AKTUELL: Covid-19 und Wein Die Deutsche Weinakademie (DWA) GmbH, mit Sitz in Bodenheim, ist eine Organisation, die die wissenschaftlichen Aspekte der Themenschwerpunkte Wein und Gesundheit sowie Wein und Gesellschaft bearbeitet. Ihre Gesellschafter sind das Deutsche Weininstitut, der Deutsche Weinbauverband, der Bundesverband der Deutschen Weinkellereien und des Weinfachhandels sowie der Deutsche Raiffeisenverband. In Ihrer monatlich erscheinenden Ärzte-Publikation „Vinomed“ wird, wissenschaftlich begründet, regelmäßig über die obige, vielfältige Thematik informiert. In der November-Ausgabe (2020) wurde dort vom Wissenschaftlichen Beirat der DWA zum Thema „Covid-19 und Wein“ Stellung bezogen. Da diese Publikation nicht allgemein zugänglich ist, der Inhalt des erwähnten Beitrages aber auch für meine Leser von Interesse ist, möchte ich ihn hier wortwörtlich zur Kenntnis bringen:
„COVID-19: WISSENSCHAFTLICHER BEIRAT DER DWA POSITIONIERT SICH KLAR
Seit Beginn der Corona-Pandemie sind viele, teils sehr unseriöse Pressemeldungen zu Wein und COVID-19 veröffentlicht worden. Da die DWA nur Kenntnisse vermittelt, die auf einer wissenschaftlichen Evidenz beruhen, distanziert sie sich klar von unbewiesenen Aussagen. Auf seiner Sitzung am 08. 10. 2020 positionierte sich der Wissenschaftliche Beirat der DWA deutlich dazu und bekräftigte seine bestehenden Leitlinien für einen verantwortungsvollen Weinkonsum, die selbstverständlich auch in Corona-Zeiten gelten. In der dazu formulierten Stellungnahme (1) hielt der Beirat folgende Punkte fest:
- Der Konsum von Wein schützt nicht vor COVID-19.
- Wein sollte nicht getrunken werden, um eine Infektion zu verhindern oder zu behandeln.
- Übermäßiger Alkoholkonsum schwächt das Immunsystem und verringert somit die Fähigkeit des Körpers, mit Infektionskrankheiten umzugehen.
- Unabhängig von Corona empfehlen wir den moderaten Weinkonsum gemäß den Wine in Moderation-Richtlinien. Dies bedeutet, dass der Weinkonsum nicht ein bis zwei Standardgläser (ca. 150 bis 300 ml) pro Tag überschreiten und am besten im Rahmen einer Mahlzeit erfolgen soll. Hingewiesen sei insbesondere auf die Lebenssituationen, in denen auf den Konsum alkoholischer Getränke jeglicher Art gänzlich verzichtet werden sollte
- Ein bis zwei Abstinenztage in der Woche sind empfehlenswert.
Quelle: www.deutscheweinakademie.de
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Vortrefflicher Witz
An dieser Stelle stand bis vor Kurzem noch die Philosophie unseres Weinhandels „La Vineria“. Dieses Unternehmen ist mittlerweile Geschichte: Zum 31. März 2026 haben meine Frau, Isabel del Olmo, und ich unsere Geschäftsaktivitäten aufgegeben. Für uns beide waren die Jahrzehnte, in denen wir mit unseren Kunden ein Teil der spannenden und genussvollen Weinszene Spaniens waren, Herausforderung und Befriedigung zugleich. In meinem „önosophischen Blog“ hatte ich mich bereits vielfältigen kulturellen Themen gewidmet und dies, obwohl der aus dem Griechischen abgeleitete Begriff „Önosophie“ eigentlich nur die „Weisheit vom Wein“ bedeutet. Wie der Wein selbst können auch die Gedanken eines Hedonisten gelegentlich in ein breiteres zivilisatorisches Umfeld geraten und Bereiche wie die Musik, die Philosophie, die bildende Kunst, die Literatur und auch die Gesellschaftspolitik umfassen. Dieses Spektrum unterschiedlicher Thematiken möchte ich auch weiterhin in meinen Beiträgen bearbeiten. Trotz aller gesundheitspolitisch motivierter Kritik kommt mir der Wein dabei gelegentlich schöpferisch zu Hilfe. Wein in Maßen trinken und genießen ist etwas Emotionales, und im Wein kann der Künstler Inspiration finden. Keiner hat dies schöner und treffender ausgedrückt als Shakespeare in seinem "König Heinrich der Vierte" (2. Teil, 4. Aufzug, 3. Szene), wo er den lebensfrohen Falstaff in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tieck ausrufen lässt:
(Der Wein) „steigt Euch in das Gehirn, zerteilt da alle albernen und rohen Dünste, die es umgeben, macht es sinnig, schnell und erfinderisch, voll von behenden, feurigen und ergötzlichen Bildern; wenn diese dann der Stimme, der Zunge, überliefert werden, was ihre Geburt ist, so wird vortrefflicher Witz daraus".
Vortrefflicher Witz können selbstverständlich auch die schönen Farben und Formen des Malers oder Bildhauers bzw. die spannenden Klänge des Musikers sein.
Texte um reine Fakten können heute problemlos von Künstlicher Intelligenz (KI) zusammengestellt werden. Um Sachverhalte aber wirklich verstehen zu können, bedarf es einer persönlichen Sicht und einer Interpretation. Die will ich mit meinen Beiträgen liefern, allerdings ohne besondere Ansprüche an Originalität, dafür aber immer mit der strikten Forderung nach Glaubwürdigkeit!
Ich hoffe, dass Sie Freude an meinem Blog haben und freue mich auf „Feedback“!.
Peter Hilgard
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