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Ein Genuss der besonderen Art: Federrosé

Der fertige Vorgänger des diesjährigen „Federrosé“

Kurz vor der diesjährigen Weinlese Mitte September hatten wir entschieden in der Bodega Los Barrancos wieder einen Roséwein zu keltern. Daher haben wir die ersten, vollreifen, entrapptenTempranillo-Trauben in der pneumatischen Presse bei sehr niedrigem Druck kurz angepresst und anschliessend knappe drei Stunden mit den Schalen in der Presse in Kontakt gelassen. Dann wurde der trübe Most in einen Edelstahltank gefüllt und auf 16 °C heruntergekühlt. Jetzt begann die Wartezeit: nach etwa drei Tagen hörte man ein ganz leises Knistern bzw. Blubbern im Tank, als Zeichen, dass die Gärung begonnen hatte. Die allererste Probe des neuen Weins fand eine Woche nach Beginn der Aktion statt. Der kühle Trunk war eher penetrant süß als wirklich genussvoll. Etwa eine weitere Woche später sah es schon ganz anders aus: aus der süßen Plörre war richtiger, perlender, trüber Wein (ca. 8 – 10 Vol.-% Alkohol) geworden, eine überwältigende Frucht von roten Beeren und Apfelnoten, zarte Hintergrundsüße und würzige Hefetöne gaben dem Getränk im Glas einen unwiderstehlichen, jugendlichen Charme. Ein Wein im status nascendi, voll Lebendigkeit und Frische! Am liebsten hätte ich ihn sofort als „Naturwein“ (auch häufiger „Orange Wine“  genannt) in Flaschen gefüllt, aber das hätten weder der Wein noch die Flaschen überlebt. Nach dem bekannten Motto des römischen Dichters Horaz „Carpe diem“ habe ich mir statt dessen ein zweites Glas aus dem Tank geholt in dem vollen Bewusstsein, dass ich diesen Wein genauso wie er jetzt war nie wieder trinken werden könne. Was für ein schönes Erlebnis an diesen Tag, in dieser Stunde!  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Ein Genuss der besonderen Art: Federrosé

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Wirkt Rotwein wie Viagra?

In der online-Ausgabe (MailOnline) der britischen Zeitung Daily Mail vom 23.Februar 2016  stach mir der reißerische Titel „Rotwein und Früchte sind das neue Viagra“ sofort ins Auge. Der Bericht fußte auf Untersuchungen der Arbeitsgruppe um Frau Prof. Aedin Cassidy von der University of East Anglia im englischen Norwich. Die Ernährungswissenschaftlerin und ihre Mitarbeiter beschäftigen sich schon lange mit den biologischen Wirkungen der pflanzlichen Farbstoffe. Jetzt haben sie die Wirkung dieser auf die sog. erektile Dysfunktion (ED) untersucht. ED nennen Mediziner eine Sexualstörung, die im Volksmund einfach mit Impotenz übersetzt wird. Die Wissenschaftler haben bei einer Bevölkerungskohorte von ca. 50.000 erwachsenen Männern herausgefunden, dass Nahrungsmittel reich an sog. Flavonoiden (z.B. die Anthocyane) die Zahl der impotenten Männer in dieser Gruppe um 14 % niedriger war. Aus statistischer Sicht war dies, bei der Zahl der untersuchten Personen, hochsignifikant.

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Was ist eigentlich „mineralisch“ im Wein?

Manchmal habe ich das Gefühl als diene das Adjektiv „mineralisch“ lediglich zur Beschreibung eines komplexen Weinbuketts. Natürlich habe ich persönlich genaue Vorstellungen was mineralisch bedeuten könnte, aber des Öfteren scheinen andere Weinfreunde etwas völlig anderes unter diesem Begriff zu verstehen. Feuerstein, Kieselsteine, Erde, Kreide und vielleicht auch noch Salz, Jod und Tinte sind für mich Gerüche und Geschmäcker, die im Wein vorkommen und bei deren Wahrnehmung ich an etwas Mineralisches denke. Andere Verkoster sind deutlich großzügiger und subsumieren praktisch alles was nicht Frucht, Holz oder Tannin ist unter Mineralik. Dadurch wird aus einem eigentlich klaren Begriff etwas sehr Schwammiges und Unbestimmtes. Muss Wein nicht sogar mineralische Komponenten haben und ist daher die Beschreibung „mineralisch“ nicht immer irgendwie korrekt und letztlich auch unanfechtbar?

Eigentlich sollten wir Deutschen uns mit mineralhaltigen Getränken gut auskennen, denn in unserem Land wird sehr viel „Mineral“-Wasser konsumiert,  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Was ist eigentlich „mineralisch“ im Wein?

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Bahnt sich eine Katastrophe in den Weinbergen an?

Die Kirschessigfliege ist weit mehr als ein dämonischer Halloween-Scherz

Die Kirschessigfliege ist weit mehr als ein dämonischer Halloween-Scherz

Ein Gespenst in Form eines fliegenden Insektes geht in den Weinbergen Europas um, sein lateinischer Name ist Drosophila suzukii (deutsch: Kirschessigfliege). Manche Winzer setzen die potentielle Gefahr, die von dieser Mücke ausgeht, dem Unheil der Reblaus (Phylloxera) gleich, andere wiederum sehen es deutlich entspannter. Diese sehr unterschiedlichen Beurteilungen beruhen einerseits auf der erheblichen geographischen Variation der lokalen Verbreitung, d.h. was die Winzer davon mitbekommen und andrerseits auf der noch immer sehr geringen Kenntnis der Biologie des Tieres. Es kommt aus Südost-Asien und wurde in europäischen Breitengraden erstmals 2009 in Italien und zwei Jahre später in Deutschland gesichtet und beschrieben, wo es erhebliche Schäden in Kirschbaum-Plantagen anrichtete. Der Schaden, der von dem weiblichen Insekt ausgeht beruht auf einem Organ namens „Ovipositor“, dessen Aufgabe die Zerstörung der Frucht- bzw. Traubenschale und die Ablage der Eier im Fruchtfleisch ist. Während der folgenden Entwicklung  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Bahnt sich eine Katastrophe in den Weinbergen an?

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Ganz schön nervig: die ständige Meckerei über den Alkohol

Ist 14 Vol.-% schon zu viel Alkohol?

Ein leidiges Thema: sind 14 Vol.-% schon zu viel Alkohol?

Das Motzen über zu viel Alkohol im Wein kann einem ganz schön auf die Nerven gehen! Was für einen Unterschied macht es denn, bitte schön, ob ich ein 0,2 l-Glas eines Weins mit 13,5 Vol.-% Alkohol oder eines Weins mit 15,0 Vol.-% trinke? Wenn ich einen Fingerhut (2 ml) aus dem 15 %igen Wein entferne trinke ich die gleiche Menge Alkohol wie in einem ganzen Glas eines 13,5 %igen. Schadet dieser Fingerhut voll Wein meiner Gesundheit? Macht er mich gar mehr betrunken? Bei der konsumierten Gesamtmenge von 200 ml wohl kaum!    ….  bitte lesen Sie hier weiter: Ganz schön nervig: die ständige Meckerei über den Alkohol