 Die Winzerfamilie Pablo in Almonacid de la Sierra kümmert sich vorbildlich um die Garnacha-Variante „Vidadillo“
Auf einer Messe im spanischen Ciudad Real habe ich vor vier Jahren am Stand der Bodegas Pablo aus Cariñena einen reinsortigen Vidadillo-Wein namens Pulchrum getrunken. Damals hat er mich begeistert und deshalb haben wir eine kleine Menge davon nach Deutschland geholt. Vielleicht ist es mir nicht geglückt die Attraktivität dieses Weines mit den richtigen Worten darzustellen, denn es interessierte sich buchstäblich niemand für die paar Flaschen, die da im Keller lagen. So kam es, dass der Wein über einige Jahre in der Flasche reifen konnte, bevor ich ihn wieder entdeckte und erneut verkostete. Was mich da im Glas erwartete …. bitte lesen Sie hier weiter: Eine kleine Hommage an den Vidadillo
Der VDI (Verein Deutscher Ingenieure) ist eine der größten wissenschaftlichen Gruppen in Deutschland. Sein Wort hat Gewicht und deshalb sei seine Definition eines Roboters an den Anfang dieses Beitrages gesetzt: „Industrieroboter sind universell einsetzbare Bewegungsautomaten mit mehreren Achsen, deren Bewegungen hinsichtlich Bewegungsfolge und Wegen bzw. Winkeln frei (d. h. ohne mechanischen bzw. menschlichen Eingriff) programmierbar und gegebenenfalls sensorgeführt sind. Sie sind mit Greifern, Werkzeugen oder anderen Fertigungsmitteln ausrüstbar und können Handhabungs- und/oder Fertigungsaufgaben ausführen.“ Das klingt zwar etwas sehr technisch, beschreibt aber die Funktion von Robotern ziemlich umfassend: Bewegungsautomaten, die menschliche Arbeiten ausführen können.
Schon vor einiger Zeit hat Mario Scheuermann in seinem Blog Drinktank vom 5.11.2012 über den Weinbergshelfer „Vigne Intelligence Naturelle“ des Franzosen Christophe Maillot berichtet, …. bitte lesen Sie hier weiter: Ersetzen Roboter in der Zukunft den Winzer?
Nach einer vom Frankfurter Collegium Vini e.V. durchgeführten Probe deutscher Rotweine habe ich anlässlich der Präsentation von zwei Spätburgundern von der Ahr einen Kommentar auf der web site des Vereins verfasst. Da sein Inhalt möglicherweise auch für die Leser des La Vineria-blogs von Interesse ist, werde ich ihn hier nochmals veröffentlichen. Um mich nicht dem Vorwurf auszusetzen mich selbst zu plagiieren, habe ich das Original-Zitat in Anführungsstriche gesetzt.
Beide Weine zeigten ein „schönes Kirschbukett und zarte Frucht am Gaumen, ihre Farbe war relativ blass und auch von Gerbsäure spürte man eher wenig. Da habe ich mir die Frage erlaubt, ob man derartige Kreszenzen mit gutem Gewissen „Rotwein“ nennen dürfe. Ein Sturm der Entrüstung gab mir eine eindeutige Antwort: wer diese wunderbar filigranen und zarten Tropfen nicht zu schätzen weiß, ist ein totaler Ignorant in Sachen Wein. Ich meine, dass sich deutsche Winzer und Weinfreunde nicht zu schämen brauchen, wenn ihre Rotweine aus klimatischen Gründen nicht die Farbe und Aromenintensität ihrer südlichen Nachbarn in die Flasche bringen, sie haben andere Vorzüge. Auch in Bordeaux …. bitte lesen Sie hier weiter: Sind spanische Rosados tatsächlich Klarett-Weine?
Die Weinkultur hat schon einmal durch einen Eingriff in die Biologie der Reben den Weintrinker vor dem Verdursten gerettet: die Einführung reblausresistenter Unterlagen und die Pfropfung europäischer Sorten darauf hat die sich anbahnende Katastrophe verhindert: die Reblaus konnte in Schach gehalten werden. Aber andere Pilzkrankheiten, wie z.B. der echte und der falsche Mehltau können in manchen Jahren die Ernten ganz erheblich reduzieren. Die Anwendung von Fungiziden ist dann unerlässlich und das wiederum ruft die Verfechter des ökologischen Rebbaus auf den Plan. Wen wundert´s, dass schon frühzeitig begonnen wurde nach pilzwiderstandsfähigen Sorten (PIWIS) Ausschau zu halten. …. bitte lesen Sie hier weiter: PIWIS – ein „Kick“ für Ökowinzer
Kaum ein Ort ist so oft mit dem Wein in Verbindung gebracht worden wie das Paradies. Weinläden, Bars, Kneipen, ja ganze Regionen tragen in ihrem Namen den Begriff „Weinparadies“. Keiner hat das Paradies so friedlich und anheimelnd dargestellt wie der anonyme oberrheinische Meister aus dem 15. Jahrhundert in seinem kleinen Bild „Das Paradiesgärtlein“ – zu besichtigen im Frankfurter Städel. „Paradiesgärten“ haben es mir ganz besonders angetan, denn ich bin hienieden auf der Erde ein großer Verehrer von Gärten. In ihnen spiegelt sich …. bitte lesen Sie hier weiter: Der Wein im Paradies
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Vortrefflicher Witz
An dieser Stelle stand bis vor Kurzem noch die Philosophie unseres Weinhandels „La Vineria“. Dieses Unternehmen ist mittlerweile Geschichte: Zum 31. März 2026 haben meine Frau, Isabel del Olmo, und ich unsere Geschäftsaktivitäten aufgegeben. Für uns beide waren die Jahrzehnte, in denen wir mit unseren Kunden ein Teil der spannenden und genussvollen Weinszene Spaniens waren, Herausforderung und Befriedigung zugleich. In meinem „önosophischen Blog“ hatte ich mich bereits vielfältigen kulturellen Themen gewidmet und dies, obwohl der aus dem Griechischen abgeleitete Begriff „Önosophie“ eigentlich nur die „Weisheit vom Wein“ bedeutet. Wie der Wein selbst können auch die Gedanken eines Hedonisten gelegentlich in ein breiteres zivilisatorisches Umfeld geraten und Bereiche wie die Musik, die Philosophie, die bildende Kunst, die Literatur und auch die Gesellschaftspolitik umfassen. Dieses Spektrum unterschiedlicher Thematiken möchte ich auch weiterhin in meinen Beiträgen bearbeiten. Trotz aller gesundheitspolitisch motivierter Kritik kommt mir der Wein dabei gelegentlich schöpferisch zu Hilfe. Wein in Maßen trinken und genießen ist etwas Emotionales, und im Wein kann der Künstler Inspiration finden. Keiner hat dies schöner und treffender ausgedrückt als Shakespeare in seinem "König Heinrich der Vierte" (2. Teil, 4. Aufzug, 3. Szene), wo er den lebensfrohen Falstaff in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tieck ausrufen lässt:
(Der Wein) „steigt Euch in das Gehirn, zerteilt da alle albernen und rohen Dünste, die es umgeben, macht es sinnig, schnell und erfinderisch, voll von behenden, feurigen und ergötzlichen Bildern; wenn diese dann der Stimme, der Zunge, überliefert werden, was ihre Geburt ist, so wird vortrefflicher Witz daraus".
Vortrefflicher Witz können selbstverständlich auch die schönen Farben und Formen des Malers oder Bildhauers bzw. die spannenden Klänge des Musikers sein.
Texte um reine Fakten können heute problemlos von Künstlicher Intelligenz (KI) zusammengestellt werden. Um Sachverhalte aber wirklich verstehen zu können, bedarf es einer persönlichen Sicht und einer Interpretation. Die will ich mit meinen Beiträgen liefern, allerdings ohne besondere Ansprüche an Originalität, dafür aber immer mit der strikten Forderung nach Glaubwürdigkeit!
Ich hoffe, dass Sie Freude an meinem Blog haben und freue mich auf „Feedback“!.
Peter Hilgard
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