Zwischenruf: Glühwein – ein kleines Symbol der Freiheit!

Zunächst waren wir sprachlos, als wir in den Nachrichten hörten, dass ein Sattelschlepper in die Menschenmenge eines Berliner Weihnachtsmarktes gerast war und eine Schneise der Verwüstung hinterlassen hatte. Wir konnten uns nur vorstellen, dass es sich um einen schrecklichen Unfall handeln müsse. Als sich dann langsam herauskristallisierte, dass es ein Terroranschlag war und der sog. „Islamische Staat“ die Verantwortung dafür übernahm, stiegen Wut und Verzweiflung in uns auf. Die Ungeheuerlichkeiten der Massaker im syrischen Krieg verbanden sich in unserer Vorstellung mit dem Ort des Geschehens, dem Platz vor der Berliner Gedächtniskirche und in uns beiden stieg die Ahnung auf, dass sich mit dieser grauenvollen Tat Deutschland mal wieder verändern würde. Wer wird sie bald politisch oder propagandistisch für seine Zwecke nutzen?

Was bleiben wird ist die Erinnerung an die Weihnachtszeit 2016. Wie viele der späteren Opfer mögen an den Glühweinbuden gestanden haben und den süßlich-gewürzten Trank mit Vorfreude auf die Festtage geschlürft haben? Private Schicksale,  vielleicht nicht unähnlich unserm eigenen und dem unserer Familien, endeten durch den teuflischen Plan fanatischer Mörder. Für uns, die den Absichten dieser Gottlosen vorläufig entkommen sind, kann es nur heißen: unsere Freiheit weiter leben und weiter genießen! Der Glühwein ist für uns zum kleinen Symbol eben dieser Freiheit geworden und deshalb gehen wir heute Abend zum Frankfurter Römer auf den Weihnachtsmarkt und trinken Glühwein!

Isabel del Olmo & Peter Hilgard

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Weingenuss und Magensäure

Inbegriff der übermässigen Säure: die Zitrone

Inbegriff der übermässigen Säure: die Zitrone

Ein Zuviel an Magensäure verursacht Sodbrennen, Magendruck und gelegentlich auch Magenschmerzen. Dieses Phänomen ist eine der häufigsten Beschwerden von Männern und Frauen in unseren Breitengraden. Die Ursache dafür ist ein Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre. Wenn im Magen zu viel Magensäure produziert wird, ist Sodbrennen sehr häufig die Konsequenz. Jeder dritte Bürger in unserem Lande leidet häufig oder gelegentlich unter diesem Zustand. Sodbrennen ist so häufig, dass Mediziner heute von einer regelrechten „Zivilisationskrankheit“ sprechen. Ich selbst möchte in diesem Zusammenhang ungerne von „Krankheit“ sprechen, denn es handelt sich ja meist nur um die exzessive Stimulation des ganz natürlichen Vorganges: der Produktion von Magensäure (besteht übrigens zu 0.5 bis 1 % aus aggressiver, freier Salzsäure!). Viele Faktoren können diesen Prozess beeinflussen: bestimmte, fettreiche, insbesondere mit gehärteten Fetten frittierte oder sehr scharf gewürzte Lebensmittel, Kaffeegenuss, Alkoholhaltige Getränke verschiedenster Art, Stress, Medikamente und etliches andere.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Weingenuss und Magensäure

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Am Kamin: Winterweine

Wohlige Wärme am Kamin

Wohlige Wärme am Kamin und dazu ein feuriger Rotwein

Die Jahreszeiten werden gelegentlich zur Beschreibung des Weincharakters benutzt. Wir reden vom Sommerwein und meinen damit einen jungen, fruchtigen, gut gekühlt zu trinkenden Tropfen, der die Leichtigkeit des Sommers in unserer Seele widerspiegelt. Manchmal werden diese Weine sogar noch nach dem bevorzugten Ort ihres Genusses benannt und dann sprechen wir z.B. vom „Terassenwein“ oder auch vom „Gartenwein“. Gibt es auch Winterweine oder gar „Kaminweine“ und „Couchweine“? Ja selbstverständlich und ich möchte sie im Folgenden  ein wenig beschreiben. Zur Einstimmung in das Thema soll ein Gedicht-Klassiker dienen:

Luise Hensel (1798–1876) war eine romantische Dichterin und Freundin u. a. von Clemens von Brentano. Mit ihrem Gedicht „Herbst-Seufzer“ hat sie mit einer schönen und schlichten Sprache die Stimmung eines grauen Dezembertages eingefangen:  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Am Kamin: Winterweine

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Cherimoya – eine wohlschmeckende Verführung

Eine essreife Cherimoya

Eine essreife Cherimoya

In diesen Tagen liegen auf den Obsttheken spanischer Supermärkte und auch in den kleinen Lebensmittelgeschäften der andalusischen Dörfer runde, schmutzig-grüne und etwa apfelgroße Früchte. Es sind Cherimoyas oder häufig auch Chirimoyas genannt. Sie sind, wie Kartoffeln oder Tomaten, ein Beutestück der Konquistadoren, die sie aus Peru mitgebracht haben. Heute wachsen sie an der spanischen Costa Tropical zwischen den Städchen Motril und Almuñecar in der Provinz Granada. Ihr weißes. cremiges Fruchtfleisch mit den vielen kohlrabenschwarzen Kernen, die man nicht essen sollte, schmeckt süßlich frisch und leicht vanillig. Die Kerne haben eine pharmakologische Wirkung, ihre
Inhaltsstoffe können als Insektizide oder als oberflächliche Therapie bei  parasitär bedingten Hauterkrankungen Verwendung finden.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Cherimoya – eine wohlschmeckende Verführung

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Eine subjektive Sicht: Süße im Wein muss nicht sein.

Kelchglas aus dem 19. Jhrh

Ein Klassiker für Sußweine: Kelchglas aus dem 19. Jhrh.

Ich habe ein Problem mit süßen Weinen, sie schmecken mir in ihrer Mehrzahl nämlich nicht. Dabei lese und höre ich immer wieder, dass Restsüße bei den heutigen Weintrinkern absolut im Trend liegen würde. Wenn ich auf die Geschichte des Weins sehe, stelle ich erstaunt fest, dass Jahrhunderte lang die Süße geradezu ein Markenzeichen für Wein war. Homer spricht schon von honigsüßem Wein, den Odysseus auf seinen Reisen als Gastgeschenk in seinem Schiff hatte. Die Huldigung süßen Weines setzt sich über die Jahrhunderte fort. Schon immer war der ungarische Tokayer, der mit der Zugabe von edelfaulen Trauben eine Weinaromatik besaß, die den Geschmack der Weinfreunde offenbar traf, das Maß aller Süßweine. Im 18. Jahrhundert griff dann die französiche Region Sauternes die ungarische Machart erfolgreich auf.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Eine subjektive Sicht: Süße im Wein muss nicht sein.

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