 Taschenbuchausgabe von 1963
In der griechischen Mythologie waren die Musen Göttinnen der Künste und Wissenschaften. Später, im 19. Jahrhundert wurden sie zu, meist weiblichen, Wesen, die Künstler zu Kunstleistungen veranlassten bzw. inspirierten. Ihr künstlerisches und menschliches Einfühlungsvermögen bestimmte ihren Charakter und die Dynamik ihrer Beziehung zum jeweiligen Partner. Eine erotische Komponente spielte dabei fast immer eine wichtige Rolle. Die Kunstgeschichte zeigt uns, dass manche Musen selbst über ein hohes Maß an Kreativität verfügten und Frauen wie Bettina von Brentano, Lou Andrea-Salomé, Camille Claudel, Yoko Ono u.v.a. waren selbst überragende Künstlerinnen, die es in vieler Hinsicht mit ihren Partnern aufnehmen konnten, selbst wenn diese Achim von Arnim, Friedrich Nietzsche, Auguste Rodin oder John Lennon hießen.
In die Gruppe dieser starken Power-Frauen gehört unzweifelhaft auch Alma Mahler-Werfel. Ihre Autobiographie „Mein Leben“ liest sich wie ein Streifzug durch die Kunstgeschichte eines ganzen …. bitte lesen Sie hier weiter: Eine vielfältige Muse: Alma Mahler-Werfel
 Craft Bier-Favoriten
Als gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten eine Handvoll „micro-breweries“ versuchten eine Alternative zu der Phalanx der wässrigen und so gut wie geschmacksneutralen industriellen Biere zu brauen, ahnten sie nicht, dass sie damit einen weltweiten Trend lostreten würden. Das 1988 erstmals hergestellte „Samuel Adams Boston Ale“ wurde zum Auslöser einer Bierrevolution, die heute unter dem Namen Craft-Beer beinahe die ganze Welt erfasst hat. In den USA war es auch ein ökonomischer Erfog: Ein Fünftel des Bierumsatzes im Lande wird mittlerweile mit Craft Bieren gemacht! Das haben in Europa auch manche Weinmacher begriffen und begonnen sich mit Bier zu beschäftigen (darüber habe ich anlässlich der ProWein 2016 berichtet).
Viele „Neuerungen“ basieren – wie so oft – auf einer Wiederenteckung des Alten. So ist es auch bei den Craft Bieren. …. bitte lesen Sie hier weiter: Auch für Weintrinker: Craft Bier
 Der Garten: Vorlage für Maler und Musiker
An dieser Stelle habe ich schon öfter meine Liebe zu Gärten bekundet (z.B. Der Wein im Paradies), dabei hat mich die Vorstellung geleitet, dass diese Anlagen eine der schönsten Huldigungen des Menschen an die Natur sind. Nirgends sind sich Kunst und die belebte Natur so nah wie in einem Garten. Genuss und Glück vermittelten einst im Garten Eden die Nähe des Göttlichen. Kein Wunder, dass auch Maler sich von Gartenlandschaften bezaubern lassen konnten und zu allen Zeiten und in allen Kulturen den Gärten mit Stiften, Kreide oder Pinsel gehuldigt haben. Eine wunderbare Zusammenstellung der modernen Gartenmalerei von Monet bis Matisse war kürzlich in der Londoner Royal Academy of Arts zu sehen (Painting The Modern Garden. Monet to Matisse). …. bitte lesen Sie hier weiter: Spanische Gärten: hören und sehen
 Nisperos sind keine Mispeln
Für einen spanischen Feinschmecker ist das Erscheinen der ersten „nisperos“ auf dem Markt das untrügliche Signal, dass der Frühling begonnen hat. Verführerisch golden-gelb leuchten sie in ihren Körben an den Obstständen und mancher Tourist aus dem Norden mag sie für gelbe Pflaumen oder eine Art Aprikose halten – bis er ihren Namen „nispero“ erfährt und dann im Wörterbuch den deutschen Begriff „Mispel“ dafür findet. Aber hier irren Langenscheidt und Co. ganz gewaltig, denn dieses Kernobst ist keine Mespilus germanica (deutsche Mispel) sondern eine Eriobotrya japonica (japanische Wollmispel), auch Loquat genannt. Gemeinsam ist beiden allerdings ihre botanische Herkunft: sie gehören zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). …. bitte lesen Sie hier weiter: Iberische Frühligsboten: Nisperos
Gestern Abend, in gemütlicher Runde bei einer Flasche Rotwein habe ich mal wieder jenen Kardinalfehler begangen, den zu vermeiden ich mir eigentlich schon vor langer Zeit vorgenommen hatte: ich öffnete noch eine Flasche, nachdem die Gäste schon zaghaft ihren Aufbruch angekündigt hatten. War es erneut meine unausgesprochene Hoffnung, dass sie bei vollen Gläsern nicht gehen würden? Nun saß ich da mit meiner offenen Flasche, trank selbst noch ein Gläschen und überlegte mal wieder was ich mit der fast vollen Flasche tun sollte. Beinahe reflexartig öffnete ich den Kühlschrank und stellte die wieder verkorkte Flasche hinein.
Der größte Feind einer geöffneten Weinflasche ist der Sauerstoff, denn durch ihn wird eine chemische Reaktion vermittelt, die man als Oxidation bezeichnet. Die Umsetzung verschiedener …. bitte lesen Sie hier weiter: Flasche geöffnet – was passiert mit dem Rest?
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Vortrefflicher Witz
An dieser Stelle stand bis vor Kurzem noch die Philosophie unseres Weinhandels „La Vineria“. Dieses Unternehmen ist mittlerweile Geschichte: Zum 31. März 2026 haben meine Frau, Isabel del Olmo, und ich unsere Geschäftsaktivitäten aufgegeben. Für uns beide waren die Jahrzehnte, in denen wir mit unseren Kunden ein Teil der spannenden und genussvollen Weinszene Spaniens waren, Herausforderung und Befriedigung zugleich. In meinem „önosophischen Blog“ hatte ich mich bereits vielfältigen kulturellen Themen gewidmet und dies, obwohl der aus dem Griechischen abgeleitete Begriff „Önosophie“ eigentlich nur die „Weisheit vom Wein“ bedeutet. Wie der Wein selbst können auch die Gedanken eines Hedonisten gelegentlich in ein breiteres zivilisatorisches Umfeld geraten und Bereiche wie die Musik, die Philosophie, die bildende Kunst, die Literatur und auch die Gesellschaftspolitik umfassen. Dieses Spektrum unterschiedlicher Thematiken möchte ich auch weiterhin in meinen Beiträgen bearbeiten. Trotz aller gesundheitspolitisch motivierter Kritik kommt mir der Wein dabei gelegentlich schöpferisch zu Hilfe. Wein in Maßen trinken und genießen ist etwas Emotionales, und im Wein kann der Künstler Inspiration finden. Keiner hat dies schöner und treffender ausgedrückt als Shakespeare in seinem "König Heinrich der Vierte" (2. Teil, 4. Aufzug, 3. Szene), wo er den lebensfrohen Falstaff in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tieck ausrufen lässt:
(Der Wein) „steigt Euch in das Gehirn, zerteilt da alle albernen und rohen Dünste, die es umgeben, macht es sinnig, schnell und erfinderisch, voll von behenden, feurigen und ergötzlichen Bildern; wenn diese dann der Stimme, der Zunge, überliefert werden, was ihre Geburt ist, so wird vortrefflicher Witz daraus".
Vortrefflicher Witz können selbstverständlich auch die schönen Farben und Formen des Malers oder Bildhauers bzw. die spannenden Klänge des Musikers sein.
Texte um reine Fakten können heute problemlos von Künstlicher Intelligenz (KI) zusammengestellt werden. Um Sachverhalte aber wirklich verstehen zu können, bedarf es einer persönlichen Sicht und einer Interpretation. Die will ich mit meinen Beiträgen liefern, allerdings ohne besondere Ansprüche an Originalität, dafür aber immer mit der strikten Forderung nach Glaubwürdigkeit!
Ich hoffe, dass Sie Freude an meinem Blog haben und freue mich auf „Feedback“!.
Peter Hilgard
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