Titelblatt des Don Quijote 1605 (4. Auflage)
Am Beginn des 16. Jahrhunderts entstand mit dem Don Quijote in Spanien Weltliteratur. Seither haben sich Jung und Alt über die Abenteuer des sinnreichen Junkers von der Mancha gefreut und immer wieder voll Bewunderung und Genuss nach den humorvollen und ironischen Erzählungen des Miguel de Cervantes gegriffen,
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Wir reden heutzutage viel von „gepanschten“ oder „von der Chemie verbesserten“ Weinen. In diesem Zusammenhang bin ich auf eine höchst amüsante Literaturstelle aus dem 19. Jahrhundert gestossen. Johann Wolfgang Döbereiner, geb. 1780 und gestorben 1849, war einer der großen Chemiker seiner Zeit. Er gilt als der Vater der systematischen Ordnung der chemischen Elemente, seine „Triadenlehre“
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Eine alte Apotheke
Zwar ist dem Kenner spanischer Weinkultur das Wort „bodega“ ein geläufiger Begriff, aber die Vielfalt seiner Bedeutung ahnt er meist nicht. Für den einen ist es vielleicht die kastilische Bezeichnung für eine Kellerei, für den anderen der magische Klang einer spanischen Institution, die man im Deutschen am ehesten mit „Weinschänke“ übersetzen
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Die „adafina“, eine Art Eintopf, war bei den sefardischen (spanischen) Juden das klassische Gericht für den Sabbat. In seiner einfachsten Form bestand es aus koscherem Lamm- oder Zickleinfleisch. Dies wurde in Würfel geschnitten und in einem feuerfesten Tontopf mit reichlich Olivenöl, kleingeschnittenen Zwiebeln, Knoblauch, Salz und aromatischen Kräutern wie Thymian, Lorbeer und Majoran über einer
Bitte lesen Sie hier weiter: Spanische Suppe – die Mutter aller Suppen
„Die Beeren der Traube sind wie kleine Lichtgeschwülste“
Darüber, dass der Wein etwas Göttliches sei habe ich kürzlich im Zusammenhang mit Nicolaus Cusanus an dieser Stelle geschrieben. Diese grundsätzliche Einsicht zieht sich wie ein roter Faden sowohl durch das Alte als auch durch das Neue Testament. So schreibt z.B. der Prediger Salomo
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Vortrefflicher Witz
An dieser Stelle stand bis vor Kurzem noch die Philosophie unseres Weinhandels „La Vineria“. Dieses Unternehmen ist mittlerweile Geschichte: Zum 31. März 2026 haben meine Frau, Isabel del Olmo, und ich unsere Geschäftsaktivitäten aufgegeben. Für uns beide waren die Jahrzehnte, in denen wir mit unseren Kunden ein Teil der spannenden und genussvollen Weinszene Spaniens waren, Herausforderung und Befriedigung zugleich. In meinem „önosophischen Blog“ hatte ich mich bereits vielfältigen kulturellen Themen gewidmet und dies, obwohl der aus dem Griechischen abgeleitete Begriff „Önosophie“ eigentlich nur die „Weisheit vom Wein“ bedeutet. Wie der Wein selbst können auch die Gedanken eines Hedonisten gelegentlich in ein breiteres zivilisatorisches Umfeld geraten und Bereiche wie die Musik, die Philosophie, die bildende Kunst, die Literatur und auch die Gesellschaftspolitik umfassen. Dieses Spektrum unterschiedlicher Thematiken möchte ich auch weiterhin in meinen Beiträgen bearbeiten. Trotz aller gesundheitspolitisch motivierter Kritik kommt mir der Wein dabei gelegentlich schöpferisch zu Hilfe. Wein in Maßen trinken und genießen ist etwas Emotionales, und im Wein kann der Künstler Inspiration finden. Keiner hat dies schöner und treffender ausgedrückt als Shakespeare in seinem "König Heinrich der Vierte" (2. Teil, 4. Aufzug, 3. Szene), wo er den lebensfrohen Falstaff in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tieck ausrufen lässt:
(Der Wein) „steigt Euch in das Gehirn, zerteilt da alle albernen und rohen Dünste, die es umgeben, macht es sinnig, schnell und erfinderisch, voll von behenden, feurigen und ergötzlichen Bildern; wenn diese dann der Stimme, der Zunge, überliefert werden, was ihre Geburt ist, so wird vortrefflicher Witz daraus".
Vortrefflicher Witz können selbstverständlich auch die schönen Farben und Formen des Malers oder Bildhauers bzw. die spannenden Klänge des Musikers sein.
Texte um reine Fakten können heute problemlos von Künstlicher Intelligenz (KI) zusammengestellt werden. Um Sachverhalte aber wirklich verstehen zu können, bedarf es einer persönlichen Sicht und einer Interpretation. Die will ich mit meinen Beiträgen liefern, allerdings ohne besondere Ansprüche an Originalität, dafür aber immer mit der strikten Forderung nach Glaubwürdigkeit!
Ich hoffe, dass Sie Freude an meinem Blog haben und freue mich auf „Feedback“!.
Peter Hilgard
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