Irrwege des Sherry-Marketing

Ist es nicht mehr als befremdlich, dass auf dem Berliner „Bar Convent“ im Oktober 2014 die spanische Außenhandelsorganisation zusammen mit dem Sherry-Kontrollrat in Jerez de la Frontera eine Veranstaltung unterstützt hat, die den Sherry als Partner für Mixgetränke propagiert? Als hätte dieser grandiose Wein nicht schon genug Imageprobleme! Die Verkaufszahlen des Sherry sind in den letzten Jahrzehnten ständig rückläufig gewesen und seine Wahrnehmung ist in einen Bereich gerückt, der mit dem „uncool“ der Jugendsprache noch schmeichelhaft umschrieben ist. Altbacken etikettierte Supermarktqualitäten mit hohem Alkoholgehalt haben das einst strahlende Bild des Sherry beim Konsumenten verblassen und unscharf werden lassen.

Zugegeben, in den Zeiten des Sherry-Booms im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert trank man  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Irrwege des Sherry-Marketing

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Zerbricht die Einheit der „D.O.Ca.Rioja”?

Im Zentrum der Kritik: die Kontrollbehörde der D.O.Ca. Rioja in Logroño

Im Zentrum der Kritik: die Kontrollbehörde der D.O.Ca. Rioja in Logroño und deren Regularien

Jahrzehnte hat sie sich selbst als spanische Musterregion gefeiert, und heute wird immer mehr Kritik innerhalb der Mitglieder der garantierten Herkunftsbezeichnung laut. Der Präsident von einer der prestigeträchtigsten Kellereien der Region, Bodegas y Viñedos Artadi in Laguardia, Herr Juan Carlos López de Lacalle, hat kürzlich den Austritt seines Unternehmens aus den Kontrollrat (Consejo Regulador) der D.O. Ca. Rioja erklärt. In seiner Begründung für diesen Schritt führte er an, dass es nicht mehr angehe nur über ein einziges Gütesiegel zu verfügen, welches sowohl an junge Billigweine als auch an sehr teure Lagenweine vergeben wird. Sein Argument basiert auf der Tatsache, dass die riesige Fläche der D.O.Ca. von über 60.000 Hektar eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Terroirs hervorbringt, die sich auf dem Etikett nicht differenzieren lassen.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Zerbricht die Einheit der „D.O.Ca.Rioja”?

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Das Echaurren: eine Sterne-Küche in der Rioja

Das Echaurren in Ezcaray: endlich eine Küche, die zu den Weinen passt!

Das Echaurren in Ezcaray: endlich eine Küche, die zu den Weinen passt!

Seit dem Beginn meiner Liebe zur Rioja und ihrer Weine, war eines der größten Probleme vor Ort zu den großartigen und meist sehr filigranen Tropfen das entsprechende Essen zu finden. Die lokale Küche der Rioja ist aus der sehr schmackhaften, kastilischen „Hausmannskost“ entstanden und entsprechend gut, aber oft schwer bekömmlich – und erschlägt den Wein!. Eine absolute Meisterin dieser Gastronomie war schon damals Marisa Sanchez im Echaurren, einer ehemaligen Poststation in der Ortschaft Ezcaray und, immer wenn ich in der Gegend war habe ich versucht Marisas Kochkunst mit meinen Lieblingsweinen aus der Region in Einklang zu bringen.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Das Echaurren: eine Sterne-Küche in der Rioja

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„regular“ – ein merkwürdiges spanisches Wort

Spanisch ist eine außerordentlich ausdrucksstarke Sprache in der sich das Lebensgefühl einer ganzen Kultur in einem einzigen Begriff  widerspiegeln kann. Ich bin z. B. immer wieder fasziniert von dem Wort „regular“ („regularillo“ in der typisch andalusischen Verkleinerungsform), was bei wörtlicher Übersetzung eigentlich so viel wie „regelrecht“, „ordnungsgemäß“ oder „geordnet“ bedeutet, also eigentlich positive Eigenschaften beschreibt. In bestimmten Zusammenhängen kann es aber   „mäßig“, „nicht besonders“ oder „soso“ ausdrücken und nimmt dann eine eindeutig negative Bedeutung an. Wenn ich auf die Frage nach meinem Befinden  ….  bitte lesen Sie hier weiter: „regular“ – ein merkwürdiges spanisches Wort

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„Es gibt so wunderweiße Nächte…“

Verschneite Mandelbäume in den Alpujarras (Granada)

Verschneite Mandelbäume in den Alpujarras (Granada)

Kurz vor Sylvester haben wir seit langer Zeit einmal wieder Schnee in Frankfurt erlebt. Ein Blick hinaus auf die einsame, nächtliche Straße ließ in mir Erinnerungen an eine jener seltenen Winternächte in den Alpujarra-Bergen, im tiefen Süden Spaniens, aufsteigen. Damals hatte es am vorausgegangenen Tag geschneit und als am Abend dann die Sonne im Westen hinter den Bergen untergegangen war erschien der Vollmond auf der gegenüberliegenden Seite des Tales. Im weiteren Verlauf der Nacht erfüllte sich das Land mit einem silbrig glänzenden, vom Schnee kalt und grell reflektierten Licht und ließ die mir so bekannte Landschaft gespenstisch unwirklich erscheinen. So hatte ich sie noch nie gesehen, die sanften Hügel waren aus poliertem Platin und die vertrauten Perspektiven hatten sich völlig verschoben. Was war das für eine wundervolle Winternacht!

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