In manchen Rotweinbeschreibungen vergleicht der Autor eine bestimmte Duftkomponente mit der einer Zigarrenkiste. Lange Zeit habe ich geglaubt, dass dieses Aroma einfach der Zigarrenduft, der noch in der Verpackung hing, sei. Bis ich einmal eine derartige Kiste geschenkt bekam und mir das Holz etwas genauer ansehen und vor allem sensorisch etwas näher untersuchen konnte. Sie
Bitte lesen Sie hier weiter: Rotwein: wie ist der „Duft einer Zigarrenkiste“?
Vor mehr als 70 Jahren sang das Wiener Original Hans Moser „I muass im frühern Leben a Reblaus gwesen sein!“ Damit begründete er seine Liebe zum Wein und ihm folgten unzählige Epigonen, die ihre Weinläden oder -kneipen „Zur Reblaus“ o. ä. nannten. Das klingt zunächst ganz anheimelnd und lustig, wenn man aber etwas genauer nachdenkt,
Bitte lesen Sie hier weiter: Was hat es mit der Reblaus auf sich?
Blick auf den Hafen von Funchal, dem Zentrum des Weinhandels auf Madeira
Vor ca. 3 Jahren habe ich an dieser Stelle ein Plädoyer für die Aufnahme bestimmter Aspekte der Weinkultur in das Weltkulturerbe der UNESCO veröffentlicht. Dazu gehören aus heutiger Sicht unbedingt auch die „Südweine“, jene mit reinem Alkohol verstärkten, süßen Kreszenzen aus
Bitte lesen Sie hier weiter: Gehört zum „Weltgenußerbe“: der Madeira-Wein
Wilder Fenchel (Foeniculum vulgare) ein Kraut für beliebte Aperitifs im Süden Europas (z.B. Pastis, Ouzo etc.)
Ein Blick ins Ethymologische Wörterbuch offenbart, dass der Begriff Aperitif, den wir alle für die Bezeichnung eines appetitanregenden, alkoholischen Getränks kennen, aus der Medizin kommt. Das Substantiv wurde aus dem lateinischen „aperire“ (= öffnen) gebildet. Ursprünglich bezog
Bitte lesen Sie hier weiter: Der Aperitif: Abführmittel oder Appetitanreger?
In der spanischen Tageszeitung „El Pais“ vom 22. November 2013 hat Jesús Rodríguez unter dem Titel „La rebelión de los blancos“ (Der Aufstand der Weißen) einen sehr lesenswerten Artikel über spanische Weißweine geschrieben. Es handelt sich um eine scharfe Ist-Analyse, denn eigentlich war ja Spanien schon immer ein Weißweinland (siehe Blog: Ein großer Erfolg: die
Bitte lesen Sie hier weiter: Begeisterung für spanische Weißweine
|
Vortrefflicher Witz
An dieser Stelle stand bis vor Kurzem noch die Philosophie unseres Weinhandels „La Vineria“. Dieses Unternehmen ist mittlerweile Geschichte: Zum 31. März 2026 haben meine Frau, Isabel del Olmo, und ich unsere Geschäftsaktivitäten aufgegeben. Für uns beide waren die Jahrzehnte, in denen wir mit unseren Kunden ein Teil der spannenden und genussvollen Weinszene Spaniens waren, Herausforderung und Befriedigung zugleich. In meinem „önosophischen Blog“ hatte ich mich bereits vielfältigen kulturellen Themen gewidmet und dies, obwohl der aus dem Griechischen abgeleitete Begriff „Önosophie“ eigentlich nur die „Weisheit vom Wein“ bedeutet. Wie der Wein selbst können auch die Gedanken eines Hedonisten gelegentlich in ein breiteres zivilisatorisches Umfeld geraten und Bereiche wie die Musik, die Philosophie, die bildende Kunst, die Literatur und auch die Gesellschaftspolitik umfassen. Dieses Spektrum unterschiedlicher Thematiken möchte ich auch weiterhin in meinen Beiträgen bearbeiten. Trotz aller gesundheitspolitisch motivierter Kritik kommt mir der Wein dabei gelegentlich schöpferisch zu Hilfe. Wein in Maßen trinken und genießen ist etwas Emotionales, und im Wein kann der Künstler Inspiration finden. Keiner hat dies schöner und treffender ausgedrückt als Shakespeare in seinem "König Heinrich der Vierte" (2. Teil, 4. Aufzug, 3. Szene), wo er den lebensfrohen Falstaff in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tieck ausrufen lässt:
(Der Wein) „steigt Euch in das Gehirn, zerteilt da alle albernen und rohen Dünste, die es umgeben, macht es sinnig, schnell und erfinderisch, voll von behenden, feurigen und ergötzlichen Bildern; wenn diese dann der Stimme, der Zunge, überliefert werden, was ihre Geburt ist, so wird vortrefflicher Witz daraus".
Vortrefflicher Witz können selbstverständlich auch die schönen Farben und Formen des Malers oder Bildhauers bzw. die spannenden Klänge des Musikers sein.
Texte um reine Fakten können heute problemlos von Künstlicher Intelligenz (KI) zusammengestellt werden. Um Sachverhalte aber wirklich verstehen zu können, bedarf es einer persönlichen Sicht und einer Interpretation. Die will ich mit meinen Beiträgen liefern, allerdings ohne besondere Ansprüche an Originalität, dafür aber immer mit der strikten Forderung nach Glaubwürdigkeit!
Ich hoffe, dass Sie Freude an meinem Blog haben und freue mich auf „Feedback“!.
Peter Hilgard
|