Jetzt bin ich wieder im geliebten Granada und an einem jener lichtdurchfluteten Frühjahrsmorgen, die die Stadt golden aufleuchten lassen bin ich in die Casa de los Pisa, hinter der Chancilleria und am Fuße des Albaizin gelaufen. In den meisten Touristenführer findet man sie nicht. Dieser trotzdem überraschend schöne Palast mit einer …. bitte lesen Sie hier weiter: Ein Dokument der Nächstenliebe in Granada
 Restaurant "Chikito" in Granada
Einer meiner ersten Gänge in Granada war an die Plaza del Campillo zu einem Restaurant namens „Chiquito“. Neben seiner sehr guten und typischen granadinischen Küche ist erwähnenswert das der Chiquito an der gleichen Stelle des alten „Café Alameda“ steht. Dieser Ort war zwischen 1915 und 1922 eines der geistigen Zentren Spaniens. Hier traf …. bitte lesen Sie hier weiter: Auf den Spuren Lorcas und de Fallas in Granada
Auf dem Weg nach Granada wurde heute an Bord der Iberia-Maschine 3507 von Frankfurt nach Madrid die FAZ-Sonntagszeitung verteilt und darin las ich einen Bericht über das immaterielle Weltkulturerbe der UNESCO. Dabei geht es um „Praktiken, Darbietungen, Ausdrucksformen, Kenntnisse und Fähigkeiten die Gemeinschaften in aller Welt als Teil ihres Kulturerbes ansehen.“ In der Liste der UNESCO finden sich Chinas Akupunktur ebenso wie das …. bitte lesen Sie hier weiter: Der Wein als („immaterielles“) Weltkulturerbe
 Rebstock
Dass die Farbe des Weines eine große Bedeutung für das Genußerlebnis hat, ist eine Binsenweisheit. In einem der großen deutschen Gourmet-Restaurants wurde uns vor einiger Zeit ein Wein in einem schwarzen Opalglas serviert und dabei trat die schon immer befürchtete Peinlichkeit ein, dass wir, alles erfahrene Weintrinker, nicht mit Sicherheit sagen konnten, …. bitte lesen Sie hier weiter: Die Farbe des Weines
Weinfreunde sind oft sehr großzügige Menschen, insbesondere wenn es darum geht die eigenen Schätze mit Gleichgesinnten zu teilen. Aus diesem Grund durfte ich gestern an einer grandiosen Weinprobe teilnehmen in der ein ausgewiesener Sammler aus seinem Besitz ältere Jahrgänge eines Barolo mit den jeweils gleichen Jahrgängen aus der Rioja angestellt hatte. Beide Weine hatten ihren ganz eigenen Stil: die Barolos waren immer eher aggressiv säure- und tanninbetont mit einem Duft in dem sich Liebstöckl-, Tabak-, Schokoladen- und Lakritztöne fanden während die deutlich helleren Riojas weich und samtig mit betörenden Aromen von Juchten und Orangenschalen glänzten. Absolute Höhepunkte waren der 1976er Viña Tondonia Gran Reserva auf Seiten der Riojas und der 1982er Falletto di Serralunga von Bruno Giacosa auf Seiten der Barolos. Insgesamt waren sich alle 15 Probenteilnehmer aber einig in der Beurteilung, daß die Rioja was Aromatik und Trinkvergnügen betraf, die Nase vorne hatte.
Zu den Riojas, die voll ausgereift und dennoch kein bischen müde waren gehörten die 1978er Marqués de Caceres Gran Reserva, die 1981er Imperial Reserva, je eine Marqué de Murrieta und Contino Reserva 1982 und der deutlich jüngere Baron de Oña Reserva 1995 (der immerhin auch schon 16 Jahre auf dem Buckel hatte!). All diese Weine, die ja noch irgentwie zu den Klassikern zählten, haben mal wieder gezeigt, daß Riojas, wie natürlich auch die Barolos, bei richtiger Lagerung ganz hervorragnd altern können. Der italienische Nebbiolo und der spanische Tempranillo gehören zweifelsfrei zu den großen Rebsorten dieser Welt (und dennoch haben sie über Italien bzw. Spanien hinaus wenig Verbreitung gefunden)!
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Vortrefflicher Witz
An dieser Stelle stand bis vor Kurzem noch die Philosophie unseres Weinhandels „La Vineria“. Dieses Unternehmen ist mittlerweile Geschichte: Zum 31. März 2026 haben meine Frau, Isabel del Olmo, und ich unsere Geschäftsaktivitäten aufgegeben. Für uns beide waren die Jahrzehnte, in denen wir mit unseren Kunden ein Teil der spannenden und genussvollen Weinszene Spaniens waren, Herausforderung und Befriedigung zugleich. In meinem „önosophischen Blog“ hatte ich mich bereits vielfältigen kulturellen Themen gewidmet und dies, obwohl der aus dem Griechischen abgeleitete Begriff „Önosophie“ eigentlich nur die „Weisheit vom Wein“ bedeutet. Wie der Wein selbst können auch die Gedanken eines Hedonisten gelegentlich in ein breiteres zivilisatorisches Umfeld geraten und Bereiche wie die Musik, die Philosophie, die bildende Kunst, die Literatur und auch die Gesellschaftspolitik umfassen. Dieses Spektrum unterschiedlicher Thematiken möchte ich auch weiterhin in meinen Beiträgen bearbeiten. Trotz aller gesundheitspolitisch motivierter Kritik kommt mir der Wein dabei gelegentlich schöpferisch zu Hilfe. Wein in Maßen trinken und genießen ist etwas Emotionales, und im Wein kann der Künstler Inspiration finden. Keiner hat dies schöner und treffender ausgedrückt als Shakespeare in seinem "König Heinrich der Vierte" (2. Teil, 4. Aufzug, 3. Szene), wo er den lebensfrohen Falstaff in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tieck ausrufen lässt:
(Der Wein) „steigt Euch in das Gehirn, zerteilt da alle albernen und rohen Dünste, die es umgeben, macht es sinnig, schnell und erfinderisch, voll von behenden, feurigen und ergötzlichen Bildern; wenn diese dann der Stimme, der Zunge, überliefert werden, was ihre Geburt ist, so wird vortrefflicher Witz daraus".
Vortrefflicher Witz können selbstverständlich auch die schönen Farben und Formen des Malers oder Bildhauers bzw. die spannenden Klänge des Musikers sein.
Texte um reine Fakten können heute problemlos von Künstlicher Intelligenz (KI) zusammengestellt werden. Um Sachverhalte aber wirklich verstehen zu können, bedarf es einer persönlichen Sicht und einer Interpretation. Die will ich mit meinen Beiträgen liefern, allerdings ohne besondere Ansprüche an Originalität, dafür aber immer mit der strikten Forderung nach Glaubwürdigkeit!
Ich hoffe, dass Sie Freude an meinem Blog haben und freue mich auf „Feedback“!.
Peter Hilgard
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