Umami im Wein

Wer sich schon einmal selbst überwunden und ein „Fast-Food“-Hamburger verdrückt hat, hat Bekanntschaft mit „umami“ gemacht. Das Wort stammt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie „wohlschmeckend fleischig und vollmundig herzhaft“. Ikeda Kikunae, ein Lebensmittelforscher in Japan postulierte Anfang des 20. Jahrhunderts, dass es neben den klassischen Geschmacksqualitäten salzig, bitter, süß und sauer noch eine fünfte gibt, nämlich die, die er „umami“ nannte und für die mittlerweile an der Zungenwurzel auch ein Geschmacksrezeptor identifiziert wurde. Kikunae fand umami vorwiegend in eiweißreichen Essenszubereitungen. Bald stellt sich heraus, dass der umami-Geschmack von dem Eiweißbaustein (Aminosäure) Glutaminsäure herrührte und dass, ein Salz davon, nämlich das Mononatriumglutamat, als Geschmacksverstärker fungiert. Als solcher wird das „Glutamat“ heute in riesigen Mengen  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Umami im Wein

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Bayreuth, Richard Wagner und der Wein

Mir wurde das große Glück zuteil zwischen dem 22. Und 27. August 2014 in Bayreuth den „Ring des Nibelungen“ hören und sehen zu dürfen. Das Festspielhaus auf dem Grünen Hügel wurde von  Wagner ja ursprünglich tatsächlich nur für die Aufführung seiner  Ring-Tetralogie konzipiert. Also ein sehr authentischer Ort um in die Geschichte und die Musik um Wotan, Alberich, Brünnhilde und Siegfried einzutauchen. Im Vorfeld gab es im deutschen Blätterwald schon erhebliches Rauschen zur Regie Frank Castorfs, die von der Presse einstimmig abgelehnt wurde. „ich kann ja die Augen zu machen, wenn´s zu schlimm wird“ dachte ich mir,  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Bayreuth, Richard Wagner und der Wein

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Rainer Maria Rilkes Huldigung an die Oechsle Grade

Ein Mechaniker und Goldschmied aus Pforzheim namens Christian Ferdinand Oechsle hat im Jahr 1836 eine für den Weinbau grundlegende Erfindung gemacht: die Mostwaage. Noch heute wird vielfach mit ihr der Zuckergehalt des Traubenmostes bestimmt. Oechsle spekulierte in seiner berühmten Arbeit „Über den Gebrauch der Most- und Weinwaage“, dass man die Entwicklung der Gärung wesentlich besser voraussagen könnte wenn man den Zuckergehalt des Mostes kennen würde. Ein zukunftsträchtiger Gedanke wenn man bedenkt, dass erst ein Jahrzehnt vorher durch den französischen Chemiker Joseph Louis Gay-Lussac die Reaktionsgleichung für die Umwandlung von Glukose (Zucker) in Ethanol (Alkohol) aufgestellt wurde.

Öchsle war pragmatisch veranlagt, er entwickelte eine Gradeinteilung auf seiner Mostwaage  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Rainer Maria Rilkes Huldigung an die Oechsle Grade

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Mein Sommerrotwein: Corral de Castro 2012

Etikett des Corral de Castro 2012

Etikett des Corral de Castro 2012

In einer lauen Sommernacht sitze ich auf der Terrasse meines andalusischen Domizils und schlürfe den Wein aus den einige hundert Meter entfernten Rebgärten. Den Corral de Castro 2012 habe ich dekantiert, denn wir haben ihm während der Vinifikation wenig Gelegenheit gegeben Sauerstoff aufzunehmen. Im großen, bauchigen Glas entwickelt sich langsam das Aroma: Der typische Tempranillo-Duft mit ausgeprägten Brombeernoten und einem Hauch von Lakritz steigt mir in die Nase. Am Gaumen ist er weich und anschmiegsam, keine sehr ausgeprägten Tannine und ein feiner Säurehintergrund. Im Geschmack erkenne ich wieder rote Beeren und einen Hauch von Rauch. Der Abgang hinterlässt nochmals feine Fruchtnuancen auf der Zunge. Ich könnte mir vorstellen, dass man diesen Wein auf etwa 10 bis 12 Grad runtergekühlt ebenso genießen kann. Übrigens, er hat schon jetzt  ein ganz leichtes Depot entwickelt als Folge unseres  Verzichts auf jede Art von Filtration.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Mein Sommerrotwein: Corral de Castro 2012

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Rosé: Charmeoffensive in Pink

Die Rosenblüte: Vorbild für Name und Farbe des Roséweins

Die Rosenblüte: Vorbild für Name und Farbe des Roséweins

Rosé-Weine (span.: rosado) hatten lange Zeit ein schlechtes Image: „Nicht Fisch nicht Fleisch“ war die fast einhellige Meinung unter Weinfreunden. Das hat sich, Gott sei Dank, erheblich geändert, seit man verstanden hat, dass der Winzer viel Können und Gespür für das Machen eines richtig guten Rosés benötigt. Dass es überhaupt möglich ist Weine dieses Typs herzustellen, liegt daran, dass die meisten roten Trauben weißes Fruchtfleisch haben, d.h. der Most ist in seiner Farbe von dem eines Weißweins zunächst nicht zu unterscheiden. Beim Rosé geht es darum den Schalen der roten Trauben möglichst viel Aroma zu entlocken, ohne ein Übermaß an roter Farbe und Tanninen in den Wein zu bringen.

Ein Rosé sollte ein attraktives, leuchtendes Pink zeigen, in dem sich vielleicht auch Blau-, Orange- und Grautöne finden. „Oeil de perdrix“, Rebhuhnauge, nennen die Schweizer ihre Rosés aus Pinot Noir. Vielleicht steckt  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Rosé: Charmeoffensive in Pink

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