Im letzten Beitrag war von den Böden der Rebgärten die Rede. Es ist einsichtig, dass sich ihre Qualität und Zusammensetzung im Laufe der Jahre durch Nährstoffentzug verändern. Obwohl die Weinrebe im Grunde eine sehr anspruchslose Pflanze ist und sogar auf kargen Böden häufig besseres Lesegut als auf fruchtbaren ergibt, müssen verbrauchte Nährstoffe in regelmäßigen Zeitabständen zugefügt werden. Rebgärten bzw. Weinberge sind meist eine ausgesprochene Monokultur, d.h. es werden dem Boden Jahr für Jahr die gleichen Stoffe entzogen. Die Düngung soll dies korrigieren. Dabei muss selbstverständlich auf die Umweltverträglichkeit der jeweiligen Maßnahme geachtet werden, …. bitte lesen Sie hier weiter: Der Boden: wieviel Dünger ist wirklich notwendig?
 Bearbeiteter, tonhaltiger Boden mit Rebstöcken in der Mancha
Mit kaum einem Wort wurde in der Werbung für Wein mehr Schindluder getrieben als mit dem französischen „terroir“. Ich gebe zu der Faszination dieses schwammigen Begriffes auch schon mehr als einmal erlegen gewesen zu sein. In „Langenscheidts Handwörterbuch Französisch“ erfährt man, dass seine Bedeutung eigentlich „Boden, Scholle oder Erdreich“ ist und im übertragenen Sinne auch „Heimat“ bedeuten kann. Also steht der Boden an erster Stelle und es ist …. bitte lesen Sie hier weiter: Weine mit Heimat: der Boden
 Jeder Rebgarten hat seine eigenen, charakteristischen Hefe-Populationen, die Teil des sog. „Terroirs“ sind.
In fast allen Weinbauländern gibt es ein Sprichwort, das dem Sinn nach dem Titel dieses Beitrags entspricht und es ist wahrlich kein Kompliment für die Weinmacher. Dennoch steckt ein gutes Stück Wahrheit dahinter. Es lohnt sich einmal etwas genauer auf die Weinhefen zu schauen und sich die Problematik, die mit ihrer Wirkung verbunden ist, zu vergegenwärtigen.
Hefen sind einzellige Pflanzen, genauer gesagt Pilze mit einem Durchmesser von weniger als 0,01 mm, die in der Natur praktisch überall vorkommen und die sich sehr rasch durch Teilung vermehren. Immer da wo Zuckerhaltiges wächst gibt es eine besondere Art von Hefen, die der Mikrobiologe „Saccharomyces“ (Zuckerhefen) nennt. Kein Wunder, dass die Weinberge voll davon sind. Eine besondere Art spielt dabei eine wichtige Rolle …. bitte lesen Sie hier weiter: Oft sind die Hefen besser als der Wein
 Die Sicht auf die Seele eines Weins ist veränderbar wie Wolken-Formationen.
Vor einiger Zeit habe ich mich an dieser Stelle über den geringen Lustgewinn bei Blindproben ausgelassen. Jetzt ist mir eine Weinklassifizierung von Hendrik Thoma aufgefallen, die sehr gut meinen Widerwillen gegen derartige Veranstaltungen erklärt. Alles hängt nämlich mit den individuellen Vorlieben des Weintrinkers zusammen und diese werden wiederum bestimmt durch unendlich viele, scheinbare Nebensächlichkeiten. Uns allen geläufig gehören dazu die Variationen der Tageszeit, des Klimas, der sozialen Situation und der begleitenden Gaumenreize wie das Essen zu dem der Wein genossen wird. …. bitte lesen Sie hier weiter: Soul-Faktor: ein Parameter der Weinkritik?
 Die Alhambra in Granada
„Die schönen Tage in Aranjuez sind nun zu Ende“ Mir geht es wie Schillers „Don Carlos“: der Ernst des Lebens ruft mich von den Opuntien zurück ins kühle und regnerische Klima. Aber ein paar schöne Erinnerungen bleiben, u.a. die folgende:
Der verehrte Cees Nooteboom (gerade 80 geworden!) hat den Renaissance-Palast Karls V. auf dem Alhambra-Hügel in Granada „einen der schönsten offenen Räume, die ich kenne“ genannt (Der Umweg nach Santiago, Suhrkamp Verlag, Frankfurt, 1992). Obwohl ich nicht so viel gereist bin wie der große Niederländer teile ich diese Meinung ich voll und ganz, insbesondere wenn in der formvollendeten, …. bitte lesen Sie hier weiter: Barenboim, Wagner und die Alhambra
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Vortrefflicher Witz
An dieser Stelle stand bis vor Kurzem noch die Philosophie unseres Weinhandels „La Vineria“. Dieses Unternehmen ist mittlerweile Geschichte: Zum 31. März 2026 haben meine Frau, Isabel del Olmo, und ich unsere Geschäftsaktivitäten aufgegeben. Für uns beide waren die Jahrzehnte, in denen wir mit unseren Kunden ein Teil der spannenden und genussvollen Weinszene Spaniens waren, Herausforderung und Befriedigung zugleich. In meinem „önosophischen Blog“ hatte ich mich bereits vielfältigen kulturellen Themen gewidmet und dies, obwohl der aus dem Griechischen abgeleitete Begriff „Önosophie“ eigentlich nur die „Weisheit vom Wein“ bedeutet. Wie der Wein selbst können auch die Gedanken eines Hedonisten gelegentlich in ein breiteres zivilisatorisches Umfeld geraten und Bereiche wie die Musik, die Philosophie, die bildende Kunst, die Literatur und auch die Gesellschaftspolitik umfassen. Dieses Spektrum unterschiedlicher Thematiken möchte ich auch weiterhin in meinen Beiträgen bearbeiten. Trotz aller gesundheitspolitisch motivierter Kritik kommt mir der Wein dabei gelegentlich schöpferisch zu Hilfe. Wein in Maßen trinken und genießen ist etwas Emotionales, und im Wein kann der Künstler Inspiration finden. Keiner hat dies schöner und treffender ausgedrückt als Shakespeare in seinem "König Heinrich der Vierte" (2. Teil, 4. Aufzug, 3. Szene), wo er den lebensfrohen Falstaff in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tieck ausrufen lässt:
(Der Wein) „steigt Euch in das Gehirn, zerteilt da alle albernen und rohen Dünste, die es umgeben, macht es sinnig, schnell und erfinderisch, voll von behenden, feurigen und ergötzlichen Bildern; wenn diese dann der Stimme, der Zunge, überliefert werden, was ihre Geburt ist, so wird vortrefflicher Witz daraus".
Vortrefflicher Witz können selbstverständlich auch die schönen Farben und Formen des Malers oder Bildhauers bzw. die spannenden Klänge des Musikers sein.
Texte um reine Fakten können heute problemlos von Künstlicher Intelligenz (KI) zusammengestellt werden. Um Sachverhalte aber wirklich verstehen zu können, bedarf es einer persönlichen Sicht und einer Interpretation. Die will ich mit meinen Beiträgen liefern, allerdings ohne besondere Ansprüche an Originalität, dafür aber immer mit der strikten Forderung nach Glaubwürdigkeit!
Ich hoffe, dass Sie Freude an meinem Blog haben und freue mich auf „Feedback“!.
Peter Hilgard
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