Sommerhit: Parada de Atauta aus Ribera del Duiero
Vergangenes Jahr saßen wir im Städtchen Soria in einem s.g. „asador“, einer typisch altkastilischen „Bratstube“ und liessen uns ein im Holzofen gegartes Spanferkel munden. Am Nachbartisch trank eine illustre Gruppe mit offensichtlichem Vergnügen einen Wein dessen Flaschenetikett ich noch nie gesehen hatte. „Er heisst Dominio
Bitte lesen Sie hier weiter: …und noch eine rote Sommerentdeckung: Parada de Atauta
„Fortunatae insulae“ – die glücklichen Inseln – nannten die Römer die Kanaren. Jedoch viel wussten die Römer mit diesen Inseln nicht anzufangen. Um sie zu erschliessen und für sich nutzbar zu machen waren sie in der antiken Welt zu weit weg und hatten damals keinerlei strategische Bedeutung. Dies sollte sich ein Jahrtausend später dann grundlegend
Bitte lesen Sie hier weiter: Lebendige Weingeschichte: kanarischer Malvasía
Passt zusammen: Aroma-Verstärkung durch VICHY CATALÀN
Die alten Griechen benutzten aufwendig verzierte Trinkschalen aus Ton mit erheblichen Durchmessern als Behältnisse für den Weinkonsum. Eine solche Schale maß zwischen 25 und 27 cm im Durchmesser und hatte eine Fassungsvermögen von rund zwei Litern. Man muss wissen, dass der Wein in der Antike praktisch immer
Bitte lesen Sie hier weiter: Der Kombi-Genuss: Wasser und Wein
Wilhelm Hamm, einer der angesehendsten Weinbauingenieure des vergangenen Jahrhunderts, schrieb in seinem 1865 erschienenen Werk „Das Weinbuch“ im Spanien-Kapitel: „Die Hügel rings um Granada eignen sich trefflich zum Weinbau, aber er wird so nachlässig betrieben, daß sie nur ganz schlechtes Zeug liefern. Wo man sich in sehr seltenen Fällen einige Mühe giebt, da wird der
Bitte lesen Sie hier weiter: Das „Weintor“ und die Weine aus Granada
Viel Schatten unter dem Feigenbaum
In einer Feige konzentrieren sich die Süße und das Aroma des Sommers. Wie einzigartig ist doch die Feige! Sie bleibt nur am Baum über eine kurze Zeit geniessbar, es sei denn man trocknet sie an der Sonne. Aber was sind schon Trockenfrüchte gegen die saftigen Originale! Victor Hehn, ein
Bitte lesen Sie hier weiter: Die Feige und der Wein passen zu einander
|
Vortrefflicher Witz
An dieser Stelle stand bis vor Kurzem noch die Philosophie unseres Weinhandels „La Vineria“. Dieses Unternehmen ist mittlerweile Geschichte: Zum 31. März 2026 haben meine Frau, Isabel del Olmo, und ich unsere Geschäftsaktivitäten aufgegeben. Für uns beide waren die Jahrzehnte, in denen wir mit unseren Kunden ein Teil der spannenden und genussvollen Weinszene Spaniens waren, Herausforderung und Befriedigung zugleich. In meinem „önosophischen Blog“ hatte ich mich bereits vielfältigen kulturellen Themen gewidmet und dies, obwohl der aus dem Griechischen abgeleitete Begriff „Önosophie“ eigentlich nur die „Weisheit vom Wein“ bedeutet. Wie der Wein selbst können auch die Gedanken eines Hedonisten gelegentlich in ein breiteres zivilisatorisches Umfeld geraten und Bereiche wie die Musik, die Philosophie, die bildende Kunst, die Literatur und auch die Gesellschaftspolitik umfassen. Dieses Spektrum unterschiedlicher Thematiken möchte ich auch weiterhin in meinen Beiträgen bearbeiten. Trotz aller gesundheitspolitisch motivierter Kritik kommt mir der Wein dabei gelegentlich schöpferisch zu Hilfe. Wein in Maßen trinken und genießen ist etwas Emotionales, und im Wein kann der Künstler Inspiration finden. Keiner hat dies schöner und treffender ausgedrückt als Shakespeare in seinem "König Heinrich der Vierte" (2. Teil, 4. Aufzug, 3. Szene), wo er den lebensfrohen Falstaff in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tieck ausrufen lässt:
(Der Wein) „steigt Euch in das Gehirn, zerteilt da alle albernen und rohen Dünste, die es umgeben, macht es sinnig, schnell und erfinderisch, voll von behenden, feurigen und ergötzlichen Bildern; wenn diese dann der Stimme, der Zunge, überliefert werden, was ihre Geburt ist, so wird vortrefflicher Witz daraus".
Vortrefflicher Witz können selbstverständlich auch die schönen Farben und Formen des Malers oder Bildhauers bzw. die spannenden Klänge des Musikers sein.
Texte um reine Fakten können heute problemlos von Künstlicher Intelligenz (KI) zusammengestellt werden. Um Sachverhalte aber wirklich verstehen zu können, bedarf es einer persönlichen Sicht und einer Interpretation. Die will ich mit meinen Beiträgen liefern, allerdings ohne besondere Ansprüche an Originalität, dafür aber immer mit der strikten Forderung nach Glaubwürdigkeit!
Ich hoffe, dass Sie Freude an meinem Blog haben und freue mich auf „Feedback“!.
Peter Hilgard
|