Die Wurzeln der Beziehung des modernen Menschen zum Wein
Bei der Betrachtung meines Themas möchte ich, in guter deutscher, akademischer Tradition, beim Grundsätzlichen anfangen. Wie wir aus den einschlägigen Werken der Historiker erfahren, ist der Wein ein fester Bestandteil der abendländischen, vorwiegend der mediterranen Gesellschaft und Kultur. Ja, die Geschichte geht vielleicht sogar noch wesentlich weiter zurück. Wie Robert Dudley von der University of California in Berkeley uns lehrt, spielt in der Entwicklungsgeschichte vieler Lebewesen Alkohol (Äthanol) eine wichtige Rolle als …. bitte lesen Sie hier weiter: Die Gesellschaft der Weintrinker (3)
Der Beginn der Weinfreuden: vom Nomaden zum Weinbauern
Vergorenen Traubensaft hat unsere Spezies, der Mensch, schon in grauer Vorzeit als Getränk dem Wasser vorgezogen. Das ist verständlich, denn Wein hatte tatsächlich viele Vorzüge. Er war als Getränk hygienisch erheblich sicherer als das Wasser, das ja ausserdem noch als Zeichen tiefster Armut galt. Vom Wein wurde man in den frühen Tagen unserer Kultur deutlich seltener krank als vom Wasser. Gegenüber dem oft gefährlichen Brunnen- oder Flußwasser besaß Wein den Vorteil wesentlich geringerer Keimbelastung. Ausserdem hatte er die bereits erwähnten psychotropen (berauschenden) Effekte und war noch dazu …. bitte lesen Sie hier weiter: Die Gesellschaft der Weintrinker (2)
Ein Blick auf die Kulturgeschichte des Weins
Wein ist eines der grandiosesten Genußmittel. Er regt die Sinne an, läd zur Diskussion über ihn ein und berauscht am Ende seine Liebhaber und macht sie so friedfertig, daß sie vom Streit über des Weines gute Eigenschaften schnell wieder ablassen. Welcher Weinliebhaber kennt nicht das beglückende Gefühl nach einem guten …. bitte lesen Sie hier weiter: Die Gesellschaft der Weintrinker (1)
Sie sind von ganz eigenartigem Reiz und auf eine magische Weise Inbegriff südlicher, iberischer Landschaft: die Korkeichenwälder. Unter ihrer schwarz-grauen Rinde erscheinen nach der Korkernte sandfarbig leuchtende Stämme, die das Sonnenlicht golden reflektieren. Man findet sie in den Bergen um Jabugo in der Provinz Huelva ebenso wie in der Extremadura und im Südosten Andalusiens. Häufig sind in ihrer Nähe die Gehege der schwarzen, iberischen Schweine. Diese Tiere werden mit den Eicheln der Korkeichen gefüttert und liefern dann eine der größten spanischen …. bitte lesen Sie hier weiter: Gedanken zum Korken: Spaniens Korkeichenwälder
Für manchen Freund spanischer Weinkultur stellt der Begriff „Cabernet Sauvignon“ etwas negatives dar, denn diese „ausländische“ Rebsorte ist für sie gleichbedeutend mit internationaler Geschmacksnivellierung und Verlust nationalen Charakters beim Weingenuss. Ich bin mir nicht sicher, ob dies eine tatsächlich begründete Sorge um die Identität spanischer Weine ist oder nur ein sentimentales Festhalten an vermeintlichen Traditionen. Wer würde wohl ernsthaft bezweifeln, daß „Vega Sicilia“, nunmehr seit 1864 einer der gesuchtesten Weine der Welt, ein …. bitte lesen Sie hier weiter: Cabernet Sauvignon – auch eine spanische Rebsorte?
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Vortrefflicher Witz
An dieser Stelle stand bis vor Kurzem noch die Philosophie unseres Weinhandels „La Vineria“. Dieses Unternehmen ist mittlerweile Geschichte: Zum 31. März 2026 haben meine Frau, Isabel del Olmo, und ich unsere Geschäftsaktivitäten aufgegeben. Für uns beide waren die Jahrzehnte, in denen wir mit unseren Kunden ein Teil der spannenden und genussvollen Weinszene Spaniens waren, Herausforderung und Befriedigung zugleich. In meinem „önosophischen Blog“ hatte ich mich bereits vielfältigen kulturellen Themen gewidmet und dies, obwohl der aus dem Griechischen abgeleitete Begriff „Önosophie“ eigentlich nur die „Weisheit vom Wein“ bedeutet. Wie der Wein selbst können auch die Gedanken eines Hedonisten gelegentlich in ein breiteres zivilisatorisches Umfeld geraten und Bereiche wie die Musik, die Philosophie, die bildende Kunst, die Literatur und auch die Gesellschaftspolitik umfassen. Dieses Spektrum unterschiedlicher Thematiken möchte ich auch weiterhin in meinen Beiträgen bearbeiten. Trotz aller gesundheitspolitisch motivierter Kritik kommt mir der Wein dabei gelegentlich schöpferisch zu Hilfe. Wein in Maßen trinken und genießen ist etwas Emotionales, und im Wein kann der Künstler Inspiration finden. Keiner hat dies schöner und treffender ausgedrückt als Shakespeare in seinem "König Heinrich der Vierte" (2. Teil, 4. Aufzug, 3. Szene), wo er den lebensfrohen Falstaff in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tieck ausrufen lässt:
(Der Wein) „steigt Euch in das Gehirn, zerteilt da alle albernen und rohen Dünste, die es umgeben, macht es sinnig, schnell und erfinderisch, voll von behenden, feurigen und ergötzlichen Bildern; wenn diese dann der Stimme, der Zunge, überliefert werden, was ihre Geburt ist, so wird vortrefflicher Witz daraus".
Vortrefflicher Witz können selbstverständlich auch die schönen Farben und Formen des Malers oder Bildhauers bzw. die spannenden Klänge des Musikers sein.
Texte um reine Fakten können heute problemlos von Künstlicher Intelligenz (KI) zusammengestellt werden. Um Sachverhalte aber wirklich verstehen zu können, bedarf es einer persönlichen Sicht und einer Interpretation. Die will ich mit meinen Beiträgen liefern, allerdings ohne besondere Ansprüche an Originalität, dafür aber immer mit der strikten Forderung nach Glaubwürdigkeit!
Ich hoffe, dass Sie Freude an meinem Blog haben und freue mich auf „Feedback“!.
Peter Hilgard
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