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Spanische Geschichte lesen

Zwei sehr lesenswerte Bücher

Die Lektüre zwei thematisch eng mit einander verbundener Bücher von Georg Bossong „Das maurische Spanien – Geschichte und Kultur“ und „Die Sepharden – Geschichte und Kultur der spanischen Juden“ (beide als Taschenbuch erschienen im Verlag C. H. Beck, München 2016) hat mich begeistert. Während der Recherche zu meinem Buch „Der maurische Traum“ (Jenior Verlag, Kassel, 2. Aufl. 2002) hatte ich schon sehr viel von anderen Autoren über diese beiden Aspekte der spanischen Geschichte gelesen und glaubte eigentlich alles Wesentliche zu wissen. Aber G. Bossong hat in sehr anschaulicher Sprache einige Schwerpunkte aufgegriffen, die ich selbst bislang noch nicht ausreichend gewürdigt hatte.

Da ist zum Beispiel die wichtige Frage wie die Rolle des maurischen Al-Andalus, also des islamischen Staates auf der Iberischen Halbinsel, in der spanischen Geschichte insgesamt zu bewerten ist.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Spanische Geschichte lesen

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Wein schenken

Paternina Gran Reserva "Reserva Especial" 1968

Ein gereifter Wein kann ein großartiges Geschenk sein.

„Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“ sagt der Volksmund und damit ist auch schon eine hintergründige Definition des Sinns von Geschenken gegeben: man erwartet nämlich in irgendeiner Form eine Gegenleistung. Im Falle des obigen Spruchs soll Freundschaft erhalten bleiben. In der Philosophie wird gelehrt, dass eine Gabe ohne die Erwartung einer Gegengabe überhaupt nicht denkbar sei. Selbst wenn der Eindruck erweckt werden soll das Schenken sei eine rein altruistische Handlung lässt sich vermutlich immer eine Erwartungshaltung des Schenkenden nachweisen, die sich nach Erfüllung sehnt.  Im täglichen Umgang mit unseren Mitmenschen stellen wir beim Schenken natürlich solche Überlegungen nicht an. Wir glauben fest an die Uneigennützigkeit des Vorganges. Unter Weinfreunden sind Weingeschenke an der Tagesordnung. Wenn man sich gegenseitig besucht bringt man Wein mit. Damit dieser nicht in der nächsten Bratensoße landet versucht man sich am Geschmack des Beschenkten zu orientieren. Dazu muss man diesen natürlich kennen und trotzdem kann man erheblichen Schiffbruch erleiden. Warum das so ist erklärt eine Studie aus der Soziologie.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Wein schenken

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Verbraucherfreundliche Angabe des Alkoholgehaltes

Wieviel Alkohol ist in diesem Glas Wein?

Dem erfahrenen Weintrinker ist die Kennzeichnung des Alkoholgehaltes auf dem Etikett ziemlich egal, denn er weiß meistens sehr genau wann es für ihn persönlich genug ist – insbesondere wenn er noch Autofahren will. Leider geht es anderen, meist jüngeren und unerfahreneren Weinfreunden ganz anders. Sie lesen immer wieder, dass für Männer der tägliche Konsum von nur 24 Gramm und für Frauen von nur 12 Gramm Alkohol gesundheitlich risikoarm seien. Alles darüber hinaus sei schädlich für den Körper. Diese Zahlen basieren angeblich auf wissenschaftlichen Erkenntnissen sagt die deutsche „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“. In Italien wird für Männer eine Spanne von täglich 24 bis 36 Gramm Reinalkohol von den entsprechenden Behörden empfohlen und in Spanien liegen die  Zahlen sogar noch höher, nämlich bei 30 bis 70 Gramm pro Tag. Sind die Lebern spanischer Weinfreunde besser trainiert, oder ist die Wissenschaft auf der Iberischen Halbinsel eine andere? Die unterschiedlichen nationalen Empfehlungen reflektieren die enorme biologische Variationsbreite bei der Alkoholtoleranz, die nicht nur zwischen den Gesellschaften sondern auch in jeder einzelnen Gesellschaft existiert.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Verbraucherfreundliche Angabe des Alkoholgehaltes

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Dry Martini – eine kleine Hommage an den Vermouth

Zwei Marken für den Dry Martini

Zwei Marken für den Dry Martini

Im Schatten des weltweiten Gin-Booms taucht auch ein Cocktail-Klassiker wieder aus der Versenkung auf: der Dry Martini mit 5 Teilen Gin, einem Teil Wermut und einer Olive und das Ganze über reichlich Eis serviert. Als ich in den Jugendjahren meiner wissenschaftlichen Tätigkeit in den USA weilte und abends zu meinen Arbeitskollegen eingeladen wurde, begann das Abendendessen meist mit einem Dry Martini, wobei der Gastgeber darauf bedacht war, den Vermouth-Anteil so gering wie möglich zu halten. Das führte unweigerlich dazu, dass das Essen immer schmeckte, unabhängig von seiner Zusammensetzung!  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Dry Martini – eine kleine Hommage an den Vermouth

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Tausend Jahre Apokalypse – eine Betrachtung

Bilder aus der Handschrift des Beatus von Liebana

Bilder aus der Handschrift des Beatus von Liebana

Auf einer meiner Reisen durch die Regionen Spaniens traf ich in Kantabrien auf den Namen des Beatus von Liebana. Sein Wirken liegt so lange zurück (8. Jahrhundert), dass die heutigen Lexika ihn schon nicht mehr erwähnen. In seinem großartigen Reisebuch „Umweg nach Santiago” ist  Cees Nooteboom ihm auch begegnet. Im Schatten der schroffen Felsen um die Picos de Europa liegt der Ort Liebana. Dort war Beatus Abt des Klosters Santo Toribio und hatte einen Kommentar zur Offenbarung des Johannes, der s.g. „Apokalypse”, geschrieben. Noch im gleichen Jahrhundert haben fromme Mönche dieses Werk illustriert und es damit zu einem Kunstwerk von unschätzbarem Wert gemacht. Kein Wunder, dass es sich heute in verschlossenen Schränken der Klosterbibliothek befindet.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Tausend Jahre Apokalypse – eine Betrachtung