographie entsteht bei vielen Menschen die Sehnsucht nach Licht und Farbe. Nur ein paar Flugstunden entfernt, im Süden Spaniens, findet der Besucher genau das, nämlich das großartige Licht auf dem Alhambrahügel und in der Stadt Granada. Seit diese zu meiner zweiten Heimat geworden ist bin ich zu vielen unterschiedlichen Stunden des Tages durch die Gassen gestreift, nur um um die Augen auf zu machen, zu sehen und zu empfinden. Da ich nicht über die Begabung verfüge, diese großartigen Licht-Eindrücke selbst adäquat zu beschreiben, möchte ich eine kleine, sehr subjektive Auswahl von Schriftstellern aus den beiden vergangenen Jahrhunderten zu Worte kommen lassen, die dies plastisch und teilweise auch berührend geschafft haben.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Gegen den November-Blues: das Licht von Granada

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Kommen Wein und Curry jemals zusammen?

Markt in Peschawer (Indien): Hier wurden u.a. auch die Gewürze für Currys verkauft (aus  “Calwer historisches Bilderbuch der Welt”, 1883)

Wer kennt sie nicht, wenigstens beim Namen, die „Currywurst”? Ob Berlin, Wolfsburg oder der Ruhrpott ihr Geburtsort ist, ist eigentlich egal, denn sie wird heute von ihren Liebhabern als ubiquitär verfügbares „deutsches Nationalgericht“ angesehen. Eine zerschnittene Wurst mit Tomatenketchup und darüber gestreutem Currypulver soll tatsächlich eine Delikatesse sein? Vielleicht, denn die an sich langweilige Brüh- oder Bratwurst wird durch den Curry geschmacklich geadelt. Das magische, rostfarbene Pulver besteht aus einer Mischung von Safranwurzel (Kurkuma), Kreuzkümmel, Koriander, Pfeffer, Ingwer, Fenchel,  Zimt oder Muskat und manchmal auch noch anderen orientalischen Gewürzen. Das Curry-Pulver aus dem Streuer an der Wurstbude ist allerdings nur ein Schatten der richtigen Currys aus der indischen Küche, und das obwohl diese auf dem Papier aus mehr oder weniger den gleichen Zutaten bestehen wie das Pulver der deutschen Gewürzfabrik.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Kommen Wein und Curry jemals zusammen?

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Das Chow-Chow-Phänomen bei Rotweintrinkern

Farbintensive und extraktreiche Rotweine können das „Chow-Chow-Phänomen“ verursachen

Wir sitzen in netter Gesellschaft zusammen und verkosten verschiedene Rotweine der mittleren Preiskategorie aus den südlichen Weinregionen Europas. Nachdem ich mich ganz auf die Weine konzentriert hatte, blickte ich nach einer geraumen Weile auf und sah in die Runde: voll Schrecken nahm ich wahr, dass sich die Lippen und die Zähne meiner Genießerfreunde intensiv blau verfärbt hatten. Kurze Zeit später musste ich entdecken, dass ich selbst nicht anders aussah. Ich erinnerte mich sofort an Bodo, jenen Chow-Chow einer Nachbarin aus Kindertagen, dessen kuscheliges, rostfarbenes Fell und  blaues Maul mich als Junge immer wieder aufs Neue fasziniert hatten. Gaumen, Zunge und Lefzen waren intensiv dunkelblau gefärbt und auf die neugierige Frage warum dies so sei bekam ich von der damals so genannten “Tante Adelheid” als Antwort, dass Bodo in der Nacht immer von Blaubeeren im Wald träumen würde.

Meine Wein-Freunde und ich haben nicht von Waldbeeren geträumt sondern ganz handfest Rotwein getrunken und dabei Farbstoffe in den Mund bekommen, die tatsächlich identisch mit denen der vermeintlichen Blaubeeren von Bodo sind. Es sind sog. Anthocyane,blaue Farbstoffe die zur großen Gruppe der segensreichen, weil gesundheitsfördernden, Polyphenole gehören.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Das Chow-Chow-Phänomen bei Rotweintrinkern

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Apropos Greta Thunberg

Ausschnitt aus dem 1830 von Eugène Delacroix gemalten Bild „Die Freiheit führt das Volk” (die sog. “Jeanne d´Arc”)

„Wie könnt ihr es wagen, meine Träume und meine Kindheit zu stehlen mit euren leeren Worten?“ Diese, mit Tränen in den Augen gestellte Frage eines 16-jährigen Mädchens an die versammelten Politiker bei den Vereinten Nationen hat die Welt aufgerüttelt. Viele, die vor ihren häuslichen Bildschirmen Zeuge dieser Szene wurden, haben aber spontan sehr aggressiv reagiert und einen „shitstorm“ gegen Greta Thunberg in den sozialen Medien losgelassen. Dagegen waren viele andere, und dazu zähle ich mich selbst auch, tief berührt und konnten der jungen Frau irgendwie beipflichten. Alleine die Tatsache, dass sie vor diesem Gremium gesprochen hat, d.h. dass man sie eingeladen hatte dies zu tun, verdient schon großen Respekt; übrigens nicht nur vor Greta Thunberg sondern auch vor den Vereinten Nationen und ihrem Generalsekretär! Jetzt ist Greta endgültig zu einer Ikone der „Klima“-Bewegung geworden, ja vielleicht ist sie sogar die Jeanne d´Arc des 21. Jahrhunderts? Doch die Frage bleibt im Raum: warum gibt es diesen immensen Hass auf dieses Mädchen, welches nur in emotionale Worte („Wutrede“) gefasst hat, was fast alle heute denken und von ihren Politikern fordern? Ich kann mir vorstellen,  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Apropos Greta Thunberg

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