Ist es nicht mehr als befremdlich, dass auf dem Berliner „Bar Convent“ im Oktober 2014 die spanische Außenhandelsorganisation zusammen mit dem Sherry-Kontrollrat in Jerez de la Frontera eine Veranstaltung unterstützt hat, die den Sherry als Partner für Mixgetränke propagiert? Als hätte dieser grandiose Wein nicht schon genug Imageprobleme! Die Verkaufszahlen des Sherry sind in den
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Verschneite Mandelbäume in den Alpujarras (Granada)
Kurz vor Sylvester haben wir seit langer Zeit einmal wieder Schnee in Frankfurt erlebt. Ein Blick hinaus auf die einsame, nächtliche Straße ließ in mir Erinnerungen an eine jener seltenen Winternächte in den Alpujarra-Bergen, im tiefen Süden Spaniens, aufsteigen. Damals hatte es am vorausgegangenen Tag geschneit und
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Im Keller vergessen: 1971er Kinheimer Hubertuslay von der Mosel
Gut gereifte Weine begeistern mich, aber es muss ja nicht immer Spanien sein! Seit der Auflösung des Weinkellers meines Vaters vor etwa 30 Jahren ruhen bei mir gut temperiert zwischen älteren Gran Reservas aus der Rioja auch ein paar verstaubte Flaschen eines Moselweins des
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Die Winzerfamilie Pablo in Almonacid de la Sierra kümmert sich vorbildlich um die Garnacha-Variante „Vidadillo“
Auf einer Messe im spanischen Ciudad Real habe ich vor vier Jahren am Stand der Bodegas Pablo aus Cariñena einen reinsortigen Vidadillo-Wein namens Pulchrum getrunken. Damals hat er mich begeistert und deshalb haben wir eine kleine Menge davon
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Unter dem Titel “Oft sind die Hefen besser als der Wein” habe ich vor etwas mehr als einem Jahr an dieser Stelle über die Bedeutung der Hefen für die sinnliche Wahrnehmung von Duft und Geschmack referiert. Dabei bin ich auf eine Vinifikationstechnik überhaupt nicht eingegangen: die Reifung des Weins auf seinen Gärhefen („sur lie“). Historisch
Bitte lesen Sie hier weiter: Rotweine „sur lie“ ausgebaut
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Vortrefflicher Witz
An dieser Stelle stand bis vor Kurzem noch die Philosophie unseres Weinhandels „La Vineria“. Dieses Unternehmen ist mittlerweile Geschichte: Zum 31. März 2026 haben meine Frau, Isabel del Olmo, und ich unsere Geschäftsaktivitäten aufgegeben. Für uns beide waren die Jahrzehnte, in denen wir mit unseren Kunden ein Teil der spannenden und genussvollen Weinszene Spaniens waren, Herausforderung und Befriedigung zugleich. In meinem „önosophischen Blog“ hatte ich mich bereits vielfältigen kulturellen Themen gewidmet und dies, obwohl der aus dem Griechischen abgeleitete Begriff „Önosophie“ eigentlich nur die „Weisheit vom Wein“ bedeutet. Wie der Wein selbst können auch die Gedanken eines Hedonisten gelegentlich in ein breiteres zivilisatorisches Umfeld geraten und Bereiche wie die Musik, die Philosophie, die bildende Kunst, die Literatur und auch die Gesellschaftspolitik umfassen. Dieses Spektrum unterschiedlicher Thematiken möchte ich auch weiterhin in meinen Beiträgen bearbeiten. Trotz aller gesundheitspolitisch motivierter Kritik kommt mir der Wein dabei gelegentlich schöpferisch zu Hilfe. Wein in Maßen trinken und genießen ist etwas Emotionales, und im Wein kann der Künstler Inspiration finden. Keiner hat dies schöner und treffender ausgedrückt als Shakespeare in seinem "König Heinrich der Vierte" (2. Teil, 4. Aufzug, 3. Szene), wo er den lebensfrohen Falstaff in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tieck ausrufen lässt:
(Der Wein) „steigt Euch in das Gehirn, zerteilt da alle albernen und rohen Dünste, die es umgeben, macht es sinnig, schnell und erfinderisch, voll von behenden, feurigen und ergötzlichen Bildern; wenn diese dann der Stimme, der Zunge, überliefert werden, was ihre Geburt ist, so wird vortrefflicher Witz daraus".
Vortrefflicher Witz können selbstverständlich auch die schönen Farben und Formen des Malers oder Bildhauers bzw. die spannenden Klänge des Musikers sein.
Texte um reine Fakten können heute problemlos von Künstlicher Intelligenz (KI) zusammengestellt werden. Um Sachverhalte aber wirklich verstehen zu können, bedarf es einer persönlichen Sicht und einer Interpretation. Die will ich mit meinen Beiträgen liefern, allerdings ohne besondere Ansprüche an Originalität, dafür aber immer mit der strikten Forderung nach Glaubwürdigkeit!
Ich hoffe, dass Sie Freude an meinem Blog haben und freue mich auf „Feedback“!.
Peter Hilgard
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