Wieso vertragen wir überhaupt Alkohol?

Es hat sich längst herumgesprochen, dass Enzyme für den Abbau von Alkohol im Körper und damit für die Alkoholverträglichkeit verantwortlich sind. Genau genommen handelt es ich um die Alkoholdehydrogenase (ADH) und um die Aldehyd-Dehydrogenase 2 (ALDH). Beide Enzyme sind von überragender Wichtigkeit wenn es darum geht Alkohol, bzw. dessen toxisches Stoffwechselprodukt Acetaldehyd aus dem Blut zu eliminieren. Die Produktion dieser beiden lebenswichtigen Enzyme wird genetisch kontrolliert und geregelt. Es gibt bestimmte Völker, vorwiegend in Asien (z.B. Koreaner, Japaner und Vietnamesen), bei denen deutlich geringere Mengen der ADH und ALDH im Blut messbar sind, ebenso wie übrigens auch weltweit bei Frauen. Beide, Asiaten und Frauen,  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Wieso vertragen wir überhaupt Alkohol?

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An die Melancholie – ein Gedicht von Herman Hesse

In meinem vorangegangenen blog-Beitrag habe ich auf den Zusammenhang von Wein und Melancholie hingewiesen. Nach seiner Veröffentlichung bin ich auf ein Gedicht Herman Hesses (1877 – 1962) gestoßen in dem diese Verbindung auch gemacht wird und welches mir sehr gut gefallen hat. Darin spricht der Dichter die „Melancholie“, die er personifiziert hat, direkt an: vor ihren dunklen Augen fürchtet er sich und versucht sein Grauen im Weinkonsum zu ertränken. Bei der Liebe und in der Musik konnte er die Melancholie kurzfristig vergessen. Aber sie blieb ihm auf den Fersen und am Ende, in der letzten Strophe, gibt er klein bei: der Dichter akzeptiert die Melancholie als einen Teil von sich selbst („…all mein Irren war ein Weg zu dir“). Melancholie ist niemals eine Krankheit, auch keine Vorstufe davon. Melancholie gehört zu den vielen Varianten der seelischen Zustände eines jeden gesunden Menschen.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: An die Melancholie – ein Gedicht von Herman Hesse

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Sind Weintrinker immer Melancholiker?

Inbegriff melancholischer Stimmungslage: Mondnacht im Walde

Der Inbegriff melancholischer Stimmungslage: Vollmondnacht im Walde

In der heutigen Erlebnisgesellschaft muss man ständig in Bewegung sein und etwas unternehmen um bloß nichts zu verpassen. Da ist das Wort Melancholie völlig obsolet. „Uncool!“ bescheinigen einem die jungen Leute, wenn man das Thema auch nur streift. Trotzdem gibt es sie, ja muss es sie geben: die Melancholie gehört zur Essenz des Lebens, sie ist eine Grundstimmung des Menschen genau wie Freude oder Trauer. In der Romantik nannte man es den „Weltschmerz“, der jedes Individuum von Zeit zu Zeit erfassen konnte und den keiner schöner und einfühlsamer auf die Leinwand pinselte als Caspar David Friedrich. Seinen Ursprung hat der Begriff „Melancholie“ im griechischen melas (=schwarz) und cholé (= Galle), also der schwarzen Galle aus der antiken, von Hippokrates aufgestellten, „Viersäftelehre“. Der berühmte griechische Arzt Galenos von Pergamon (Galen) hat ein paar Jahrhunderte später eine Vermehrung der schwarzen (verbrannten) Galle im Blut als Ursache der Melancholie gedeutet und die vier Temperamente in das medizinische Denken eingeführt (Sanguiniker, Phlegmatiker, Choleriker und Melancholiker) Das Element des Melancholikers war die Erde und seine Sternbilder der Skorpion, der Stier und die Waage.

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Bahnt sich eine Katastrophe in den Weinbergen an?

Die Kirschessigfliege ist weit mehr als ein dämonischer Halloween-Scherz

Die Kirschessigfliege ist weit mehr als ein dämonischer Halloween-Scherz

Ein Gespenst in Form eines fliegenden Insektes geht in den Weinbergen Europas um, sein lateinischer Name ist Drosophila suzukii (deutsch: Kirschessigfliege). Manche Winzer setzen die potentielle Gefahr, die von dieser Mücke ausgeht, dem Unheil der Reblaus (Phylloxera) gleich, andere wiederum sehen es deutlich entspannter. Diese sehr unterschiedlichen Beurteilungen beruhen einerseits auf der erheblichen geographischen Variation der lokalen Verbreitung, d.h. was die Winzer davon mitbekommen und andrerseits auf der noch immer sehr geringen Kenntnis der Biologie des Tieres. Es kommt aus Südost-Asien und wurde in europäischen Breitengraden erstmals 2009 in Italien und zwei Jahre später in Deutschland gesichtet und beschrieben, wo es erhebliche Schäden in Kirschbaum-Plantagen anrichtete. Der Schaden, der von dem weiblichen Insekt ausgeht beruht auf einem Organ namens „Ovipositor“, dessen Aufgabe die Zerstörung der Frucht- bzw. Traubenschale und die Ablage der Eier im Fruchtfleisch ist. Während der folgenden Entwicklung  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Bahnt sich eine Katastrophe in den Weinbergen an?

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Gedanken zum Zeitbegriff (III)

Die Zeit und ihr subjektives Erleben („Egozeit“) ist sehr eng mit der Freiheit verknüpft. Ohne das eine kann das andere nicht gedeihen. Wenn Gerichte in unserer Gesellschaft jemanden bestrafen möchten, nehmen sie der betreffenden Person die Freiheit. Der Betroffene wird im Gefängnis weggesperrt, ihm wird seine Freiheit genommen. Dies geschieht offensichtlich in dem Bewusstsein, dass der Verlust von Freiheit eine der ärgsten Strafen für den Menschen ist. Verbunden damit ist auch der Gedanke, dass die Zeit im Knast verlorene Zeit ist, über die der Bestrafte nicht mehr frei verfügen kann. Er verliert die Zeit, weil er nicht mehr Herr über sie ist und sie nicht mehr nach seinen Vorstellungen gestalten kann. Vielleicht lohnt es sich diesen Gedanken zu Zeit und Freiheit etwas nachzugehen um zu einem besseren Verständnis der Zeit und ihrer vielschichtigen Wirklichkeit zu kommen.

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