Metapher sowie einzigartiges Naturprodukt: der Honig

Wildbienen-Imker bei der Arbeit im Wald (Foto: Pixabay)

Im antiken Griechenland nannte man den Honig „Himmelstau“ und verstand ihn als süße Gabe der Götter an den Menschen. Das großartige und wunderbar erotische „Hohe Lied des Salomo“ im Alten Testament lässt den Bräutigam die Braut preisen „Von deinen Lippen, Braut, tropft Honig; Milch und Honig ist unter deiner Zunge. Der Duft deiner Kleider ist wie des Libanon Duft“ (Einheitsübersetzung von 1980). Die Libanon-Zeder ist noch heute ein beliebter Bestandteil von Parfüms auch Milch und Honig sind in diesem Text zum Symbol der sinnlichen Verführung stilisiert worden. In englisch-sprachigen Ländern reden sich Verliebte gelegentlich mit „Honey“ (Honig) an und wenn  sie dann endgültig zusammengefunden haben erleben sie den „Honeymoon“ (Honigmond). Die Vorstellung dahinter könnte, nach Erkenntnis der Sprachforscher, sein, dass die Liebe zu einander – deren Symbol der Honig ist – wie die Mondphasen wechseln kann.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Metapher sowie einzigartiges Naturprodukt: der Honig

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Was ist eigentlich „Spontangärung“?

Rebgarten in Bordeaux (Château Pape Clemént) als Kultivierungsort für Apiculatuas-Hefen

In vielen Bereichen der Önologie gibt es eine Tendenz zur methodischen Nostalgie: alte, längst ersetzte – weil vermeintlich unzulängliche – Verfahren werden wieder ausgegraben und mit modernen Techniken kombiniert oder in ihrer alten Form einfach nur zum Leben wiedererweckt. Rebbau und Vinifikation sind Bereiche in denen diese Philosophie gegenwärtig Hochkonjunktur hat. Längst ausgestorbene Rebsorten, die Mostgewinnung durch Barfußtreten und die Spontangärung sind nur drei Beispiele für den Historismus beim Weinmachen. Über wiederentdeckte Rebsorten und das barfüßige  Traubenpressen sowie die frühe Geschichte der Weinbereitung habe ich mich an dieser Stelle bereits ausgelassen. Jetzt soll es um die „Spontangärung“ gehen! Was ist denn das wird sich mancher Weinliebhaber fragen? Für die etwas älteren Semester unter uns mag diese Frage tatsächlich berechtigt sein, denn bis in die 70-iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts gab es nur eine einzige Art der Gärführung und diese beruhte auf den natürlichen Hefen, die auf den Traubenschalen und im Keller vorhanden sind und beim Zusammentreffen mit dem zuckerhaltigen Most temperaturabhängig spontan beginnen, unter Freisetzung von Kohlendioxid, den gewünschten Alkohol zu produzieren.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Was ist eigentlich „Spontangärung“?

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Keine „femme libre“: die Musikerin Fanny Hensel

Fanny Mendelssohn Bartholdy gezeichnet von ihrem späteren Ehemann Wilhelm Hensel (gemeinfrei)

„Materielle Genüsse waren ihr ziemlich gleichgültig: gut Essen und Trinken, Bequemlichkeiten, Toilette. Luxus aller Art waren nicht zu ihrem Leben notwendig; wohl aber Umgang mit gebildeten, klugen Menschen, im kleineren Kreis, und Kunstgenüsse. Ihr Freiheitssinn wurzelte tief in ihrer Natur: gegen den Adel und alle Prätentionen der Geburt und des Geldbeutels verhielt sie sich sehr zurückhaltend.“ Diese Beschreibung der Eigenschaften einer der größten Komponistinnen des 19. Jahrhunderts stammt von ihrem Sohn Sebastian.  Die Rede ist von Fanny Hensel, geb. Mendelssohn Bartholdy. Diese Frau traf ich im Leipziger Mendelssohn-Haus, wo für den Besucher ihre Musik und ihre Biografie lebendig werden. In ihr hat sich ein für das Jahrhundert typisches Schicksal erfüllt, dass von einem sehr eigeengten und in seinen Möglichkeiten begrenzten Frauenbild geprägt war. Fanny war die ältere Schwester von Felix, Tochter eines Bankiers und Enkelin des großen, jüdischen Philosophen Moses Mendelssohn. Erstaunlicherweise war gerade dieser Mann ein Wegbereiter der jüdischen Aufklärung und zu Lebzeiten von Fanny bereits ein weltberühmter Philosoph. Die „Epoche der Vernunft“, in die Fanny hineingeboren worden war, begehrte für alle Bürger das Recht auf Selbstbestimmung und Emanzipation.

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Tortas de Aceite – eine Gaumen-Verführung aus Andalusien

6er-Packung von Tortas de Aceite Ines Rosales

Als ich Ende der 60-iger-Jahre zusammen mit meinem Freund „Ecki“ meine allererste Reise auf die Iberische Halbinsel unternahm, herrschten dort noch faschistische Diktatoren, was uns beide aber damals nur sehr wenig kümmerte. Was in der Erinnerung an diese Reise blieb, war die pittoreske Armut des Landes. Da wir kein Spanisch und so gut wie kein Spanier Deutsch oder Englisch sprachen, blieb unser Kontakt mit der Bevölkerung auf deren Beobachtung  vom Straßenrand beschränkt. Viel Geld hatten wir nicht und daher mussten wir auch an unserer Ernährung Abstriche machen. Ich hatte damals in Spanien die wunderbaren Dosen der Marke „Palacio de Oriente“ mit weißem „Bonito“, einer besonderen Thunfischart, – im Englischen „scipjack-tuna“ genannt – entdeckt und zu meinem täglichen Mahl erkoren. Daneben konnte man in kleineren „Comestibles“-Läden gelegentlich in glänzendes, fettabweisendes Papier verpackte „Tortas de Aceite“ der Ines Rosales kaufen, die den Kohlehydratanteil meiner Reisenahrung und gleichzeitig einen großartigen Nachtisch darstellten.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Tortas de Aceite – eine Gaumen-Verführung aus Andalusien

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Lasst Euch nicht lumpen, hoch mit dem Humpen!

Für einen pensionierten Eisenbahner geschaffener (und geschmacklich fragwürdiger) Jubiläums-Humpen (Pixabay)

Unsere Trinkkultur hat über die Jahrhunderte in ihrer Entwicklung ein kleines Wunder vollbracht: die Größe der Trinkgefäße hat sich sehr genau an den vorgesehenen Inhalten orientiert. Schnapsgläser sind kleiner als Weingläser und diese wiederum kleiner als Bierkrüge. Setzt man den Alkoholgehalt der jeweiligen Getränke in Relation zum potentiellen Inhalt der Behältnisse, kommt man zu dem Schluss, dass in allen ungefähr die gleiche Menge Alkohol vorhanden ist. Deswegen können Gesundheitsbehörden bei ihren Trinkempfehlungen heute von „Alkoholeinheiten“ reden und meinen damit jeweils ein entsprechendes Glas. Einzig und allein die Biergläser machen eine häufige Ausnahmen von der Regel. Das berühmte bayerische „Maß“ – 1-Liter-Standardgröße, z.B. beim Münchner Oktoberfest –  enthält dreimal so viel Bier wie die klassische Einheit von 0,3 Litern. Das mag mit der Soziologie der Biertrinker zusammenhängen, bei denen häufig mehr der Akt des Trinkens und die konsumierte Alkoholmenge als der Genuss des Getränks im Vordergrund stehen. Neben der außergewöhnlichen „bayerischen Maß“ mit ihrem historisch festgelegten 50 Kubikzoll-Inhalt (genau genommen 1,07 Liter) gibt es, sozusagen als „Reichsantwort“ den ebenso großen, deutschen „Humpen“ (gelegentlich auch „Seidel“ genannt) , über den ich im Folgenden berichten möchte.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Lasst Euch nicht lumpen, hoch mit dem Humpen!

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