Gilgamesch-Epos: Enkidu wird durch den Wein zivilisiert

Das Gilgamesch-Epos ist die älteste erhaltene Erzählung der Menschheit, die auf Tontafeln in babylonischer Keilschrift aufgeschrieben wurde. Darin wird von der Bedeutung des Weines, des Brotes und des Olivenöls, den drei „heiligen“ Nahrungsmitteln,  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Gilgamesch-Epos: Enkidu wird durch den Wein zivilisiert

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Der Weinteufel TCA – und wie man ihn austreibt

Unter dem Begriff „Korkschmecker“ versteht man eine Geschmacksveränderung im Wein,  die häufig, aber eben nicht immer, ursächlich mit dem Material des Flaschenverschusses zusammenhängt. Anklänge von Schimmel- oder feuchtem Papier bzw. modriger Kellergeruch übertönen dabei die feinen Nuancen der Frucht oder gar die komplexeren Reifenoten. Sämtliche natürliche Aromen können hinter den Fehltönen verschwinden und diese den Wein schliesslich ungeniessbar machen. Die individuelle Empfindlichkeit für Korkschmecker kann erheblich variieren und es gibt sogar das Phänomen der „olfaktorischen Gewöhnung“, d.h. der Korkgeruch wird nicht mehr als störend wahrgenommen. Der Streit im Restaurant ob ein Wein korkig ist oder nicht ist ein Hinweis auf die unterschiedliche Wahrnehmung verschiedener Geniesser.

Zwar entsteht das TCA sehr oft erst im Korken selbst durch die Aktivierung bestimmter, natürlich vorkommender Pilze, aber auch äussere Quellen von TCA, wie z.B. Flaschengestelle aus Holz oder sogar Holzfässer und Paletten, kommen in Betracht. Wie es zur Entstehung von TCA kommt ist komplex: die Pilze benötigen s.g. Chlorphenol-Verbindungen aus denen sie schliesslich das übelriechende TCA erzeugen. Diese Chlorphenole sind in vielen Pestiziden, Herbiziden, Fungiziden, Holzkonservierungsstoffen sowie Bleichmitteln vorhanden. Ausserdem findet man sie in Farbstoffen und Desinfektionsmitteln. Aufgrund ihrer hohen chemischen Stabilität reichern sich diese Stoffe sogar in der Nahrungskette an. Auch im Grundwasser lassen sich Chlorphenole, in teilweise beängstigenden Konzentrationen, nachweisen. Aufgrund der sehr geringen Mengen von TCA (im Nanogramm-Bereich), die einen Wein ungeniessbar machen können, und der enormen Verbreitung dieser Verbindungen, kann es vorkommen, dass eine Kellerei regelrecht „TCA-verseucht“ werden kann. Behälter und Leitungen, mit denen der Wein in Kontakt kommt können kleine Mengen TCA aufnehmen und dann auch wieder langsam und kontinuierlich abgeben. Wenn eine Schwellenkonzentration im Wein erreicht ist, ist er kaputt. Einige Kellereien in Kalifornien hatten bereits solche Probleme, die eine komplette Renovierung der Betriebe notwendig machten. Keine Frage, die Umweltbelastung hat auch den Weintrinker längst eingeholt und er muss dafür einen hohen Preis dafür bezahlen.

Die Kenntnis der Chemie des Weinteufels TCA hat zu einem Vorschlag geführt wie man den Korkschmecker wieder aus dem Wein bekommt. Polyethylen-Folie, die man im Haushalt zum einpacken von Lebens- und Genussmitteln benutzt, soll eine hohe molekulare Affinität zum TCA haben, die von der Grösse der Polyethylenoberfläche, der Reaktionstemperatur und dem Alkoholgehalt des Weines abhängig ist. Man giesst den Wein am einfachsten in einen Decanter, hängt ein Stück Folie hinein, bewegt das Gefäss kreisend um möglichst viel Wein in kurzer Zeit mit der Folie in Berührung zu bringen und nach ein 4 bis 45 Minuten (der Zeitfaktor scheint sehr wichtig zu sein!) kann man ihn geniessen – frei von Korkschmecker! Alternativ kann man auch die Folie zerknüllen und in den Decanter werfen. Das TCA wird von den Molekülen des Polyethylens an die Oberfläche der Folie adsorbiert. Der wissenschaftlich schlüssige Vorschlag stammt übrigens von Andrew Waterhouse, Chemieprofessor an der renommierten Universität von Kalifornien in Davis (http://waterhouse.ucdavis.edu/). Ob sich auch auch andere Aromastoffe im Wein an die Folie binden ist völlig unbekannt. Ich selbst habe den Trick noch nicht probiert, da ich – wie verhext – seit meiner Kenntnis von den Zusammenhängen entweder keinen „korkigen“ Wein mehr oder im richtigen Moment keine Folie zur Hand hatte.

 

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Ein spannendes Thema: der Wein im Film

Der Film: ein Forum für den Wein
Der Film: ein Forum für den Wein

Über die vielfältigen Interaktionen von Wein und Kunst, sei es in der Literatur, in der Malerei oder in der Musik habe ich an dieser Stelle immer wieder versucht zu sprechen. Dabei ist leider eine Kunstform immer zu kurz gekommen: der Film. Selbst die grössten Kulturpessimisten zweifeln heute nicht mehr an, dass der Film einen wichtigen Beitrag zum künstlerischen Ausdruck unserer Gegenwart geliefert hat und weiterhin liefert. Filme werden in den Feuilletons grosser Zeitungen wie andere Kulturereignisse besprochen und analysiert. Wen wundert es da, dass sich auch der Film des Themas Wein angenommen hat. Einige schöne Beispiele fallen mir  sofort ein: die poetische Liebeserklärung an den kalifornischen Wein von Alexander Payne in seinem Film  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Ein spannendes Thema: der Wein im Film

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Die ProWein 2012 und die deutsche Importstatistik

Isabel del Olmo & Peter Hilgard auf der ProWein 2012

Isabel del Olmo & Peter Hilgard auf der ProWein 2012

In den Düsseldorfer Messehallen herrschte zwischen dem 4. und 6. März mal wieder Hochbetrieb. Im Pavillion der spanischen Aussenhandelsorganisation ICEX drängten sich die Besucher und viele von ihnen schauten auch am Stand unserer Bodega Los Barrancos vorbei, wo meine Frau und ich sich bemühten ein wenig von dem Geist und der Emotion, die hinter der Kellerei und der Lagenbezeichnung „Contraviesa-Alpujarra“ steckt, zu vermitteln. In den seltenen Pausen haben wir uns bei den Kollegen anderer spanischer Kellereien umgesehen und deren Produkte verkostet und besprochen. Einiges davon werden die Kunden von La Vineria in den nächsten Monaten in unserem Sortiment finden und verkosten können. Mein persönliches Fazit der drei Messetage: trotz ökonomischer Krise ist die Dynamik der Weinkultur in Spanien so ungebrochen wie eh und je und der deutsche Markt profitiert davon in hohem Maße. Das reflektieren auch die nachfolgenden statistischen Daten.

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Ein mitreissendes Bild: die farbige Seele des Weins

Reimund Boderke: Geist aus der Erde

Reimund Boderke: Geist aus der Erde

Er ist ein begnadeter Maler und begeisterter Weinfreund: Reimund Boderke. Kein Wunder, dass er Bilder zu seinem Lebenszweck gemacht hat. Zusammen mit seiner Frau Marlies führt er die Galerie „Zehntscheune“  in Bad Homburg, in der er begabten Gegenwartskünstlern in wechselnden Ausstellungen ein Forum bietet. Ich habe ihn über den Wein kennengelernt und war sofort von seiner Kunst begeistert. Er hat ein tiefes Gespür für das Mysterium Natur und es ist als atmeten seine Bilder. „Der Geist aus der Erde“ ist ein gutes Beispiel dafür. Das satte Blau der Trauben, aus denen der Wein gekeltert wird, ist das Konzentrat der verschiedenen Blautöne im Boden und bringt die Aromen des Terroirs in den Wein. Dazu vermittelt das frische  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Ein mitreissendes Bild: die farbige Seele des Weins

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