Buchcover: Ansichten der Natur
Die vergangenen Sommermonate (des Jahres 2018) standen bei mir ganz im Zeichen der Lektüre von Andrea Wulfs grandioser Humboldt-Biografie „Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur“ (C. Bertelsmann, München 2016). Die Autorin hat darin einen Mann porträtiert, in dessen Persönlichkeit sowohl ein ernsthafter Naturwissenschaftler als auch ein reisender
Bitte lesen Sie hier weiter: Alexander von Humboldt und das ökologische Bewusstsein
Adäquate Kellertechnik ist Voraussetzung für den späteren Schmelz am Gaumen.
Zugegeben, selbst als Naturwissenschaftler habe ich größten Widerwillen gegen die rein biochemischen Erklärungen sinnlicher Erfahrungen. Was ich damit meine, kann man historisch sehr gut an der Schmerzempfindung festmachen. Früher war der Schmerz ein durch und durch metaphysisches Ereignis, er rief den damit Gequälten
Bitte lesen Sie hier weiter: Der Schmelz eines Weins und die Wissenschaft
Gute Butter kann viele Schwächen eines Brotes verdecken, anders herum geht es aber auf keinen Fall!
Wie ich vor vielen Jahren an dieser Stelle schon bekannt habe, war ich ein großer Verehrer des Philosophen Karl Popper, den ich noch selbst in einer Vorlesung in London sehen und hören durfte. Das Postulat, dass die
Bitte lesen Sie hier weiter: Butter ist kein Teufelszeug sondern purer Genuss!
Geklonte Langweile?
Seit man weiß, dass spezifische biologische Eigenschaften einer Pflanze durch ihr Erbgut reguliert werden, hat man versucht durch Klonierung, d.h. der Herstellung gleichartiger und genetisch ähnlicher Nachkommen, die gewünschten, positiven Eigenschaften der jeweiligen Mutterpflanze im Rebgarten zu bewahren bzw. zu vermehren. Diese Züchtung von Klonen ist eine äußerst zeitaufwendige Angelegenheit und
Bitte lesen Sie hier weiter: Für Vielfalt und Individualität: Massenselektion im Rebbau
Leonardo da Vinci: Der truvianische Mensch
Mir ist sehr bewusst, dass in der öffentlichen Diskussion zum Pro und Contra von Tierversuchen die Gegner die vermeintliche Tierquälerei als Grundlage für Fortschritte in der Humanmedizin vollständig ablehnen. Auf dieses Thema bin im Zusammenhang mit meiner Diskussion des Veganismus in diesem Blog bereits ausführlich eingegangen. Trotz
Bitte lesen Sie hier weiter: Kann Alkohol tatsächlich gut für das Gehirn sein?
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Vortrefflicher Witz
An dieser Stelle stand bis vor Kurzem noch die Philosophie unseres Weinhandels „La Vineria“. Dieses Unternehmen ist mittlerweile Geschichte: Zum 31. März 2026 haben meine Frau, Isabel del Olmo, und ich unsere Geschäftsaktivitäten aufgegeben. Für uns beide waren die Jahrzehnte, in denen wir mit unseren Kunden ein Teil der spannenden und genussvollen Weinszene Spaniens waren, Herausforderung und Befriedigung zugleich. In meinem „önosophischen Blog“ hatte ich mich bereits vielfältigen kulturellen Themen gewidmet und dies, obwohl der aus dem Griechischen abgeleitete Begriff „Önosophie“ eigentlich nur die „Weisheit vom Wein“ bedeutet. Wie der Wein selbst können auch die Gedanken eines Hedonisten gelegentlich in ein breiteres zivilisatorisches Umfeld geraten und Bereiche wie die Musik, die Philosophie, die bildende Kunst, die Literatur und auch die Gesellschaftspolitik umfassen. Dieses Spektrum unterschiedlicher Thematiken möchte ich auch weiterhin in meinen Beiträgen bearbeiten. Trotz aller gesundheitspolitisch motivierter Kritik kommt mir der Wein dabei gelegentlich schöpferisch zu Hilfe. Wein in Maßen trinken und genießen ist etwas Emotionales, und im Wein kann der Künstler Inspiration finden. Keiner hat dies schöner und treffender ausgedrückt als Shakespeare in seinem "König Heinrich der Vierte" (2. Teil, 4. Aufzug, 3. Szene), wo er den lebensfrohen Falstaff in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tieck ausrufen lässt:
(Der Wein) „steigt Euch in das Gehirn, zerteilt da alle albernen und rohen Dünste, die es umgeben, macht es sinnig, schnell und erfinderisch, voll von behenden, feurigen und ergötzlichen Bildern; wenn diese dann der Stimme, der Zunge, überliefert werden, was ihre Geburt ist, so wird vortrefflicher Witz daraus".
Vortrefflicher Witz können selbstverständlich auch die schönen Farben und Formen des Malers oder Bildhauers bzw. die spannenden Klänge des Musikers sein.
Texte um reine Fakten können heute problemlos von Künstlicher Intelligenz (KI) zusammengestellt werden. Um Sachverhalte aber wirklich verstehen zu können, bedarf es einer persönlichen Sicht und einer Interpretation. Die will ich mit meinen Beiträgen liefern, allerdings ohne besondere Ansprüche an Originalität, dafür aber immer mit der strikten Forderung nach Glaubwürdigkeit!
Ich hoffe, dass Sie Freude an meinem Blog haben und freue mich auf „Feedback“!.
Peter Hilgard
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