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- Die reife Merlottraube
Der Merlot ist eine sehr charaktervolle Rebsorte, die sich von ihrer Heimat an der Gironde über fast alle Weingegenden der Welt verbreitet hat. In seinem Ursprungsland Frankreich wird er selten als reinsortiger Wein ausgebaut und in den Cuvées spielt der Cabernet Franc, dessen Charakter dem Merlot ähnlich ist, eine große Rolle. Der Siegeszug des Merlots begann mit seinem reinsortigen Ausbau in den 80-iger Jahren, insbesondere in der neuen Welt. Im Gegensatz zum Cabernet Sauvignon, der immer als “männlicher” Wein mit Ecken und Kanten galt, wurde der Merlot mit dem Prädikat “weiblich” bedacht und mit Eigenschaftsklischees wie weich, geschmeidig, fruchtig und charmant versehen. Seine Verbreitung hat der Merlot nicht nur den genannten Eigenschaften sondern auch seiner Ertragsstärke zu verdanken. Auf den ersten Blick erscheint er als eine komplikationslose, einfach zu handhabende Sorte.
Wer sich aber durch die vielen Anbaugebiete des Merlots in Europa und Übersee durchprobiert hat, wird rasch erkennen, daß es nur selten wirklich gute Weine …. bitte lesen Sie hier weiter: Spanien – eine neue Heimat für den Merlot
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Um die Abfüllung des Jahrganges 2009 vorzubereiten habe ich zusammen mit César, dem Önologen von Los Barrancos, den Inhalt von beinahe 70 barriques verkostet. Ziel dieser Aktivität war, eventuell fehlerhaft entwickelte Weine zu entdecken und von der endgüligen Jahrgangscuvée auszuschliessen. Bei dieser etwas eintönigen Arbeit fielen uns beiden zwei Barriques auff, die einen exzeptionell guten Wein enthielten. …. bitte lesen Sie hier weiter: Unterschiedliche Terroirs innerhalb eines Rebgartens
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Von Gustave Flaubert gibt es ein kleines Buch mit dem Titel „Wörterbuch der gemeinen Phrasen“ (Dictionnaire des idées reçues). Der Autor der „Madame Bovary“, eines Bestsellers des 19. Jahrhunderts, hat darin Stichwörter gesammelt und sie mit den dazugehörenden Gemeinplätzen, Platitüden, Klischees und Vorurteilen seiner Zeit in Zusammenhang gebracht (erschienen im Eichborn Verlag, Frankfurt/Main, 2005).
Unter „Weine“ finden wir dort folgende Einträge: Diskussionsthema. Ihre Eigenschaften. „Bordeaux ist der beste, schließlich …. bitte lesen Sie hier weiter: Die Seele des Rebgartens und seine Früchte
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Als Prozess der „Delokalisation” kann man jenes Phänomen bezeichnen, was die wirtschaftlichen und kulturellen Bindungen des Weins an einen bestimmten Wohnort, bzw. an eine umschriebene Region aufgehoben hat, d.h. der Wein wird auch an anderen Orten als seiner geographischen Heimat konsumiert. In gewissem Rahmen gab es dieses Phänomen schon seit den Zeiten der Römer, Wein wurde bekanntlich in Amphoren aus Kolonien wie Spanien ins Mutterland verschifft. Nicht weinbauende Nationen wie die Engländer und die Holländer stillten ihre …. bitte lesen Sie hier weiter: “Terroir” versus “Globalisierung”
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Für manchen Freund spanischer Weinkultur stellt der Begriff “Cabernet Sauvignon” etwas negatives dar, denn diese „ausländische” Rebsorte ist für sie gleichbedeutend mit internationaler Geschmacksnivellierung und Verlust nationalen Charakters beim Weingenuss. Ich bin mir nicht sicher, ob dies eine tatsächlich begründete Sorge um die Identität spanischer Weine ist oder nur ein sentimentales Festhalten an vermeintlichen Traditionen. Wer würde wohl ernsthaft bezweifeln, daß “Vega Sicilia”, nunmehr seit 1864 einer der gesuchtesten Weine der Welt, ein …. bitte lesen Sie hier weiter: Cabernet Sauvignon – auch eine spanische Rebsorte?
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