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Krieg ist keine Indianer-Romantik und erfordert Bewältigung von den Verlierern (Bild: Pixabay)
Zwei Anlässe haben mir in den letzten Monaten mal wieder ein Thema nahegebracht, mit dem ich mich vor Jahren schon einmal intensiv beschäftigt hatte: der Spanische Bürgerkrieg zwischen 1936 und 1939. In seinem großartigen Buch „Die Nacht der Erinnerungen“ (
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So sah und empfand Francisco de Goya (1746 – 1828) vermutlich die Angst
In meinem frühen Leben war die Vernunft männlich und stand auf zwei Beinen. Sie war mein Vater, unter dessen Wahlsprüchen sich u.a. „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“ befand. Da sich meine Hände in der Kindheit vielfach sehr ungeschickt verhalten
Bitte lesen Sie hier weiter: German Angst
Auch für Dilettanten gültig: Schriftzug über dem Eingang zur Frankfurter Alten Oper
Mit dieser Tatsache muss ich leben: ich habe keine richtige Begabung für die Musik. So traurig das klingt: ich kann keine Noten lesen, ich spiele kein Instrument, kann nicht einmal singen, wiedererkenne nur schwerlich eine einmal gehörte und etwas komplexere Melodie
Bitte lesen Sie hier weiter: Önologischer und musikalischer Dilettantismus
Eine zeitgenössische Fotografie: Carlo Giuseppe Matteo Marangoni (1840 -1925)
Wenn wir ein mit gutem Wein gefülltes Glas im Kreise schwenken und ein wenig warten, entstehen Schlieren in Form von Flüssigkeitsfäden an der Glaswand, die, je nach Vorstellungskraft des Betrachters, wie von oben herablaufende Tränen erscheinen oder figürlich an die Rahmen von romanischen
Bitte lesen Sie hier weiter: Was sind und was bedeuten Tränen im Weinglas?
Claude Debussy am Sommerstrand
Beim Hören von Debussys „La Mer“ hake ich mich gedanklich oft am Begriff „Impressionismus“ fest. Unweigerlich entstehen vor meinen Augen das Licht, die Farben und die schemenhaften Umrisse der Bilder von Gaughin, Monet oder Pissarro. Aber die Bilder reichen bei Weitem nicht aus das Gehörte zu erklären, dahinter verbirgt
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Vortrefflicher Witz
An dieser Stelle stand bis vor Kurzem noch die Philosophie unseres Weinhandels „La Vineria“. Dieses Unternehmen ist mittlerweile Geschichte: Zum 31. März 2026 haben meine Frau, Isabel del Olmo, und ich unsere Geschäftsaktivitäten aufgegeben. Für uns beide waren die Jahrzehnte, in denen wir mit unseren Kunden ein Teil der spannenden und genussvollen Weinszene Spaniens waren, Herausforderung und Befriedigung zugleich. In meinem „önosophischen Blog“ hatte ich mich bereits vielfältigen kulturellen Themen gewidmet und dies, obwohl der aus dem Griechischen abgeleitete Begriff „Önosophie“ eigentlich nur die „Weisheit vom Wein“ bedeutet. Wie der Wein selbst können auch die Gedanken eines Hedonisten gelegentlich in ein breiteres zivilisatorisches Umfeld geraten und Bereiche wie die Musik, die Philosophie, die bildende Kunst, die Literatur und auch die Gesellschaftspolitik umfassen. Dieses Spektrum unterschiedlicher Thematiken möchte ich auch weiterhin in meinen Beiträgen bearbeiten. Trotz aller gesundheitspolitisch motivierter Kritik kommt mir der Wein dabei gelegentlich schöpferisch zu Hilfe. Wein in Maßen trinken und genießen ist etwas Emotionales, und im Wein kann der Künstler Inspiration finden. Keiner hat dies schöner und treffender ausgedrückt als Shakespeare in seinem "König Heinrich der Vierte" (2. Teil, 4. Aufzug, 3. Szene), wo er den lebensfrohen Falstaff in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tieck ausrufen lässt:
(Der Wein) „steigt Euch in das Gehirn, zerteilt da alle albernen und rohen Dünste, die es umgeben, macht es sinnig, schnell und erfinderisch, voll von behenden, feurigen und ergötzlichen Bildern; wenn diese dann der Stimme, der Zunge, überliefert werden, was ihre Geburt ist, so wird vortrefflicher Witz daraus".
Vortrefflicher Witz können selbstverständlich auch die schönen Farben und Formen des Malers oder Bildhauers bzw. die spannenden Klänge des Musikers sein.
Texte um reine Fakten können heute problemlos von Künstlicher Intelligenz (KI) zusammengestellt werden. Um Sachverhalte aber wirklich verstehen zu können, bedarf es einer persönlichen Sicht und einer Interpretation. Die will ich mit meinen Beiträgen liefern, allerdings ohne besondere Ansprüche an Originalität, dafür aber immer mit der strikten Forderung nach Glaubwürdigkeit!
Ich hoffe, dass Sie Freude an meinem Blog haben und freue mich auf „Feedback“!.
Peter Hilgard
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