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Musik – Leid und Hoffnung in finsterer Zeit

Cover der hier beschriebenen CD mit Musik aus dem KZ Theresienstadt

Es fällt mir nicht leicht über ein musikalisches Erlebnis zu berichten, welches mich persönlich tief berührt hat. Nicht nur die Musik an sich, sondern auch die Umstände ihres Entstehens und die Personen, die sie geschrieben und erstmals vorgetragen haben, zwingen mich beinahe über diese Musik zu schreiben. Ich denke sogar, dass in einem blog, der sich eigentlich voll und ganz dem Hedonismus verschrieben hat, durchaus auch einmal hinter den Vorhang der reinen Freude geschaut werden kann. Es scheint mir allerdings als seien die beiden Sujets über die ich schreiben will, nämlich Musik und die Konzentrationslager der Nazis, moralisch und ethisch unvereinbar, ja geradezu von einer unüberbrückbaren inneren Gegensätzlichkeit. Dem war aber offenkundig nicht unbedingt so, wie uns die neuere Geschichte und die CD „Theresienstadt“ lehrt.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Musik – Leid und Hoffnung in finsterer Zeit

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Was geht uns eigentlich Katalonien an?

„High Noon“ in Katalonien (am Ayuntament de Tarragona, dem lokalen Provinz-Regierungssitz)

Deutschland ist mit Spanien über eine sehr lange gemeinsame Geschichte eng verbunden. Der spanische König Karl V., in dessen Reich die Sonne nicht unterging, war in Personalunion Kaiser des deutschen Reiches. Gemeinsame politische und kulturelle Interessen wurden über die Jahrhunderte gepflegt bis es im 20. Jahrhundert zu der unheiligen Allianz zwischen den schändlichen, faschistischen Diktatoren beider Länder kam. Trotz allem: Spanier suchten wenig später ökonomische Prosperität, die es in der Heimat damals nicht gab, und sie kamen in großer Anzahl nach Deutschland. Umgekehrt suchten die gestressten Deutschen Erholung von Arbeit und Geldverdienen unter Spaniens Sonne und fanden sie reichlich!  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Was geht uns eigentlich Katalonien an?

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Die Seekarte des Jehuda Ben Zara

Dokument zum Ursprung der Seekarte des Jehuda Ben Zara aus der Bibliotheca Vaticana

Es war eine verlegerische Meisterleistung des Züricher Belser Verlages als er 1983 das Faksimile der „Seekarte des Iehuda Ben Zara“ herausbrachte. Der Farbdruck basiert auf dem 1497 in Alexandria entstandenen Original, welches unter der Bezeichnung „Borgiano VII“ in der Apostolischen Bibliothek des Vatikans archiviert ist. Es handelt sich um eine sog. Portolankarte, eine auf dem Pergament einer Schafshaut gezeichneten Karte des Mittelmeeres aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert. Diese Karte hat mich seit meiner ersten Bekanntschaft mit ihr fasziniert. Eines Tages konnte ich das erwähnte Faksimilie bei einem schrulligen Schweizer Antiquar käuflich erwerben, ich ließ es in einen doppelseitigen  Glasrahmen fassen (die Rückseite des faksimilierten Pergaments enthält nämlich noch Original-Erläuterungen des Kartographen), und heute hängt es an der der Terrassentüre gegenüberliegenden Wand meines Zimmers in den Alpujarras.

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Sex des Alters: Mollige leben länger

Wieder nach Herzenslust Lebensmittel auf dem Markt einkaufen!

Den engen Zusammenhang von gastonomischem Genuss mit Sexualität und Erotik hat bereits der Volksmund hergestellt. Die Liebe gehe angeblich durch den Magen heißt es ja sinngemäß in fast allen Kultursprachen. Die Thematik ist also nicht neu. Wir sprechen von der Verquickung zweier Triebe, die beide das menschliche Dasein auf eine sehr intensive und sinnliche Art bestimmen. Vor bald einem halben Jahrhundert hatten die heute als „68iger“ apostrophierten jungen Mitbürger begonnen ihre Sexualität von den Tabus und sozialen Beschränkungen einer moralisch verschlossenen Gesellschaft zu befreien. Heute reden sie gerne von der „sexuellen Revolution“. Ihre neu gewonnene Freiheit haben sie allerdings auf Kosten des gastronomischen Genusses erworben. In dem Maße, in dem die Freizügigkeit in Sachen der Sexualität wuchs stülpte sich ein restriktives Denken und Fühlen über das Sinnesorgan des Geschmacks.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Sex des Alters: Mollige leben länger

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Eine neue Weinkategorie in der Rioja: die Einzellage

Früher wurden die Rebgärten der Rioja vor Ort bewacht (im Bild: „Guardaviñas“), heute macht dies der Kontrollrat in Logroño

Der befürchtete Bruch im Kontrollrat der garantierten Herkunftsbezeichnung DOCa Rioja hat nicht stattgefunden! Mit für seine Verhältnisse geradezu schwindelerregender Geschwindigkeit, hat das Gremium kürzlich die neue Weinkategorie „Einzellage“ offiziell zugelassen. Mit dem Titel „Viñedos Singulares“ sollen künftig Weine ausgezeichnet werden, die bestimmte Qualitäts- und Lagekriterien erfüllen. An den alten Stufen “Crianza“, „Reserva“ und „Gran Reserva“, die sich an der Dauer des Ausbaus im Barrique und in der Flasche orientieren, wird weiterhin festgehalten. Die Anforderungen an Weine mit der Klassifikation „Viñedos Singulares“ sind um einiges komplexer als der bisherige Standard in der DOCa Rioja:
neben der exakten Definition durch natürliche oder anderweitig nachvollziehbare Begrenzung der Einzellage müssen die Rebgärten ein Mindestalter von 35 Jahren aufweisen und die Hektarerträge sollen um mehr als 20 % unter denen der übrigen Region liegen und die Trauben müssen von Hand gelesen sein. Der Einsatz von Erntemaschinen ist für „Viñedos Singulares“ nicht erlaubt.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Eine neue Weinkategorie in der Rioja: die Einzellage