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Die aromatischen Rebsorten in Spanien

Der Duft von Rosenblüten ist typisch für Weine aus Muskateller-Trauben

Heutzutage sind Geschmacksmoden global, das gilt auch für Weine. Daher ist es nicht verwunderlich, dass auch in Spanien die sog. „Aromasorten“ unter den weißen Reben, wie überall auf der Welt, eine sensorische Wiedergeburt erleben. Im vergangenen Jahrhundert hat man sie verschmäht, weil sie mit ihren intensiven Aromen am Gaumen angeblich penetrant banal wirkten, insbesondere wenn sie, wie damals gewöhnlich, süß ausgebaut wurden. Traminer, Muskateller und Scheurebe waren in unseren Breitengraden die Protagonisten der aromatischen Sorten, auch Bukettsorten genannt. Ich möchte persönlich auf jeden Fall auch den Sauvignon Blanc dazu zählen, denn er kann im Duft und im Geschmack in manchen Anbaugebieten eine überbordende Aromatik entfalten und ist gerade deshalb kürzlich zum Liebling der weltweiten Weißweintrinker geworden. Zu den sensorischen Nachteilen der Bukettsorten gehört die eventuelle Schwierigkeit das „terroir“ ihrer Weine zu erschmecken.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Die aromatischen Rebsorten in Spanien

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Wo ist der spanische Pinot Noir?

Hauptdarsteller im Film: Wein

Burgunder sind kein Vorbild für den spanischen Weingeschmack

Die Titelfrage kann man nur mit „so gut wie nicht existent“ beantworten. Warum wird eine der charaktervollsten und weltweit verbreiteten Rebsorten in Spanien so vernachlässigt? Das dafür immer wieder angeschuldigte Klima kann es nicht sein. Spanien ist, nach der Schweiz, das höchstgelegene Land Europas und es finden sich ausreichend „cool climate“-Zonen in denen der Pinot Noir gute Wachstumsvoraussetzungen hätte. Sogar kalkhaltige Böden, die Lieblingsstandorte des Pinot Noir, sind dort vorhanden. Was also ist der wahre Grund für die stiefmütterliche Behandlung dieser Rebsorte?  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Wo ist der spanische Pinot Noir?

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Das französische Vorbild in der Weinkultur

Hohe Qualität, lange Lagerfähigkeit ohne Schwefeldioxyd?Unter den drei Handvoll großen und bedeutenden Rebsorten dieser Welt sind beinahe die Hälfte französischen Ursprungs. Während man die spanische Tempranillo, die italienische Sangiovese oder die amerikanische Zinfandel außerhalb ihrer Landesgrenzen nur sehr selten antrifft, werden französische Sorten wie Cabernet Sauvignon, Merlot, Pinot Noir, Syrah, Chardonnay, Viognier oder Sauvignon Blanc so gut wie überall auf der Welt angebaut. Sie sind geradezu zum Synonym für „internationale Rebsorten“ geworden. Gibt es eine plausible Erklärung dafür? Es kann eigentlich nicht sein, dass die klimatischen oder geologischen Voraussetzungen für nichtfranzösische Rebstöcke so anders sind, dass sie fast nirgendwo auf der Welt eine neue Heimat finden könnten. Vielleicht kommt man dem Phänomen der Dominanz gallischer Sorten über einen Blick auf die Kulturgeschichte etwas näher.

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Baskischer Nationalismus in der Flasche?

Ziemlich genau vor einem Jahr hat der Chef und Önologe von Artadi, Juan Carlos López de la Calle verlauten lassen, dass sich ddie Bodega aus dem Kontrollorgan der Herkunftsbezeichnung „D.O.Ca. Rioja“ zurückziehen werde. Ich hatte an dieser Stelle darüber berichtet (“Zerbricht die Einheit der D.O.Ca. Rioja?”). Vordergründig war der Streitpunkt die unzureichenden Möglichkeiten die Weine der Rioja nach Lagen zu charakterisieren. Artadi war bekanntlich Vorreiter der Einzellagen-Weine und Namen wie Valdeginés, La Poza de Ballesteros, El Carretil, Pagos Viejos, Grandes Añadas und Viña El Pisón haben sich tief im sensorischen Gedächtnis vieler Weinfreunde verankert. Schon bisher waren all diese Weine – auch über ihre teilweise sehr hohen Flaschenpreise – immer gut zu erkennen und kein Genießer hat sich meines Wissens je über mangelnde Kennzeichnung auf den Etiketten beklagt.

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Sind Weintrinker immer Melancholiker?

Inbegriff melancholischer Stimmungslage: Mondnacht im Walde

Der Inbegriff melancholischer Stimmungslage: Vollmondnacht im Walde

In der heutigen Erlebnisgesellschaft muss man ständig in Bewegung sein und etwas unternehmen um bloß nichts zu verpassen. Da ist das Wort Melancholie völlig obsolet. „Uncool!“ bescheinigen einem die jungen Leute, wenn man das Thema auch nur streift. Trotzdem gibt es sie, ja muss es sie geben: die Melancholie gehört zur Essenz des Lebens, sie ist eine Grundstimmung des Menschen genau wie Freude oder Trauer. In der Romantik nannte man es den „Weltschmerz“, der jedes Individuum von Zeit zu Zeit erfassen konnte und den keiner schöner und einfühlsamer auf die Leinwand pinselte als Caspar David Friedrich. Seinen Ursprung hat der Begriff „Melancholie“ im griechischen melas (=schwarz) und cholé (= Galle), also der schwarzen Galle aus der antiken, von Hippokrates aufgestellten, „Viersäftelehre“. Der berühmte griechische Arzt Galenos von Pergamon (Galen) hat ein paar Jahrhunderte später eine Vermehrung der schwarzen (verbrannten) Galle im Blut als Ursache der Melancholie gedeutet und die vier Temperamente in das medizinische Denken eingeführt (Sanguiniker, Phlegmatiker, Choleriker und Melancholiker) Das Element des Melancholikers war die Erde und seine Sternbilder der Skorpion, der Stier und die Waage.

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