Reflexionen über Washington Irving und Granadas Alhambra

Die archaischen Tiere des Löwenbrunnens in der Alhambra

Die archaischen Tiere des Löwenbrunnens in der AlhambraWenn man sich ein Bild von den Reisegegebenheiten im Spanien des ausgehenden 19. Jahrhunderts machen möchte, ist die einführende Reisebeschreibung zu den „Tales of the Alhambra“ von Washington Irving ein  äußerst  lesenswertes Dokument. Wegen der Gefahr auf Straßenräuber zu stoßen hat man damals längere Reisen auf dem Pferd oder Esel grundsätzlich nur in Gruppen unternommen. Im Frühjahr 1829 machte sich der Autor zusammen mit einem Bekannten auf Pferden reitend von Sevilla auf den Weg nach Granada. Streckenweise schlossen sie sich anderen Reisenden an, so, dass immer kleine Karawanen unterwegs waren. Man mietete sich einen bewaffneten Führer, falls man in brenzlige Situationen mit „bandoleros“ (Wegelagerer, Banditen, Räuber) kam. Trotz dieser Widrigkeiten gab Irving als Grund für seine Reise lediglich „Neugier“ an. Vielleicht gehörte ja der Nervenkitzel der Möglichkeit einem Robin Hood zu begegnen zum Vergnügen der Reise eines amerikanischen Gentlemans. Auf alle Fälle brachte der Amerikaner beim Verfassen seiner „Tales“ eine Menge Humor mit. So beschreibt er allen Ernstes z.B., wie er eines Tages in der „Posada“ eines Örtchens namens Gandul ankommt und niemand ihm sagen konnte wie spät es war.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Reflexionen über Washington Irving und Granadas Alhambra

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Es geht um die Liebe

Symbol der Liebe als Naturereignis oder phototechnisch fabrizierter Himmelskitsch? (Pixabay)

Vielleicht erstaunt den Leser eines „önosophischen Blogs“ der Titel dieses Beitrags. Über die Liebe zu schreiben ist nun wirklich nicht originell und wenn ein Autor es trotzdem tut, sollte er schon einen besonderen Grund dafür haben. Urteilen Sie bitte selbst, ob dies hier zutrifft! Was ist denn überhaupt Liebe? In Lehrbüchern der Psychologie finden wir meist eine Definition, die so oder so ähnlich lautet: Liebe ist ein Gefühlszustand der starken Zuneigung. Wenn wir uns die körperlichen Reaktionen vor Augen führen die Liebe verursachen kann, wie erhöhten Herzschlag, feuchte Haut und Hände oder stärker durchblutete, rote Wangen, können wir beobachten, wie seelische Vorgänge eine somatische Reaktion auslösen. Am deutlichsten wird dies wenn sich die Liebe auf einen Partner oder eine Partnerin bezieht. Zwischenmenschliche Beziehungen sollen aber nicht mein Thema sein, denn ich möchte aufzeigen, dass wir auch leblose Gegenstände lieben, d.h. ihnen gegenüber einen Gefühlszustand der leidenschaftlichen Zuneigung erreichen können.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Es geht um die Liebe

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Der Weingenuss hätte Wagner und Brahms zusammenführen können

Sehnsuchtsort der Weinfreunde auch schon im 19. Jahrhundert: das Rheintal

Wenn Musikhistoriker vom „Krieg der Romantiker“ sprechen, meinen sie den Streit zwischen zwei Betrachtungsweisen der Musik in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die eine Richtung wollte  die Harmonien der Klassik auflösen und der Musik ein erzählerisches Programm unterlegen während sich die anderen Musiker der Tradition verpflichtet fühlten und der „absoluten Musik“ huldigten. Die progressive „Neudeutsche Schule“, die ihre Heimat in Weimar hatte, wurde von Franz Liszt und Richard Wagner angeführt, während die Protagonisten des konservativen Kreises, vorwiegend in Leipzig ansässig und auf dem Einfluss von Felix Mendelsson-Bartholdy fußend, Clara Schumann, Johannes Brahms und der Star-Geiger Joseph Joachim waren. Interessanterweise war für beide Gruppen der geistige und künstlerische Vater ihrer Bewegung Ludwig van Beethoven.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Der Weingenuss hätte Wagner und Brahms zusammenführen können

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Pyrazine stehen für die grünen Aromen im Wein

Bei maschineller Lese können Pyrazine aus Weinblättern mit in den  Gärtank und später in den Wein kommen (Foto: Pixabay)

Wie kann es sein, dass frisch gepflückte Essweintrauben, auch Tafeltrauben genannt, neben ihrer Süße nur sehr verhalten fruchtige Aromen preisgeben? Manchmal kann man allerdings Muskat-, grasige Apfelnoten oder auch andere, vegetabile Geschmacksstoffe wahrnehmen. Dagegen bringt das Traubenprodukt Wein häufig eine ganz unerwartete Fülle von Aromen ins Glas. Das hat natürlich mit dem Prozess der Vinifikation und der anschließenden Lagerung des Weins zu tun. Entsprechend spricht man von drei Aromentypen: (1) den Primäraromen, die tatsächlich aus den Trauben stammen, (2) den Sekundäraromen, die während und rund um den Prozess der Gärung entstehen, und (3) den Tertiäraromen, die sich während der Tank- bzw. Flaschenlagerung bilden. Im Folgenden möchte ich mich auf eine ganz besondere Gruppe von Primäraromen und deren Hintergründe konzentrieren.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Pyrazine stehen für die grünen Aromen im Wein

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Wie „uncool“ ist Bier?

Bierreklame aus den 50iger Jahren des 20. Jhrs.

Am stahlblauen Himmel über der Wüste sieht ein verlorener, schwitzender Spaziergänger die Fata Morgana eines frostigen Bierglases und ein nebenstehender Text verkündet dass „Durst erst durch Bier schön“ würde. Heute ein Klassiker, war diese Reklame in den 50iger Jahren eine höchst suggestive Verführung zum Biergenuss und hat sicher dazu beigetragen, dass im Laufe der Jahre Deutschland zum europäischen Bierkonsumenten Nummer 1 wurde. Die Deutschen trinken 8 Milliarden Liter Bier pro Jahr und sind damit im Vergleich mit anderen Ländern absolute Spitzenreiter, gefolgt von Großbritannien mit 4,2, Polen mit 4,1 und Spanien mit 3,8 Milliarden Litern, alkoholfreies Bier ist in dieser Statistik nicht enthalten. Global betrachtet sind die bevölkerungsreichen Länder China (381 Milliarden), die USA (215 Milliarden) und Brasilien mit 141 Milliarden Litern die größten Bierbrauer. Deutschland steht auf Platz 5 der weltgrößten Braunationen. Das „Pils“ ist mit 3,5 Milliarden Litern pro Jahr der Liebling unter den Biersorten, gefolgt von Export und Weizen. Für den Staat ist das Brauereiwesen eine lukrative Angelegenheit: von den 19 Milliarden, die die Bierkonsumenten für ihr Trinkvergnügen jährlich ausgeben, bleiben fast 700 Millionen Euro als Biersteuer im Staatssäckel.  Genug der Statistik! Es ist sicher bereits deutlich geworden, welche wirtschaftliche Bedeutung dem Bier in unserem Land zukommt. Dies alles im Kopf wurde ich durch einen „Spiegel“-Beitrag mit dem Titel „Warum die Deutschen die Lust auf Bier verlieren“ (DER SPIEGEL 39/2022) regelrecht aufgeschreckt.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Wie „uncool“ ist Bier?

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