Meine Tante hatte mir ein paar alte Weingläser aus ihrer Familie vererbt. Es waren leuchtend rote Kelchgläser verziert mit gelben und roten Girlanden im Stile des Empire. In einer Vitrine sahen diese Objekte des 19. Jahrhunderts wunderschön aus, aber als Behältnisse für Wein waren sie nicht zu gebrauchen (siehe nebenstehende Abbildung).
Erstens sah
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Ich bin ein großer Freund der engen Verbindung von Wein mit der Musik, aber „Weinlieder“ haben für mich immer etwas furchtbar Banales und Biederes an sich. Meist versuchen sie den Rausch zu entschuldigen und zu legitimieren und grenzen in ihrer Anzüglichkeit oft an die Zote. Natürlich gehören Liebe und Wein ganz eng zusammen und –
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In der Partnerwahl spielt die Begierde, bzw. der Trieb der beiden Liebesobjekte, seien sie hetero- oder homosexuell, eine wesentliche Rolle. Demgegenüber gibt es eine Vielzahl von gesellschaftlichen Hemmungen bzw. sozial tabuisierten Sexualwünschen, die einer Triebefriedigung im Wege stehen. Eines der wichtigsten Kennzeichen unserer abendländischen Kultur ist ja bekanntlich
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Vortrefflicher Witz
An dieser Stelle stand bis vor Kurzem noch die Philosophie unseres Weinhandels „La Vineria“. Dieses Unternehmen ist mittlerweile Geschichte: Zum 31. März 2026 haben meine Frau, Isabel del Olmo, und ich unsere Geschäftsaktivitäten aufgegeben. Für uns beide waren die Jahrzehnte, in denen wir mit unseren Kunden ein Teil der spannenden und genussvollen Weinszene Spaniens waren, Herausforderung und Befriedigung zugleich. In meinem „önosophischen Blog“ hatte ich mich bereits vielfältigen kulturellen Themen gewidmet und dies, obwohl der aus dem Griechischen abgeleitete Begriff „Önosophie“ eigentlich nur die „Weisheit vom Wein“ bedeutet. Wie der Wein selbst können auch die Gedanken eines Hedonisten gelegentlich in ein breiteres zivilisatorisches Umfeld geraten und Bereiche wie die Musik, die Philosophie, die bildende Kunst, die Literatur und auch die Gesellschaftspolitik umfassen. Dieses Spektrum unterschiedlicher Thematiken möchte ich auch weiterhin in meinen Beiträgen bearbeiten. Trotz aller gesundheitspolitisch motivierter Kritik kommt mir der Wein dabei gelegentlich schöpferisch zu Hilfe. Wein in Maßen trinken und genießen ist etwas Emotionales, und im Wein kann der Künstler Inspiration finden. Keiner hat dies schöner und treffender ausgedrückt als Shakespeare in seinem "König Heinrich der Vierte" (2. Teil, 4. Aufzug, 3. Szene), wo er den lebensfrohen Falstaff in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tieck ausrufen lässt:
(Der Wein) „steigt Euch in das Gehirn, zerteilt da alle albernen und rohen Dünste, die es umgeben, macht es sinnig, schnell und erfinderisch, voll von behenden, feurigen und ergötzlichen Bildern; wenn diese dann der Stimme, der Zunge, überliefert werden, was ihre Geburt ist, so wird vortrefflicher Witz daraus".
Vortrefflicher Witz können selbstverständlich auch die schönen Farben und Formen des Malers oder Bildhauers bzw. die spannenden Klänge des Musikers sein.
Texte um reine Fakten können heute problemlos von Künstlicher Intelligenz (KI) zusammengestellt werden. Um Sachverhalte aber wirklich verstehen zu können, bedarf es einer persönlichen Sicht und einer Interpretation. Die will ich mit meinen Beiträgen liefern, allerdings ohne besondere Ansprüche an Originalität, dafür aber immer mit der strikten Forderung nach Glaubwürdigkeit!
Ich hoffe, dass Sie Freude an meinem Blog haben und freue mich auf „Feedback“!.
Peter Hilgard
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