Der Sommer: Saison für weinhaltige Getränke

andalusischer Sommer
andalusischer Sommer

Puristen rümpfen die Nase und wenden sich mit einer leicht angeekelten Miene ab wenn von den „weinhaltigen Getränken“ die Rede ist. Guter Wein vertrage keinerlei Beimischung, im Gegenteil, er verliere immer, ist ihre dezidierte Meinung. Weniger orthodoxe Weintrinker lassen sich an einem heissen Sommertag schon mal eine „Schorle“ oder einen „Tinto de Verano“ schmecken, und ich muss gestehen, dass ich mich dafür auch begeistern kann. Nicht nur die Reduzierung des Alkoholgehaltes durch kohlensäurehaltiges Mineralwasser oder durch Zitronenlimonade macht diese Getränke attraktiv sondern auch die neue Dimension der geschmacklichen Frische, die hohe Aussentemperaturen erträglicher machen kann.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Der Sommer: Saison für weinhaltige Getränke

Empfehlen Sie uns weiter - würde uns freuen!

Essig – ein Abfallprodukt so wertvoll wie Wein.

Für den Weinmacher sind die, praktisch überall vorkommenden, Essigbakterien sein grösster Feind, denn es gilt ihre Aktivität während der gesamten Vinifikation zu unterdrücken um nicht am Ende essigsauren Wein zu bekommen. Hier kommt der Schwefel ins Spiel; er unterdrückt in niedrigen Konzentrationen das Wachstum der Essigbakterien, behindert aber nicht die Umwandlung von Zucker in Alkohol durch die Gärhefen. Die Essigproduktion sollte aber geographisch unbedingt weit weg von der Weinherstellung liegen um eine Infektion des Weins zu vermeiden. In der Volksmedizin spielte Essig eine grosse Rolle. Er wurde innerlich und äusserlich angewendet, wobei die Indikationen von Hühneraugen über Nerven- und Faulfieber bis zum Scharlach reichten. Vielfach gab es auch s.g. Kräuteressige, die die Wohltaten des Essigs mit denen von Heilkräutern verbanden. Eine ganz besondere Spielart ist der „Balsamico“, der sehr aufwendig aus vergorenem, eingekochtem Most gewonnen wird und entsprechend dickflüssig, teuer und süß ist.

Der Verbrauch der Spanier von Weinessig liegt an der Weltspitze, praktisch in allen dortigen Weingegenden wird nämlich auch Essig gemacht und Essigmarinaden gehören zum festen Bestandteil der spanischen Kochkultur. Die weit verbreitete „Escabeche“, deren Name maurischen Ursprungs ist, besteht aus Öl, Essig, Zwiebeln, Knoblauch, Lorbeer, Möhren, Paprika und Gewürzen wie Zimt, Nelken, Pfeffer und gelegentlich auch Kreuzkümmel und Koriander. Darin werden Rebhühner, Fische, Muscheln, und Fleisch gebeizt. Der berühmteste (und beste) spanische Essig wird im Sherryland im für die Sherry-Produktion typischen Criadera-Solera-Verfahren hergestellt. Er ist meist ein würziger Aromenstrauss mit zarten Holznoten und viel Säure, was bedeutet, dass man sparsam mit ihm umgehen sollte.

 

Empfehlen Sie uns weiter - würde uns freuen!

Nochmals: der Wein in der Dichtung

Ein großer spanischer Dichter, den der Wein beflügelt hat, war Antonio Machado (1875 – 1939). Er war einer der bedeutendsten Lyriker des 20. Jahrhunderts und wird zur Literatengruppe der „Generation 98“ gerechnet.

Un vino risueño me dijo el camino
Yo escucho los áureos consejos del vino
Que el vino es a veces escala de ensueño.
Abril y la noche y el vino risueño
Cantaron en coro su salmo de amor

Diese wunderschöne, schnörkellose Sprache so zu übersetzen, dass die Empfindung und die Melodie der Worte nachvollziehbar werden, ist, weiß Gott, nicht leicht.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Nochmals: der Wein in der Dichtung

Empfehlen Sie uns weiter - würde uns freuen!

Der Wein in der Dichtung

Anakreons Verse zeichneten sich durch Schönheit, Eleganz und feine Erotik aus. Immer wieder huldigte er darin der Liebe, dem Wein und der von ihm hochverehrten Rosenblüte. Eine ganze Stilrichtung in der europäischen Literatur bezieht sich auf den griechischen Dichter: die Anakreontik. Sie war im Rokoko besonders beliebt und fand damals auch ein Pendant in der Malerei, deren ständig wiederkehrende Themen ebenfalls  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Der Wein in der Dichtung

Empfehlen Sie uns weiter - würde uns freuen!

Gibt der „gemischte Satz“ die komplexeren Weine?

 

Mischsatz: häufig uralte Buschrebstöcke
Mischsatz: häufig uralte Buschrebstöcke

Die großen Cuvées aus Bordeaux, dem Chianti-Gebiet oder der Rioja sind natürlich einst aus einem gemischen Satz entstanden. In Spanien war der Mischsatz die übliche Weinbergspraxis. In der Beatus-Handschrift aus dem 10. Jahrhundert, die sich heute in der Bibliothek des Escorial befindet, gibt es eine Darstellung des Jüngsten Gerichtes als Allegorie der Ernte. Die Heiligen legen die Sichel an den Weinstock und ernten die Trauben. Bei genauerem Hinsehen erkennt man am gleichen Stock weiße und rote Trauben. Da das Buch  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Gibt der „gemischte Satz“ die komplexeren Weine?

Empfehlen Sie uns weiter - würde uns freuen!