Was hat es mit der Reblaus auf sich?

Vor mehr als 70 Jahren sang das Wiener Original Hans Moser „I muass im frühern Leben a Reblaus gwesen sein!“ Damit begründete er seine Liebe zum Wein und ihm folgten unzählige Epigonen, die ihre Weinläden oder -kneipen „Zur Reblaus“ o. ä. nannten. Das klingt zunächst ganz anheimelnd und lustig, wenn man aber etwas genauer nachdenkt, erkennt man den Hohn, denn dahinter verbirgt sich nichts anderes als eine beschönigende Bechreibung des Insektes welches im 19. Jahrhundert zu einer der größten biologischen Katastrophen der Geschichte wurde: der Phylloxera (Reblaus). Sie wurde vermutlich vor 1863 von den Vereinigten Staaten nach Südfrankreich eingeschleppt und hatte binnen kurzem fast den gesamten Weinbau des Landes vernichtet. Napoleon III. setzte noch vor Beginn des deutsch-französichen Krieges 1870 eine Kommission zur Erforschung und Bekämpfung der Phylloxera ein,  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Was hat es mit der Reblaus auf sich?

Empfehlen Sie uns weiter - würde uns freuen!

Regelmäßiger Weinkonsum beugt Depressionen vor

„Der Traum der Vernunft erzeugt Ungeheuer“, so nannte Goya eine seiner berühmtesten Radierungen in den sog. Caprichos. Es könnte auch der Albtraum eines Depressiven sein. Es wird geschätzt, dass gegenwärtig beinahe 6 Millionen Menschen in Deutschland unter Depressionen leiden. Da verwundert es nicht, dass mit konstanter Regelmäßigkeit über Prominente, vielfach auch Sportler, berichtet wird, die an einer Depression erkrankt sind. Anfang des Jahres wurde der fünfmalige australische Olympiasieger Ian Thorpe (31) mal wieder in den Medien erwähnt, denn er soll wegen Alkoholmissbrauch und Depressionen in ein Krankenhaus in Sidney eingeliefert worden sein. Tatsächlich scheint es generell so zu sein, dass ein auffälliges Trinkverhalten öfter mit Depressionen einhergeht. Bei näherer Betrachtung könnte die Kausalitätskette aber auch genauso von der anderen Seite her aufgezogen werden, denn Depressionen verleiten vermutlich zur überdosierten Selbsttherapie mit der Flasche.

 ….  bitte lesen Sie hier weiter: Regelmäßiger Weinkonsum beugt Depressionen vor

Empfehlen Sie uns weiter - würde uns freuen!

Gehört zum „Weltgenußerbe“: der Madeira-Wein

Blick auf den Hafen von Funchal, dem Zentrum des Weinhandels auf Madeira

Blick auf den Hafen von Funchal, dem Zentrum des Weinhandels auf Madeira

Vor ca. 3 Jahren habe ich an dieser Stelle ein Plädoyer für die Aufnahme bestimmter Aspekte der Weinkultur in das Weltkulturerbe der UNESCO veröffentlicht. Dazu gehören aus heutiger Sicht unbedingt auch die „Südweine“, jene mit reinem Alkohol verstärkten, süßen Kreszenzen aus dem europäischen Süden. Sherry (einschließlich der Weine aus Montilla-Moriles), Port, Málaga, Marsala und Samos waren, und sind teilweise noch immer magische Namen, die leider langsam in Vergessenheit geraten – hätten sie nicht längst Eingang in die Weltliteratur gefunden. Kürzlich, bei einem Besuch der schönen Blumeninsel im Atlantik ist noch ein weiterer, vom Aussterben bedrohter in mein Bewusstsein katapultiert worden: der grandiose Madeira-Wein.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Gehört zum „Weltgenußerbe“: der Madeira-Wein

Empfehlen Sie uns weiter - würde uns freuen!

Spaniens Wappen: lebendige Geschichte

Das offizielle spanische Staatswappen

Das offizielle spanische Staatswappen

Jeder Spanienbesucher sollte es kennen. An den Grenzübergängen von Frankreich und Portugal, in den Flughäfen des Landes, an den Zollbüros von Seehäfen, an vielen öffentlichen Gebäuden und in der Nationalflagge sieht man das spanische Staatswappen (Escudo de España) . Wenn man einen Touristen allerdings fragt was darauf abgebildet ist, bekommt man – wie bei der Frage nach dem Aussehen eines 10-Euro-Scheins – meist ein Achselzucken zur Antwort. Dabei ist die Darstellung im spanischen Staatswappen die symbolisierte Geschichte des Landes in einer Nussschale.

Das Wappen zeigt zwei gekrönte Säulen zwischen denen sich das eigentliche Wappenschild befindet. Es sind die Säulen des Herkules an der Meerenge von Gibraltar (der Monte Hacho in Ceuta auf afrikanischer und der Felsen von Gibraltar auf spanischer Seite).  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Spaniens Wappen: lebendige Geschichte

Empfehlen Sie uns weiter - würde uns freuen!

Der Aperitif: Abführmittel oder Appetitanreger?

Wilder Mittelmeer-Anis: ein Kraut für beliebte Aperitifs im Süden Europas

Wilder Fenchel (Foeniculum vulgare) ein Kraut für beliebte Aperitifs im Süden Europas (z.B. Pastis, Ouzo etc.)

Ein Blick ins Ethymologische Wörterbuch offenbart, dass der Begriff Aperitif, den wir alle für die Bezeichnung eines appetitanregenden, alkoholischen Getränks kennen, aus der Medizin kommt. Das Substantiv wurde aus dem lateinischen „aperire“ (= öffnen) gebildet. Ursprünglich bezog sich das Öffnen allerdings auf einen anderen Körperteil: es bedeutete so viel wie „abführen“, ein Aperitif war demnach ein Medikament aus der Gruppe der Laxantien (Abführmittel). Erst im 19. Jahrhundert veränderte sich die Bedeutung im heutigen Sinne und aus dem Darmöffner wurde der berühmte „Magenöffner“.

Die Literatur über das Zusammenspiel von Wein und Speisen hat in den letzten Jahren geradezu inflationäre Dimensionen angenommen. Es scheint, als müsse sich jeder Sommelier oder Sternekoch in schriftlicher Form mit seinem Beruf auseinandersetzen und mit entsprechenden Beiträgen das deutsche Publikum beglücken – und die Verlage wissen wohl, dass dahinter auch ein gutes Geschäft steht. Eher selten findet man   ….  bitte lesen Sie hier weiter: Der Aperitif: Abführmittel oder Appetitanreger?

Empfehlen Sie uns weiter - würde uns freuen!