 Symbol der Liebe als Naturereignis oder phototechnisch fabrizierter Himmelskitsch? (Pixabay)
Vielleicht erstaunt den Leser eines „önosophischen Blogs“ der Titel dieses Beitrags. Über die Liebe zu schreiben ist nun wirklich nicht originell und wenn ein Autor es trotzdem tut, sollte er schon einen besonderen Grund dafür haben. Urteilen Sie bitte selbst, ob dies hier zutrifft! Was ist denn überhaupt Liebe? In Lehrbüchern der Psychologie finden wir meist eine Definition, die so oder so ähnlich lautet: Liebe ist ein Gefühlszustand der starken Zuneigung. Wenn wir uns die körperlichen Reaktionen vor Augen führen die Liebe verursachen kann, wie erhöhten Herzschlag, feuchte Haut und Hände oder stärker durchblutete, rote Wangen, können wir beobachten, wie seelische Vorgänge eine somatische Reaktion auslösen. Am deutlichsten wird dies wenn sich die Liebe auf einen Partner oder eine Partnerin bezieht. Zwischenmenschliche Beziehungen sollen aber nicht mein Thema sein, denn ich möchte aufzeigen, dass wir auch leblose Gegenstände lieben, d.h. ihnen gegenüber einen Gefühlszustand der leidenschaftlichen Zuneigung erreichen können. …. bitte lesen Sie hier weiter: Es geht um die Liebe
 Sehnsuchtsort der Weinfreunde auch schon im 19. Jahrhundert: das Rheintal
Wenn Musikhistoriker vom „Krieg der Romantiker“ sprechen, meinen sie den Streit zwischen zwei Betrachtungsweisen der Musik in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die eine Richtung wollte die Harmonien der Klassik auflösen und der Musik ein erzählerisches Programm unterlegen während sich die anderen Musiker der Tradition verpflichtet fühlten und der „absoluten Musik“ huldigten. Die progressive „Neudeutsche Schule“, die ihre Heimat in Weimar hatte, wurde von Franz Liszt und Richard Wagner angeführt, während die Protagonisten des konservativen Kreises, vorwiegend in Leipzig ansässig und auf dem Einfluss von Felix Mendelsson-Bartholdy fußend, Clara Schumann, Johannes Brahms und der Star-Geiger Joseph Joachim waren. Interessanterweise war für beide Gruppen der geistige und künstlerische Vater ihrer Bewegung Ludwig van Beethoven. …. bitte lesen Sie hier weiter: Der Weingenuss hätte Wagner und Brahms zusammenführen können
 Bei maschineller Lese können Pyrazine aus Weinblättern mit in den Gärtank und später in den Wein kommen (Foto: Pixabay)
Wie kann es sein, dass frisch gepflückte Essweintrauben, auch Tafeltrauben genannt, neben ihrer Süße nur sehr verhalten fruchtige Aromen preisgeben? Manchmal kann man allerdings Muskat-, grasige Apfelnoten oder auch andere, vegetabile Geschmacksstoffe wahrnehmen. Dagegen bringt das Traubenprodukt Wein häufig eine ganz unerwartete Fülle von Aromen ins Glas. Das hat natürlich mit dem Prozess der Vinifikation und der anschließenden Lagerung des Weins zu tun. Entsprechend spricht man von drei Aromentypen: (1) den Primäraromen, die tatsächlich aus den Trauben stammen, (2) den Sekundäraromen, die während und rund um den Prozess der Gärung entstehen, und (3) den Tertiäraromen, die sich während der Tank- bzw. Flaschenlagerung bilden. Im Folgenden möchte ich mich auf eine ganz besondere Gruppe von Primäraromen und deren Hintergründe konzentrieren. …. bitte lesen Sie hier weiter: Pyrazine stehen für die grünen Aromen im Wein
 Bierreklame aus den 50iger Jahren des 20. Jhrs.
Am stahlblauen Himmel über der Wüste sieht ein verlorener, schwitzender Spaziergänger die Fata Morgana eines frostigen Bierglases und ein nebenstehender Text verkündet dass „Durst erst durch Bier schön“ würde. Heute ein Klassiker, war diese Reklame in den 50iger Jahren eine höchst suggestive Verführung zum Biergenuss und hat sicher dazu beigetragen, dass im Laufe der Jahre Deutschland zum europäischen Bierkonsumenten Nummer 1 wurde. Die Deutschen trinken 8 Milliarden Liter Bier pro Jahr und sind damit im Vergleich mit anderen Ländern absolute Spitzenreiter, gefolgt von Großbritannien mit 4,2, Polen mit 4,1 und Spanien mit 3,8 Milliarden Litern, alkoholfreies Bier ist in dieser Statistik nicht enthalten. Global betrachtet sind die bevölkerungsreichen Länder China (381 Milliarden), die USA (215 Milliarden) und Brasilien mit 141 Milliarden Litern die größten Bierbrauer. Deutschland steht auf Platz 5 der weltgrößten Braunationen. Das „Pils“ ist mit 3,5 Milliarden Litern pro Jahr der Liebling unter den Biersorten, gefolgt von Export und Weizen. Für den Staat ist das Brauereiwesen eine lukrative Angelegenheit: von den 19 Milliarden, die die Bierkonsumenten für ihr Trinkvergnügen jährlich ausgeben, bleiben fast 700 Millionen Euro als Biersteuer im Staatssäckel. Genug der Statistik! Es ist sicher bereits deutlich geworden, welche wirtschaftliche Bedeutung dem Bier in unserem Land zukommt. Dies alles im Kopf wurde ich durch einen „Spiegel“-Beitrag mit dem Titel „Warum die Deutschen die Lust auf Bier verlieren“ (DER SPIEGEL 39/2022) regelrecht aufgeschreckt. …. bitte lesen Sie hier weiter: Wie „uncool“ ist Bier?
 „Niño de Elche“ – ein spanischer Ausnahmekünstler
Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse 2022 war Spanien Ehrengastland und im Zusammenhang damit gab der Flamenco-Sänger mit dem Künstlernamen „Niño de Elche“ im Frankfurter Mousonturm ein denkwürdiges Konzert. Eigentlich nennt er sich Francisco Contreras und so bürgerlich korrekt wie sein Name sieht er auch aus wenn er die Bühne betritt: dunkler Anzug und schneeweißes, gebügeltes Hemd. Was dann allerdings folgt, wenn seine Vorstellung beginnt, lässt sich nicht so leicht in Worte fassen oder in eine bereits vorhandene, künstlerische Schublade packen. In blauem Licht und Bühnennebel steht ein Mikrophon und rechts davon ein Tisch mit einem Mischpult. Aus dem dunklen Hintergrund tauchen der Sänger und seine Begleiterin für die elektronischen Töne auf. Dann klingt es aus dem Lautprecher wie die „musique concrete“ des vorigen Jahrhunderts gefolgt von dadaistisch anmutenden Klängen des Sängers, die mich an György Ligetis spannende Komposition „Nouvelles Aventures“ erinnern. Allmählich erkenne ich schließlich Fetzen von Flamenco-Tönen, die sich gelegentlich wie Bruchstücke eines „cante jondo“ anhören. In ähnlicher Weise geht es die nächsten 90 Minuten weiter und ich lausche gebannt. Es klingt zeitweise so als seziere der Sänger die Flamenco-Musik und zerlege sie in ihre tonalen Bestandteile. Während sich Worte und Melodien aufzulösen scheinen und zu bloßen Tongebilden oder gar nur zu Geräuschen reduziert werden bleiben die Emotionen im Gesang bestehen. Das war das Mysterium der Musik an diesem Abend! …. bitte lesen Sie hier weiter: Avantgarde: der Flamenco des Francisco Contreras alias Niño de Elche
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Vortrefflicher Witz
An dieser Stelle stand bis vor Kurzem noch die Philosophie unseres Weinhandels „La Vineria“. Dieses Unternehmen ist mittlerweile Geschichte: Zum 31. März 2026 haben meine Frau, Isabel del Olmo, und ich unsere Geschäftsaktivitäten aufgegeben. Für uns beide waren die Jahrzehnte, in denen wir mit unseren Kunden ein Teil der spannenden und genussvollen Weinszene Spaniens waren, Herausforderung und Befriedigung zugleich. In meinem „önosophischen Blog“ hatte ich mich bereits vielfältigen kulturellen Themen gewidmet und dies, obwohl der aus dem Griechischen abgeleitete Begriff „Önosophie“ eigentlich nur die „Weisheit vom Wein“ bedeutet. Wie der Wein selbst können auch die Gedanken eines Hedonisten gelegentlich in ein breiteres zivilisatorisches Umfeld geraten und Bereiche wie die Musik, die Philosophie, die bildende Kunst, die Literatur und auch die Gesellschaftspolitik umfassen. Dieses Spektrum unterschiedlicher Thematiken möchte ich auch weiterhin in meinen Beiträgen bearbeiten. Trotz aller gesundheitspolitisch motivierter Kritik kommt mir der Wein dabei gelegentlich schöpferisch zu Hilfe. Wein in Maßen trinken und genießen ist etwas Emotionales, und im Wein kann der Künstler Inspiration finden. Keiner hat dies schöner und treffender ausgedrückt als Shakespeare in seinem "König Heinrich der Vierte" (2. Teil, 4. Aufzug, 3. Szene), wo er den lebensfrohen Falstaff in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tieck ausrufen lässt:
(Der Wein) „steigt Euch in das Gehirn, zerteilt da alle albernen und rohen Dünste, die es umgeben, macht es sinnig, schnell und erfinderisch, voll von behenden, feurigen und ergötzlichen Bildern; wenn diese dann der Stimme, der Zunge, überliefert werden, was ihre Geburt ist, so wird vortrefflicher Witz daraus".
Vortrefflicher Witz können selbstverständlich auch die schönen Farben und Formen des Malers oder Bildhauers bzw. die spannenden Klänge des Musikers sein.
Texte um reine Fakten können heute problemlos von Künstlicher Intelligenz (KI) zusammengestellt werden. Um Sachverhalte aber wirklich verstehen zu können, bedarf es einer persönlichen Sicht und einer Interpretation. Die will ich mit meinen Beiträgen liefern, allerdings ohne besondere Ansprüche an Originalität, dafür aber immer mit der strikten Forderung nach Glaubwürdigkeit!
Ich hoffe, dass Sie Freude an meinem Blog haben und freue mich auf „Feedback“!.
Peter Hilgard
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