Leonardo da Vinci: Der truvianische Mensch
In den letzten Jahren gab es die Neigung im Getränke-Journalismus die gesundheitsfördernden Eigenschaften des Weins übertrieben positiv darzustellen. Ich selbst bin dieser Sichtweise mehr als einmal erlegen gewesen, wie sich jedermann in diesem blog überzeugen kann. Auch die Liebe zum Wein macht vielleicht blind und verstärkt die
Bitte lesen Sie hier weiter: Kein Wein in der Schwangerschaft!
Für Sterne-Küche war ich immer zu haben: kein Umweg war zu groß oder keine Route zu kompliziert um zu einem der gelobten Restaurants in Europa zu gelangen, wo es sich gut essen ließ. Dieser blog ist voll von Beschreibungen derartiger Reisen (siehe z.B. Celler de Can Roca, Carme Ruscalleda, die großen aus San Sebastian, Stephan
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Bei der Betrachtung der Geschichte der Wikinger werde ich zwangsläufig an die islamischen Terrormilizen im vorderen Orient erinnert: wie diese heute zogen im frühen Mittelalter die Wikinger kreuz und quer durch die Lande, plünderten, raubten und brandschatzten die Dörfer und töteten die Einheimischen. Wer waren diese Menschen? Sie kamen aus dem Norden, dorther wo wir
Bitte lesen Sie hier weiter: Die Wikinger und der Wein
Ende Oktober 2015 wurde in Granada in der Nähe der Kathedrale das neue „Centro Garcia Lorca“ eröffnet. In der sehr ansprechenden, modernen Architektur wurde für diese Gelegenheit eine Ausstellung zusammengestellt, die verschiedene Dokumente und Kunstwerke zum Thema „Teoría Del Duende“ versammelt hat (läuft vom 30.10.2015 bis zum 10.02,2016). Was ist „Duende“? Im Lexikon findet
Bitte lesen Sie hier weiter: Der „Duende“ des Weins
Über die Kultivierung des Durstes habe ich an dieser Stelle schon einmal geschrieben. In dieser Thematik liegt unsere Liebe zum Wein verborgen. Aber der Wein stellt naturgemäß nur einen kleinen Anteil zur Befriedigung unseres Flüssigkeitsbedarfes dar. Welche Getränke nehmen wir sonst noch in größeren Mengen zu uns? Der bekannte Getränkejournalist Michael Breitenacher hat Daten zum
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Vortrefflicher Witz
An dieser Stelle stand bis vor Kurzem noch die Philosophie unseres Weinhandels „La Vineria“. Dieses Unternehmen ist mittlerweile Geschichte: Zum 31. März 2026 haben meine Frau, Isabel del Olmo, und ich unsere Geschäftsaktivitäten aufgegeben. Für uns beide waren die Jahrzehnte, in denen wir mit unseren Kunden ein Teil der spannenden und genussvollen Weinszene Spaniens waren, Herausforderung und Befriedigung zugleich. In meinem „önosophischen Blog“ hatte ich mich bereits vielfältigen kulturellen Themen gewidmet und dies, obwohl der aus dem Griechischen abgeleitete Begriff „Önosophie“ eigentlich nur die „Weisheit vom Wein“ bedeutet. Wie der Wein selbst können auch die Gedanken eines Hedonisten gelegentlich in ein breiteres zivilisatorisches Umfeld geraten und Bereiche wie die Musik, die Philosophie, die bildende Kunst, die Literatur und auch die Gesellschaftspolitik umfassen. Dieses Spektrum unterschiedlicher Thematiken möchte ich auch weiterhin in meinen Beiträgen bearbeiten. Trotz aller gesundheitspolitisch motivierter Kritik kommt mir der Wein dabei gelegentlich schöpferisch zu Hilfe. Wein in Maßen trinken und genießen ist etwas Emotionales, und im Wein kann der Künstler Inspiration finden. Keiner hat dies schöner und treffender ausgedrückt als Shakespeare in seinem "König Heinrich der Vierte" (2. Teil, 4. Aufzug, 3. Szene), wo er den lebensfrohen Falstaff in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tieck ausrufen lässt:
(Der Wein) „steigt Euch in das Gehirn, zerteilt da alle albernen und rohen Dünste, die es umgeben, macht es sinnig, schnell und erfinderisch, voll von behenden, feurigen und ergötzlichen Bildern; wenn diese dann der Stimme, der Zunge, überliefert werden, was ihre Geburt ist, so wird vortrefflicher Witz daraus".
Vortrefflicher Witz können selbstverständlich auch die schönen Farben und Formen des Malers oder Bildhauers bzw. die spannenden Klänge des Musikers sein.
Texte um reine Fakten können heute problemlos von Künstlicher Intelligenz (KI) zusammengestellt werden. Um Sachverhalte aber wirklich verstehen zu können, bedarf es einer persönlichen Sicht und einer Interpretation. Die will ich mit meinen Beiträgen liefern, allerdings ohne besondere Ansprüche an Originalität, dafür aber immer mit der strikten Forderung nach Glaubwürdigkeit!
Ich hoffe, dass Sie Freude an meinem Blog haben und freue mich auf „Feedback“!.
Peter Hilgard
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