Klein aber fein: der Wein einer andalusischen Venta

Landschaft bei Haza del Lino

Landschaft bei der Venta Haza del Lino

Auf der Passhöhe an der Strasse zwischen den ostandalusischen Dörfern Orgiva und Albuñol, in der Sierra de la Contraviesa, gibt es die Wirtschaft (Venta) „Haza del Lino“. Einst war sie der einzige Ort weit und breit an dem man essen konnte. Die Standard-Mahlzeit bestand aus dem lokalen, auf 1.300 Metern ü.M. gereiften Schinken mit Bratkartoffeln und in reichlicher Menge Öl gebratenem Spiegelei. Dazu bekam man eine Karaffe des selbst gemachten Vino de la Costa auf den Tisch gestellt, dieser war ein rosa gefärbter, alkoholreicher Wein mit deutlichen Sherrynoten. Obwohl es kein Gourmet-Essen war, sind wir die 10 Kilometer von unsrem Haus oft dorthin gefahren um uns beim alten Paco satt zu essen. Haza del Lino war eine in der ganzen Gegend bekannte Institution, in der auch die neuesten Nachrichten ausgetauscht wurden. Im Laufe der Jahre wuchsen die Kinder und Enkel heran, wobei die jeweils ältesten der Einfachkeit halber auch Paco hießen. Heute gibt es zwei Pacos, den Sohn und den Enkel des „Alten“. Beide sind Wein-Freaks und haben sich u.a. auch von Cesar Ortega, unserem Önologen von Los Barrancos, ausbilden lassen. Der junge Paco ist  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Klein aber fein: der Wein einer andalusischen Venta

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Mit dem Herzen sehen

Titelblatt des Kleinen Prinzen von P. Sloterdijk übersetzt

Titelblatt (Ausschnitt) des Kleinen Prinzen von P. Sloterdijk übersetzt

Als ich Ende August 2016 nach Andalusien fuhr befand sich Peter Sloterdijks neue Übersetzung von „Der kleine Prinz“ im Reisegepäck. Mit diesem für Erwachsene geschriebenen „Kinderbuch“ hat Antoine de Saint-Exupery noch kurz vor seinem Tode bekanntlich Weltliteratur geschaffen. Ich weiß nicht wie oft ich dieses kleine Werk schon gelesen habe, aber noch immer kann ich mich für die Aussage des Fuchses begeistern, der den kleinen Prinzen belehrte: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Wir alle spüren vermutlich, ohne viel nachzudenken, dass sich in dieser Zeile eine intuitive Wahrheit verbirgt, die allerdings schwer fassbar  ist.

Für was steht das Herz in diesem Zusammenhang? Es kann eigentlich nur der Geist sein. Eben jene in uns lebende schöpferische Kraft, die die subjektiven Wahrnehmungen und Eindrücke mit unserer Seele verknüpft. Dem äußerlichen Erkennen von Gegenständen, Menschen und Landschaften steht ein inneres Verständnis des Sehenden gegenüber, was ihm hilft seine Beobachtung in einen subjektiven Zusammenhang einzuordnen. Nur so sind letztlich Schönheit und Harmonie bzw. deren Gegenteil vermittelbar.

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Eine sehr persönliche Sicht auf das Altern

Das Altern: ein farbenfroher Herbst des Lebens.

Das Altern: ein farbenfroher Herbst des Lebens

Der Aufenthalt bei den farbenfrohen Bienenfressern hat mich zur Nachdenklichkeit  gebracht und ich habe ein wenig über mich selbst und mein Leben reflektiert. Nach der Aufgabe von „La Vineria“ war für mich offenbar der Zeitpunkt gekommen mich mit den Jahren meines aktiven Geschäftslebens einmal kritisch auseinanderzusetzen. Habe ich meine Ziele erreicht und hat mich das glücklicher gemacht? Vielleicht ist es ja völlig falsch ein Leben sezieren und in Bestandteile zerlegen zu wollen um diese dann anschließend getrennt von einander zu betrachten. Ist es nicht immer die Gesamtheit aller Zeitabläufe, die das komplexe Gewebe unseres Daseins zusammenhalten? Meine Überlegungen und Gedanken zur Vergänglichkeit der Zeit, wie ich sie immer wieder versucht habe in Wort und Schrift mit Freunden zu diskutieren, sind Ausdruck der Erkenntnis, dass für mich selbst letztlich nur meine eigene Zeit (Egozeit) von Bedeutung ist. Das ist nichts Spezifisches für meine Person, sondern gilt für jedermann.

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Wieder zu den Bienenfressern

Bodega Los Barrancos: Ein Tag der Weinlese 2012 (12.09.2012)

September: Zeit der Weinlese

Mehr oder weniger vor einem Jahr habe ich den nachfolgenden Text geschrieben. Er gefällt mir immer noch und deshalb gebe ich ihn nochmal zum Besten, zumal er eine gute Einleitung zu meinem spätsommerlichen, bzw. herbstlichen Vorhaben ist:

Für beinahe jeden von uns hat der Sommer seinen ganz eigenen, individuellen Reiz. Wärme, Sonne, Meer, Berglandschaften oder die berühmte duftende Sommerwiese lösen Glücksgefühle aus und vermitteln das intensive Gefühl zu leben. Einen ganz besonderen Aspekt des Lebens repräsentieren für mich die Vögel. Sie sind ortsungebunden und scheinbar frei von jeglichen geographischen Zwängen. Manche von ihnen sind dazu noch wunderschön, andere können bezaubernd singen wieder andere vollführen ein kunstvolles Ballett in den Lüften. Kurzum, die Vögel sind Lebewesen, die in ihrer Ausdruckskraft der menschlichen Spiritualität ähneln. Sie haben Eigenschaften, die unseren geistigen Fähigkeiten nahe kommen. Auch die Vielfältigkeit des Geistes findet ihr Gegenstück in der Artenvielfalt der Vögel. Deswegen sind sie so faszinierend.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Wieder zu den Bienenfressern

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Ein Fest der Sinne: Schloß Schauenstein

Hotel und Restaurant Schloß Schauenstein

Hotel und Restaurant Schloß Schauenstein

Beim sommerlichen Frühstück im Garten der „Remise“ erfährt man so ganz nebenbei durch eine kleine auf dem Holztisch liegende Notiz , dass der Vizconde Cristóbal Salazar der Erfinder des Zitronenmuffins ist und seine viel zu früh verstorbene Gattin in einem zitronenförmigen, gelben Sarg beisetzen ließ. Ich rede vom Schloss Schauenstein im Graubündner Ort Fürstenau. In diesem mittelalterlichen Schloss, welches allerdings im 17. Jahrhundert bis auf die Grundmauern abbrannte und wiederaufgebaut wurde, hatten wir komfortabel genächtigt nachdem wir am vorangegangenen Abend ein vom Schweizer Drei-Sterne-Koch Andreas Caminada zubereitetes Menü serviert bekamen.

Meine seit einiger Zeit bestehende tiefe Abneigung gegen die Sterne-Küche habe ich an diesem Ort und an anderen Stellen bereits mehrfach zum Ausdruck gebracht, brauche sie also nicht zu wiederholen. Hier in Schauenstein war alles ganz anders: es fing bereits mit dem aufmerksamen, aber unaufdringlichen Service an. Den Aperitif nahm man auf der Terrasse ein, auf der man den Ausblick auf den wunderschönen französischen Garten und die gewaltigen umliegenden Berge genießen konnte. Bereits zum Drink gab es eine Vielzahl grandioser Amuse bouches, die den Gaumen tatsächlich reizten und die Geschmacksnerven auf Hochspannung brachten.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Ein Fest der Sinne: Schloß Schauenstein

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