Der Aperitif: Abführmittel oder Appetitanreger?

Wilder Mittelmeer-Anis: ein Kraut für beliebte Aperitifs im Süden Europas

Wilder Fenchel (Foeniculum vulgare) ein Kraut für beliebte Aperitifs im Süden Europas (z.B. Pastis, Ouzo etc.)

Ein Blick ins Ethymologische Wörterbuch offenbart, dass der Begriff Aperitif, den wir alle für die Bezeichnung eines appetitanregenden, alkoholischen Getränks kennen, aus der Medizin kommt. Das Substantiv wurde aus dem lateinischen „aperire“ (= öffnen) gebildet. Ursprünglich bezog sich das Öffnen allerdings auf einen anderen Körperteil: es bedeutete so viel wie „abführen“, ein Aperitif war demnach ein Medikament aus der Gruppe der Laxantien (Abführmittel). Erst im 19. Jahrhundert veränderte sich die Bedeutung im heutigen Sinne und aus dem Darmöffner wurde der berühmte „Magenöffner“.

Die Literatur über das Zusammenspiel von Wein und Speisen hat in den letzten Jahren geradezu inflationäre Dimensionen angenommen. Es scheint, als müsse sich jeder Sommelier oder Sternekoch in schriftlicher Form mit seinem Beruf auseinandersetzen und mit entsprechenden Beiträgen das deutsche Publikum beglücken – und die Verlage wissen wohl, dass dahinter auch ein gutes Geschäft steht. Eher selten findet man   ….  bitte lesen Sie hier weiter: Der Aperitif: Abführmittel oder Appetitanreger?

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Eine Liebeserklärung an Galicien

Romanische Kirche in Allariz, dem Geburtsort von Alfons dem Weisen

Romanische Kirche in Allariz, dem Geburtsort von Alfons dem Weisen

Wenn die europäische Wetterkarte für kurze Momente auf dem abendlichen Bildschirm des Fernsehapparates erscheint, sieht man fast immer eine dunkle Wolkenanhäufung über dem äußersten Nordwestzipfel Spaniens. Dort liegt Galicien, jener grüne Landstrich wo der Regen tatsächlich einen wesentlichen Teil des alltäglichen Lebens darstellt. In dieser Region war ich kürzlich im Januar für eine ganze Woche und habe gelernt das besondere Klima dieses Landes zu lieben. Es ist, selbst im Winter, feucht und warm. Die Palmen am Wegesrand sowie Zitronen- und Orangenbäume zeigen es an. Die spektakulären Aussichten auf die sog. „Rias“, tiefe Buchten, wie Einschnitte in das Land, gehören zum landschaftlich schönsten, was ich kenne. Nicht zu vergessen,  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Eine Liebeserklärung an Galicien

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Ein neuer Begriff: „heroischer Weinbau“

Heroischer Rebbau: Cerro de la Retama auf ca. 1.400 m.ü.M.

Heroischer Rebbau: Cerro de la Retama auf ca. 1.400 m.ü.M.

Der Begriff „Bergwein“ (mountain wine) wurde im 19. Jahrhundert geprägt und bezeichnete in England den klassischen süßen Malaga-Wein. Erst die drohende Weltklimaveränderung hat das Interesse wieder auf die kühleren Höhenlagen gelenkt. Das “Zentrum für Forschung, Nachhaltigkeit und Fortschritt des Bergweinbaus“ (CERVIM) ist eine internationale Organisation, mit Sitz in Italien, die sich zum Ziel gesetzt hat den sog. Heroischen Weinbau zu fördern. Das Exekutivkommitee dieser Gesellschaft  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Ein neuer Begriff: „heroischer Weinbau“

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Schreckgespenst: Alkoholabhängigkeit

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung legte kürzlich einige alarmierende Zahlen vor (Zitat:) „9,5 Mio. Menschen in Deutschland konsumieren Alkohol in gesundheitlich riskanter Form. Durchschnittlich werden pro Kopf der Bevölkerung jährlich zehn Liter reinen Alkohols konsumiert. Etwa 1,3 Mio. Menschen gelten als alkoholabhängig. Jedes Jahr sterben in Deutschland 74.000 Menschen an den direkten und indirekten Folgen ihres Alkoholmissbrauchs. Die volkswirtschaftlichen Kosten belaufen sich auf 26,7 Milliarden Euro, davon sind allein 7,4 Milliarden direkte Kosten für das Gesundheitssystem.“ Diese Zahlen sprechen m. M. für sich selbst und benötigen keinen Kommentar.

Ich erinnere mich an einen Vortrag vor Weinfreunden zur spanischen Weinkultur, an dessen Ende mich ein kritischer Journalist fragte, ob ich mir sicher sei, dass die ganze Kultur nicht letztlich nur ein Alibi für das Trinken der gebildeten Gesellschaftsschichten ist. Eine klare Antwort musste ich ihm schuldig bleiben, aber eine kritische Stimme in mir sagte „vielleicht ist da ja etwas dran!“ Die allermeisten Weinfreunde weisen Derartiges allerdings weit von sich und verweisen auf den Ausnahmecharakter ihres Genusses, die relativ kleinen Mengen, die sie konsumieren und die Fähigkeit es auch sofort lassen zu können, wenn erforderlich.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Schreckgespenst: Alkoholabhängigkeit

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Begeisterung für spanische Weißweine

In der spanischen Tageszeitung „El Pais“ vom 22. November 2013 hat Jesús Rodríguez unter dem Titel „La rebelión de los blancos“ (Der Aufstand der Weißen) einen sehr lesenswerten Artikel über spanische Weißweine geschrieben. Es handelt sich um eine scharfe Ist-Analyse, denn eigentlich war ja Spanien schon immer ein Weißweinland (siehe Blog: Ein großer Erfolg: die Weißweine Spaniens) und trotzdem: im eigenen Land hat man sie in den vergangenen Jahrzehnten nicht mehr wirklich geschätzt. Es galt das Sprichwort: Der beste Weiße ist rot.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Begeisterung für spanische Weißweine

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