Sind Weintrinker immer Melancholiker?

Inbegriff melancholischer Stimmungslage: Mondnacht im Walde

Der Inbegriff melancholischer Stimmungslage: Vollmondnacht im Walde

In der heutigen Erlebnisgesellschaft muss man ständig in Bewegung sein und etwas unternehmen um bloß nichts zu verpassen. Da ist das Wort Melancholie völlig obsolet. „Uncool!“ bescheinigen einem die jungen Leute, wenn man das Thema auch nur streift. Trotzdem gibt es sie, ja muss es sie geben: die Melancholie gehört zur Essenz des Lebens, sie ist eine Grundstimmung des Menschen genau wie Freude oder Trauer. In der Romantik nannte man es den „Weltschmerz“, der jedes Individuum von Zeit zu Zeit erfassen konnte und den keiner schöner und einfühlsamer auf die Leinwand pinselte als Caspar David Friedrich. Seinen Ursprung hat der Begriff „Melancholie“ im griechischen melas (=schwarz) und cholé (= Galle), also der schwarzen Galle aus der antiken, von Hippokrates aufgestellten, „Viersäftelehre“. Der berühmte griechische Arzt Galenos von Pergamon (Galen) hat ein paar Jahrhunderte später eine Vermehrung der schwarzen (verbrannten) Galle im Blut als Ursache der Melancholie gedeutet und die vier Temperamente in das medizinische Denken eingeführt (Sanguiniker, Phlegmatiker, Choleriker und Melancholiker) Das Element des Melancholikers war die Erde und seine Sternbilder der Skorpion, der Stier und die Waage.

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Bahnt sich eine Katastrophe in den Weinbergen an?

Die Kirschessigfliege ist weit mehr als ein dämonischer Halloween-Scherz

Die Kirschessigfliege ist weit mehr als ein dämonischer Halloween-Scherz

Ein Gespenst in Form eines fliegenden Insektes geht in den Weinbergen Europas um, sein lateinischer Name ist Drosophila suzukii (deutsch: Kirschessigfliege). Manche Winzer setzen die potentielle Gefahr, die von dieser Mücke ausgeht, dem Unheil der Reblaus (Phylloxera) gleich, andere wiederum sehen es deutlich entspannter. Diese sehr unterschiedlichen Beurteilungen beruhen einerseits auf der erheblichen geographischen Variation der lokalen Verbreitung, d.h. was die Winzer davon mitbekommen und andrerseits auf der noch immer sehr geringen Kenntnis der Biologie des Tieres. Es kommt aus Südost-Asien und wurde in europäischen Breitengraden erstmals 2009 in Italien und zwei Jahre später in Deutschland gesichtet und beschrieben, wo es erhebliche Schäden in Kirschbaum-Plantagen anrichtete. Der Schaden, der von dem weiblichen Insekt ausgeht beruht auf einem Organ namens „Ovipositor“, dessen Aufgabe die Zerstörung der Frucht- bzw. Traubenschale und die Ablage der Eier im Fruchtfleisch ist. Während der folgenden Entwicklung  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Bahnt sich eine Katastrophe in den Weinbergen an?

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Gedanken zum Zeitbegriff (III)

Die Zeit und ihr subjektives Erleben („Egozeit“) ist sehr eng mit der Freiheit verknüpft. Ohne das eine kann das andere nicht gedeihen. Wenn Gerichte in unserer Gesellschaft jemanden bestrafen möchten, nehmen sie der betreffenden Person die Freiheit. Der Betroffene wird im Gefängnis weggesperrt, ihm wird seine Freiheit genommen. Dies geschieht offensichtlich in dem Bewusstsein, dass der Verlust von Freiheit eine der ärgsten Strafen für den Menschen ist. Verbunden damit ist auch der Gedanke, dass die Zeit im Knast verlorene Zeit ist, über die der Bestrafte nicht mehr frei verfügen kann. Er verliert die Zeit, weil er nicht mehr Herr über sie ist und sie nicht mehr nach seinen Vorstellungen gestalten kann. Vielleicht lohnt es sich diesen Gedanken zu Zeit und Freiheit etwas nachzugehen um zu einem besseren Verständnis der Zeit und ihrer vielschichtigen Wirklichkeit zu kommen.

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Gedanken zum Zeitbegriff (II)

Die Zeit ist ein Begriff, der uns einen wichtigen Aspekt der Lebensqualität beschreibt. Dabei begehen vermutlich die meisten Menschen den Fehler die Zeit als objektive Maßeinheit verstehen zu wollen und reden von Wochen, Tagen, Stunden und Minuten. Aber die Zeit ist auch eine ganz subjektive Angelegenheit, denn neben der quantitativen Zeit, die sich in den genannten Zeiteinheiten beschreiben lässt, gibt es die für den Menschen meist wichtigere, qualitative Zeit für die es keine Uhren gibt. Ich meine, dass das eigene Empfinden der Zeitdauer das eigentlich Ausschlaggebende im Leben ist. Ich möchte diese Zeit „Egozeit“ nennen, andere Autoren haben sie  „innere Zeit“ oder „Eigenzeit“ genannt.

Auch der Wein hat seine ganz eigene Zeit: unterschiedliche Weine und Jahrgänge benötigen eine ganz individuelle Zeit für ihre Reife. Es gibt, außer der Erfahrung des Genießers keine Parameter an denen man diese Entwicklung festmachen könnte. In der Önologie (Lehre vom Wein) hat die Wissenschaft das Verhalten des Weins in der Flasche noch nicht als Forschungsprojekt entdeckt. Auf diesem Gebiet herrscht noch ausschließlich die Empirie.   ….  bitte lesen Sie hier weiter: Gedanken zum Zeitbegriff (II)

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Gedanken zum Zeitbegriff (I)

Der Zeitmesser am Handgelenk:: Fluch oder Segen?

Der Zeitmesser am Handgelenk:: Fluch oder Segen?

Die Zeit spielt im Leben eines jeden Menschen eine so zentrale Rolle, dass man eigentlich annehmen könnte sie sei gut erforscht und berge keine Mysterien mehr. Bei genauerem Hinsehen fällt aber auf, dass wir selbst nicht besonders viel über den Zeitbegriff wissen und auch die Forschung hat, trotz Einstein und Hawkins, noch kein allgemein verständliches Konzept der Zeit vorgelegt, mit dem wir in unserem täglichen Leben etwas anfangen könnten. Im Gegensatz dazu erschließen sich genussfähigen Menschen einige wichtige Aspekte der Zeit im Wein. Beim sinnlichen Kontakt mit alten Weinen lernt man schnell begreifen, dass Wein „flüssige Zeit“ sein und als Gleichnis für das menschliche Leben dienen kann.

In der spanischen Sprache findet die Nähe des Weins zur Psyche des Menschen im Begriff „Crianza“ (vom lat. creare) seinen Ausdruck. Er bedeutet so viel wie Erziehung oder Aufzucht, durchaus im gleichen Sinne wie bei einem Menschenkind. Wir reden ja schließlich beim Wein genauso von seiner Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wie wir dies bei einem Menschen tun. Der Weinfreund ist nach dem Verkosten eines guten Tropfen in ähnlicher Weise gespannt auf dessen zukünftige Entwicklung, wie er es bei seinen Enkelkindern oder Nichten und Neffen wäre.

Wer mich kennt mag gelegentlich den Eindruck haben ich sei ein Feind der Aktivität und propagiere allzu gerne  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Gedanken zum Zeitbegriff (I)

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