 Nach der Reifung im Barrique folgt die ebenso wichtige Flaschenreifung
Schon beim Kauf eines Weines sollte man sich im klaren darüber sein wann man ihn denn trinken möchte. Ist er für eine kurz bevorstehende Gelegenheit gedacht ist die Frage der Lagerfähigkeit natürlich irrelevant. Soll er aber als Vorrat für späteren Genuss dienen …. bitte lesen Sie hier weiter: Gedanken zur Lagerfähigkeit von Weinen zuhause
 Gesundheitsbezug bei der Weinwerbung muss tabu sein!
Das Thema „Wein und Gesundheit“ hat meine publizistische Tätigkeit schon seit vielen Jahren begleitet (Siehe diesen Blog „Ist Wein aus Hochlagen tatsächlich gesünder?“ oder Peter Hilgard: Sag mir welchen Wein Du trinkst…, Gebrüder Kornmayer Verlag). Nach allen bis heute vorliegenden Untersuchungen besteht kaum Zweifel, dass der Konsum von Wein unter bestimmten, genau definierten Bedingungen gesundheitsfördernd sein kann, wobei auch die im Wein enthaltene Droge Alkohol eine gewisse Rolle zu spielen scheint. …. bitte lesen Sie hier weiter: Gesundheitsbezogene Weinwerbung darf nicht sein!
 Bodega Los Barrancos: Ein Tag der Weinlese 2012 (12.09.2012)
Schon der Beginn des Farbumschlages der Reben von Weiß zu Blau am 2. August 2012 hatte den Hinweis erbracht, dass der Reifeprozess dieses Jahr schneller vor sich ging als in anderen Jahren. Grund dafür war ein ungewöhnlich warmer und trockener Juni und Juli. Diese Wetterverhältnisse änderten sich nicht während der folgenden Wochen. Bereits im Juli gab es eine Hitzewelle die mit dem Südwind feinen Sand aus der Sahara über das Mittelmeer nach Andalusien brachte. In den Nächten kühlte es sich kaum ab, die Temperaturen blieben auch nach Einbruch der Dunkelheit weit über 30 °C. Die ersten Zuckeranalysen Ende August zeigten bereits Werte um einen potentiellen Alkoholgehalt von 14 Vol.-% (in Spanien wird der Zuckergehalt des Mostes nicht in Oechsle sondern in potentiellem Alkoholgehalt des Weines ausgedrückt). …. bitte lesen Sie hier weiter: Spaniens Süden: das Klima bedingt eine frühere Weinlese
 Paternina Gran Reserva „Reserva Especial“ 1968
In meinem anadalusischen Weinkeller, der zugegebenermaßen keine wirkliche Temperaturkonstanz garantiert, fand ich zwei Flaschen eines Weines, den ich vor einigen Jahren bei einem Weinhändler in Granada erstanden hatte. Es war ein 1968er Federico Paternina Gran Reserva, der als „Reserva Especial“ etikettiert war. Die erste Flasche war grauenvoll, die Farbe des Inhaltes war braun und der Duft, besser gesagt, der Gestank, glich dem eines Kuhstalls. Ohne zu probieren landete die Flüssigkeit im Ausguss. Enttäuscht öffnete ich die zweite Flasche, deren Korken schon brüchig zu werden begann. Zwar hatte die Farbe des insgesamt recht hellen Weins auch schon Brauntöne, aber am Rand des Glases schimmerten noch rote Ziegeltöne durch. Das Bukett entfaltete sich sofort: zarte Rauchnoten, feines Leder und eine Fülle von Bergkräutern. Am Gaumen fand sich die gleiche Aromatik, …. bitte lesen Sie hier weiter: Ein 44 Jahre alter Rioja begeistert mich
 Cerro de la Retama 2010 – ist ein wahrhaftiger Autorenwein geworden
Vor knapp drei Monaten haben César Ortega und ich die Cuvée des Cerro de la Retama zusammengestellt. Der Großteil des Weins kam, wie schon öfter, von unserem Rebgarten namens Loma de los Felipes. Dieser Mischsatz aus Tempranillo und Cabernet Sauvignon war mal wieder der komplexeste der uns zur Verfügung stehenden Jungweine. Dazu haben wir …. bitte lesen Sie hier weiter: So wollte ich ihn schon immer haben: Cerro de la Retama 2010
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Vortrefflicher Witz
An dieser Stelle stand bis vor Kurzem noch die Philosophie unseres Weinhandels „La Vineria“. Dieses Unternehmen ist mittlerweile Geschichte: Zum 31. März 2026 haben meine Frau, Isabel del Olmo, und ich unsere Geschäftsaktivitäten aufgegeben. Für uns beide waren die Jahrzehnte, in denen wir mit unseren Kunden ein Teil der spannenden und genussvollen Weinszene Spaniens waren, Herausforderung und Befriedigung zugleich. In meinem „önosophischen Blog“ hatte ich mich bereits vielfältigen kulturellen Themen gewidmet und dies, obwohl der aus dem Griechischen abgeleitete Begriff „Önosophie“ eigentlich nur die „Weisheit vom Wein“ bedeutet. Wie der Wein selbst können auch die Gedanken eines Hedonisten gelegentlich in ein breiteres zivilisatorisches Umfeld geraten und Bereiche wie die Musik, die Philosophie, die bildende Kunst, die Literatur und auch die Gesellschaftspolitik umfassen. Dieses Spektrum unterschiedlicher Thematiken möchte ich auch weiterhin in meinen Beiträgen bearbeiten. Trotz aller gesundheitspolitisch motivierter Kritik kommt mir der Wein dabei gelegentlich schöpferisch zu Hilfe. Wein in Maßen trinken und genießen ist etwas Emotionales, und im Wein kann der Künstler Inspiration finden. Keiner hat dies schöner und treffender ausgedrückt als Shakespeare in seinem "König Heinrich der Vierte" (2. Teil, 4. Aufzug, 3. Szene), wo er den lebensfrohen Falstaff in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tieck ausrufen lässt:
(Der Wein) „steigt Euch in das Gehirn, zerteilt da alle albernen und rohen Dünste, die es umgeben, macht es sinnig, schnell und erfinderisch, voll von behenden, feurigen und ergötzlichen Bildern; wenn diese dann der Stimme, der Zunge, überliefert werden, was ihre Geburt ist, so wird vortrefflicher Witz daraus".
Vortrefflicher Witz können selbstverständlich auch die schönen Farben und Formen des Malers oder Bildhauers bzw. die spannenden Klänge des Musikers sein.
Texte um reine Fakten können heute problemlos von Künstlicher Intelligenz (KI) zusammengestellt werden. Um Sachverhalte aber wirklich verstehen zu können, bedarf es einer persönlichen Sicht und einer Interpretation. Die will ich mit meinen Beiträgen liefern, allerdings ohne besondere Ansprüche an Originalität, dafür aber immer mit der strikten Forderung nach Glaubwürdigkeit!
Ich hoffe, dass Sie Freude an meinem Blog haben und freue mich auf „Feedback“!.
Peter Hilgard
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