Wäre auch heute exotisch und selten:ein Weinstock in Palästina, aus: Calwer Bilderbuch, Tafel 20., 1883
Schon oft habe ich, auch auf diesen Seiten, von der „Seele“ des Weins gesprochen und mich damit, für mich selbst gänzlich unbewusst, in die lange Reihe der Weinfetischisten eingereiht. Definitionsgemäß ist nämlich ein Fetisch ein lebloser Gegenstand, dem
Bitte lesen Sie hier weiter: Wein – ein Fetisch der Konsumgesellschaft
Das Bauhaus in Dessau mit der einst bewunderten Glassfassade
In der modernen Architektur und beim Design von Gebrauchsgegenständen erkennen wir auch heute noch sehr häufig das große ästhetische Vorbild aus den 20/30er Jahren des vergangenen Jahrunderts: den sog. Bauhaus- Stil. Damals im Jahre 1919 gründete Walter Gropius in Weimar das „Bauhaus“. Dies bestand
Bitte lesen Sie hier weiter: Ein Geburtsort der Moderne: das Bauhaus in Dessau
Weißwein aus rotem Tempranillo sucht man in Spanien vergebens.
Manchem Weinfreund läuft beim Erwähnen des Begriffs „Blanc des Noirs“ ein kalter Schauer den Rücken hinunter. Er erinnert sich vielleicht an freudlose Tropfen , die noch einen leichten Rosaton aufwiesen und im Grund nach nichts schmeckten, obwohl „Spätburgunder“ daraufstand. Selbstverständlich kann man aus roten
Bitte lesen Sie hier weiter: Blanc de Noirs und warum es ihn in Spanien nicht gibt.
Die Liebe von Mensch und Vogel gibt es auch in H.C. Andersen´s Märchen (aus B.G. Teubner Verlag, Leipzig ca. 1880)
Zwischen Mensch, Vogel und Wein besteht eine innige Dreiecksbeziehung. Dieses Liebesverhältnis zwischen dem Menschen, einem Tier und einer Pflanze ist wohl einzigartig in der Natur. Der Mensch liebt die Vögel wegen ihrer Schönheit
Bitte lesen Sie hier weiter: Die Mythen um Vögel und Wein
„High Noon“ in Katalonien (am Ayuntament de Tarragona, dem lokalen Provinz-Regierungssitz)
Deutschland ist mit Spanien über eine sehr lange gemeinsame Geschichte eng verbunden. Der spanische König Karl V., in dessen Reich die Sonne nicht unterging, war in Personalunion Kaiser des deutschen Reiches. Gemeinsame politische und kulturelle Interessen wurden über die Jahrhunderte gepflegt bis
Bitte lesen Sie hier weiter: Was geht uns eigentlich Katalonien an?
|
Vortrefflicher Witz
An dieser Stelle stand bis vor Kurzem noch die Philosophie unseres Weinhandels „La Vineria“. Dieses Unternehmen ist mittlerweile Geschichte: Zum 31. März 2026 haben meine Frau, Isabel del Olmo, und ich unsere Geschäftsaktivitäten aufgegeben. Für uns beide waren die Jahrzehnte, in denen wir mit unseren Kunden ein Teil der spannenden und genussvollen Weinszene Spaniens waren, Herausforderung und Befriedigung zugleich. In meinem „önosophischen Blog“ hatte ich mich bereits vielfältigen kulturellen Themen gewidmet und dies, obwohl der aus dem Griechischen abgeleitete Begriff „Önosophie“ eigentlich nur die „Weisheit vom Wein“ bedeutet. Wie der Wein selbst können auch die Gedanken eines Hedonisten gelegentlich in ein breiteres zivilisatorisches Umfeld geraten und Bereiche wie die Musik, die Philosophie, die bildende Kunst, die Literatur und auch die Gesellschaftspolitik umfassen. Dieses Spektrum unterschiedlicher Thematiken möchte ich auch weiterhin in meinen Beiträgen bearbeiten. Trotz aller gesundheitspolitisch motivierter Kritik kommt mir der Wein dabei gelegentlich schöpferisch zu Hilfe. Wein in Maßen trinken und genießen ist etwas Emotionales, und im Wein kann der Künstler Inspiration finden. Keiner hat dies schöner und treffender ausgedrückt als Shakespeare in seinem "König Heinrich der Vierte" (2. Teil, 4. Aufzug, 3. Szene), wo er den lebensfrohen Falstaff in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tieck ausrufen lässt:
(Der Wein) „steigt Euch in das Gehirn, zerteilt da alle albernen und rohen Dünste, die es umgeben, macht es sinnig, schnell und erfinderisch, voll von behenden, feurigen und ergötzlichen Bildern; wenn diese dann der Stimme, der Zunge, überliefert werden, was ihre Geburt ist, so wird vortrefflicher Witz daraus".
Vortrefflicher Witz können selbstverständlich auch die schönen Farben und Formen des Malers oder Bildhauers bzw. die spannenden Klänge des Musikers sein.
Texte um reine Fakten können heute problemlos von Künstlicher Intelligenz (KI) zusammengestellt werden. Um Sachverhalte aber wirklich verstehen zu können, bedarf es einer persönlichen Sicht und einer Interpretation. Die will ich mit meinen Beiträgen liefern, allerdings ohne besondere Ansprüche an Originalität, dafür aber immer mit der strikten Forderung nach Glaubwürdigkeit!
Ich hoffe, dass Sie Freude an meinem Blog haben und freue mich auf „Feedback“!.
Peter Hilgard
|