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Der unaufhaltsame Niedergang spanischer Wein-Klassiker

Sherry-Essig Produktion im Criadera-Solera-System

Die Fassreihen des Solera-Systems sind seit alters charakteristisch für die spanische Weinkultur

„Wenn dieser Wein aus Ihrer Gegend ist, dann müssen wir feststellen, dass das gelobte Land nicht fern ist” (Si ce vin est de votre pays il faut reconnaître que la terre promise est proche). Diese Aussage des großen französischen Schriftstellers der Aufklärung Voltaire bezog sich auf einen Wein aus Aragón, den ihm der Graf von Aranda, wie Voltaire ein großer Uhrensammler, als Dank für die Vermittlung einer besonderen Uhr geschenkt hatte. Was war das für ein Wein von dem der Dichterfreund des Preußenkönigs Friedrichs des Großen so überschwänglich schwärmte? Wie überall in Spanien, gab es damals in dieser Region wunderbar duftende Süßweine, ähnlich denen, die im Sherryland noch heute „oloroso“ (der Duftende) genannt werden. Vor etlichen Jahren hatte ich die Gelegenheit in der Kellerei von José Ignacio Marín im aragonesischen Cariñena einen Wein von einem Fass aus den Zeiten seines Urgroßvaters und Firmengründers zu probieren. Es war eine bernsteinfarbene Flüssigkeit, deren komplexe Aromen tatsächlich an einen großen Sherry oder Madeira erinnerten. Mein Gastgeber wies mich darauf hin,  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Der unaufhaltsame Niedergang spanischer Wein-Klassiker

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Es gibt keine guten Weine, sondern nur gute Flaschen

Bereits die Farbe lässt erkennen, dass der Inhalt von zwei Flaschen unterschiedlich ist

Bereits die Farbe lässt erkennen, dass der Inhalt von zwei Flaschen unterschiedlich ist

Der Titel dieses Beitrags klingt wie ein althergebrachtes Klischee, und trotzdem ist die Aussage völlig richtig. Fast jedem Weinfreund ist es schon mal passiert, dass zwei Flaschen des selben Weins, zur gleichen Zeit gekauft und nach ein paar Jahren gleichzeitig geöffnet, zwei völlig verschiedene Weine zu sein schienen. Wie kann das sein? Wir haben es in der Tat mit einem Phänomen zu tun, das uns sehr deutlich sagt, dass der Wein – selbst abgefüllt auf die Flasche – noch ein quicklebendiges Produkt ist und auf kleinste Veränderung seiner Reifebedingungen reagieren kann. Nachfolgend möchte ich stichwortartig versuchen die wichtigsten Gründe für das Phänomen der  möglichen Qualitätsschwankungen von Flasche zu Flasche aufzuführen.

Natürlich kann es mal vorkommen, dass tatsächliche Unterschiede im Flascheninhalt  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Es gibt keine guten Weine, sondern nur gute Flaschen

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Schraubverschlüsse für Weinflaschen?

Es ist noch gar nicht lange her, als Weinfreunde sich nicht vorstellen konnten, dass etwas anderes als ein Korken eine gefüllte Weinflasche verschließen könnte. Kork galt als das Material der Wahl für Flaschenverschlüsse und dafür schien eine erdrückende Fülle von Tatsachen zu sprechen, die eine immense Flut von Literatur hervorgebracht haben. Erst als in den 80-iger Jahren die Sherry-Kellereien begannen ihre „Finos“ und „Manzanillas“ mit Schraubverschlüssen auf den Markt zu bringen wurde mancher Weinfreund hellhörig. Bereits seit Jahrzehnten kannte man diese Verschlusstechnik für Mineralwasser und Spirituosen. Kaum ein Wein war ja oxydationsempfindlicher als die unter „flor“ gereiften Sherries. Meist begannen sie schon 6 Monate nach ihrer Abfüllung aus der Solera sich golden zu verfärben und die typischen „Sherrynoten“ anzunehmen. Von der ursprünglichen Finesse und Frische war dann kaum mehr etwas zu spüren. Viele Sherryfreunde in unseren Breitengraden glaubten sogar, dass ein Fino eben genauso schmecken müsse. Wie sich bald herausstellte, hielten sich diese Weine mit Schraubverschluss dann deutlich länger frisch.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Schraubverschlüsse für Weinflaschen?

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Leiden Weinfreunde unter Dekantomanie?

Wertvolle Glaskaraffen (Dekanter) aus dem 19. Jahrhundert für wertvolle Weine im 21. Jahrhundert

Wertvolle Glaskaraffen (Dekanter) aus dem 19. Jahrhundert für wertvolle Weine im 21. Jahrhundert

Ein immer wieder kontrovers diskutiertes Thema im Umgang mit Wein ist die Frage des Dekantierens. Das Zeremoniell scheint für viele ein kultischer Akt zu sein, dessen Utensilien auch beliebte Geschenke an Weinfreunde sind. Neben aufwendig geschliffenen Glaskaraffen und komplexen Dekantiergeräten aus Holz und Messing (sog. Dekantierwiegen), bei denen die langsame Flaschenneigung durch einen Drehmechanismus zustande kommt, werden eine Vielzahl von Trichtern aus edlen Materialien mit Sieben und Filtern in einschlägigen Geschäften angeboten. Ja, für´s Dekantieren kann man viel Geld ausgeben! Aber muss das eigentlich sein? Die Antwort ist doppelzüngig: Geld ausgeben nein, Dekantieren häufig ja, aber….  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Leiden Weinfreunde unter Dekantomanie?