Was geht uns eigentlich Katalonien an?

„High Noon“ in Katalonien (am Ayuntament de Tarragona, dem lokalen Provinz-Regierungssitz)

Deutschland ist mit Spanien über eine sehr lange gemeinsame Geschichte eng verbunden. Der spanische König Karl V., in dessen Reich die Sonne nicht unterging, war in Personalunion Kaiser des deutschen Reiches. Gemeinsame politische und kulturelle Interessen wurden über die Jahrhunderte gepflegt bis es im 20. Jahrhundert zu der unheiligen Allianz zwischen den schändlichen, faschistischen Diktatoren beider Länder kam. Trotz allem: Spanier suchten wenig später ökonomische Prosperität, die es in der Heimat damals nicht gab, und sie kamen in großer Anzahl nach Deutschland. Umgekehrt suchten die gestressten Deutschen Erholung von Arbeit und Geldverdienen unter Spaniens Sonne und fanden sie reichlich!  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Was geht uns eigentlich Katalonien an?

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Orange – die vierte Weinfarbe

„Orange Wine“: nur die Farbe erinnert an die Frucht und beschreibt, neben weiß,  rosé und rot den vierten möglichen Weinstil.

Was ist ein „Orange Wine“? Die deutsche Übersetzung „Orangenwein“ führt auf eine völlig falsche Fährte. Außer ihrer Farbe hat die Zitrusfrucht mit dem Wein überhaupt nichts zu tun. Es ist lediglich der Orangeton, der als Namensgeber für das Produkt fungierte. Wo kommt diese Farbnuance her? Alle Orange Wines sind Weißweine, die aber wie Rotweine vinifiziert werden. Bei der klassischen Weißweinherstellung wird der Most vor der Gärung im Tank von den Schalen und Kernen durch das Pressen der Trauben getrennt.  Beim Orange-Wine vergärt der Most zusammen mit den Schalen und den Kernen, der sog. Maische, dadurch gehen nicht nur die geringen Mengen der Schalen-Farbstoffe in den in den gärenden Most über sondern gleichermaßen auch Aroma-, Bitter- und Gerbstoffe.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Orange – die vierte Weinfarbe

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Stefan Zweigs Welt von gestern

Stefan Zweig ca, 1912
(Wikipedia.org, gemeinfrei)

Selten gelang es einem Buch mich so zu fesseln, dass ich jede freie Minute nach ihm griff um weiterzulesen. „Die Welt von Gestern“ von Stefan Zweig ist so ein Schmöker. „Erinnerungen eines Europäers“ lautet sein Untertitel und mir schien es tatsächlich als sei die europäische Welt vor den beiden Weltkriegen nicht nur eine historische Begebenheit sondern auch eine wunderschöne Utopie, ja eine Blaupause für unsere heutige Zeit, gewesen. Das Schengener Abkommen brauchte man damals nicht: jeder und jede konnte innerhalb des Kontinents ohne Papiere hinreisen wohin er oder sie wollte. Stefan Zweig tat es und knüpfte an vielen Orten Beziehungen über die er dann informativ und spannend berichtete. Der geschichtliche Rahmen, der in letzter Konsequenz zum Verlust seiner österreichischen Heimat, zur Emigration und zum Selbstmord führte, ist, obwohl er sehr gut bekannt ist, zu tiefst aufwühlend und macht das Buch zu einem erschütternden Dokument der jüngeren Geschichte.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Stefan Zweigs Welt von gestern

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Sanfter Tourismus: die Insel Gomera

Blick von Gomera auf den Teide auf Teneriffa

Wer von den kanarischen Inseln redet hat mit hoher Wahrscheinlichkeit Gran Canaria oder Teneriffa im Sinn und verbindet damit verstopfte Flughäfen und zubetonierte Strände. Den scheußlichen Charakteristika des modernen Massentourismus kann man aber noch einigermaßen entkommen, wenn man sich auf eine Fähre begibt oder ein kleines Flugzeug der Binter-Canarias nach Gomera nimmt . Schon am Hafen von San Sebastian de Gomera empfangen den Besucher die Chiringuitos und verbreiten durch den Duft von in Öl frittiertem Fisch das richtige Inselgefühl. Von Schickimicki keine Spur! Unter Jahrhunderte alten Lorbeerbäumen sitze ich kurze Zeit später auf der Plaza de la Constitución und schlürfe einen kühlen Insel-Weißen aus Tamargada, dessen Cuvée aus den mir bisher unbekannten Forastera und Listán blanca besteht. Frisch und süffig!  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Sanfter Tourismus: die Insel Gomera

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Genuss in Spanien: Bacalau und anderer Pökelfisch

Stockfischproduktion 1924 auf den Lofoten,
von: National Library of Norway via Wikimedia Commons

„De gustibus non est disputandum“ (Über Geschmäcker lässt sich nicht streiten) diese lateinische Erkenntnis soll der französische Gastrosoph, Schriftsteller und Koch Brillat-Savarin seinen unzähligen Anhängern hinterlassen haben. Vermutlich ist es die Übersetzung der spanischen Weisheit „sobre los gustos no hay disputo“ (oder umgekehrt).  Ob Brillat-Savarin dabei auch an den Klippfisch bzw. seine Mittelmeer-Variante, den (span.:) „Bacalau“, gedacht hat, ist nicht überliefert. Es gibt in der Tat nur sehr wenige, etablierte und in vielen Gegenden rund um das Mittelmeer bereits traditionelle, Gerichte, die von Feinschmeckern so kontrovers beurteilt werden wie der gesalzene und luftgetrocknete Kabeljau, auf spanisch Bacalau genannt. Noch heute kann man einen Teil der Gründe für seine Ablehnung in manchen kleinen Lebensmittelläden in andalusischen Dörfern erriechen: den typischen, trockenen und penetranten Fischgeruch, dem das Tranige allerdings völlig fehlt. Es ist ein so charakteristischer Sinneseindruck, den man nicht vergisst und der sich bei gut zubereiteten Speisen mit Bacalau auch am Gaumen wiederfindet und für viele Feinchmecker den geschmacklichen Reiz ausmacht.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Genuss in Spanien: Bacalau und anderer Pökelfisch

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