Unser aller Leben wird mehr oder weniger stark von Konventionen geregelt und beeinflußt. Jede soziale Gruppe hat ihre Verhaltensregeln, die auf einer meist stillschweigenden Übereinkunft unter den Gruppenmitgliedern basieren. Die Hintergründe dieser Regeln sind häufig gemeinsame Traditionen oder schlichtweg die sich über lange Zeit herausgebildete Gewohnheit. Konventionen haben den großen Vorteil, daß sie denen, die sie als soziale Umgangsformen akzeptieren, das Nachdenken ersparen und sie vor groben gesellschaftlichen Fehlern bewahren. Was solche Konventionen tatsächlich sind, kann man auch ganz gut bei den sogenannten „Grundregeln“ der Kombination von Wein und Essen studieren. Seit es eine gehobene Küchenkultur gibt gilt der Satz …. bitte lesen Sie hier weiter: Die Weinpunkter
Als Prozess der „Delokalisation“ kann man jenes Phänomen bezeichnen, was die wirtschaftlichen und kulturellen Bindungen des Weins an einen bestimmten Wohnort, bzw. an eine umschriebene Region aufgehoben hat, d.h. der Wein wird auch an anderen Orten als seiner geographischen Heimat konsumiert. In gewissem Rahmen gab es dieses Phänomen schon seit den Zeiten der Römer, Wein wurde bekanntlich in Amphoren aus Kolonien wie Spanien ins Mutterland verschifft. Nicht weinbauende Nationen wie die Engländer und die Holländer stillten ihre …. bitte lesen Sie hier weiter: „Terroir“ versus „Globalisierung“
Der bekannte französische Altertumsforscher Marcel Detienne hat in seinem Werk über den griechischen Gott Dionysos geschrieben: „Die Medizin steht der Kunst, den Wein zuzubereiten, ebenso nahe wie der natürlichen Weisheit im Umgang mit dem Weinstock und dem Weinbau“ Hat der Arzt etwa grundsätzlich eine besondere Beziehung zum Wein? Wenn man, wie ich, als Arzt über den Wein schreibt, bereitet es jedenfalls Freude zu sehen, daß sich Medizinerkollegen früherer Jahrhunderte auch schon intensiv mit dem Wein beschäftigt haben. Ausserdem stellen ihre, mit ausgebildeten Medizineraugen gemachten Beobachtungen …. bitte lesen Sie hier weiter: Wein als Quelle der Inspiration
„Wein und Musik aus Spanien“ ist ein Gemeinschaftsprojekt. Die Klaviermusik gespielt von Prof. Makiko Takeda Herms wird durch den Wein „Cerro de la Retama 2006″ ergänzt, einer besonderen, einmaligen Abfüllung des Gutes „Los Barrancos“ in der andalusischen Provinz Granada. Eigentümer der Kellerei und Winzer sind Isabel del Olmo und Dr. Peter Hilgard, vorort unterstützt vom Önologen César Ortega. Der Bildhauer Prof. Thomas Duttenhöfer hat das Stieraquarell auf dem Flaschenetikett und der CD-Hülle gemalt. Die graphische Gestaltung stammt von Clemens Hilger und Spiritus rector des gesamten Vorhabens ist der Schauspieler Alfred Herms. Nachfolgend der Text von Peter Hilgard im Beiheft der CD; teilweise wurde er bereits hier im WeinBlog veröffentlicht.
Wein und Musik
Es gibt einen geheimnisvollen Zusammenhang von Wein und Musik. Manchmal scheint ein Glas eines guten Weins beim Hören …. bitte lesen Sie hier weiter: Wein und Musik aus Spanien
Der nachfolgende Beitrag ist etwas lang geraten, ich hoffe aber, daß sein Thema interessant genug ist um nicht die Motivation zu verlieren sich durch den Text „durchzukämpfen“.
In der langen Geschichte des Weins geht von Anfang an ein tiefer Riss durch die Gemeinschaft der Trinker: Frauen waren in vielen Gesellschaften vom Weingenuß ausgeschlossen. Eine Legende aus der Zeit der Sumerer, den Gründern von Babylonien, gibt eine poetische Erklärung des Grundes dafür. Die große Korngöttin Ashnan hatte, zusammen mit ihrer Freundin Lahar, die Aufgabe die anderen Götter mit Essen und Trinken zu versorgen. Leider sprachen die beiden dem Wein allzusehr zu und betranken sich regelmässig. Dies führte schliesslich zu einer groben Vernachlässigung ihrer Pflichten. Daraufhin wurde die Menschheit erschaffen, um die Rolle der Göttinnen zu übernehmen. Die Menschen aber grollten den beiden göttlichen Freundinnen seither und verfügten, daß sich ihre Geschlechtsgenossinnen auf Erden fürderhin der Abstinenz verschreiben müssten. Dies war vielleicht im 3. Jahrtausend vor Christi der Beginn der Diskriminierung der Frau …. bitte lesen Sie hier weiter: Der Wein und die Frauen
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Vortrefflicher Witz
An dieser Stelle stand bis vor Kurzem noch die Philosophie unseres Weinhandels „La Vineria“. Dieses Unternehmen ist mittlerweile Geschichte: Zum 31. März 2026 haben meine Frau, Isabel del Olmo, und ich unsere Geschäftsaktivitäten aufgegeben. Für uns beide waren die Jahrzehnte, in denen wir mit unseren Kunden ein Teil der spannenden und genussvollen Weinszene Spaniens waren, Herausforderung und Befriedigung zugleich. In meinem „önosophischen Blog“ hatte ich mich bereits vielfältigen kulturellen Themen gewidmet und dies, obwohl der aus dem Griechischen abgeleitete Begriff „Önosophie“ eigentlich nur die „Weisheit vom Wein“ bedeutet. Wie der Wein selbst können auch die Gedanken eines Hedonisten gelegentlich in ein breiteres zivilisatorisches Umfeld geraten und Bereiche wie die Musik, die Philosophie, die bildende Kunst, die Literatur und auch die Gesellschaftspolitik umfassen. Dieses Spektrum unterschiedlicher Thematiken möchte ich auch weiterhin in meinen Beiträgen bearbeiten. Trotz aller gesundheitspolitisch motivierter Kritik kommt mir der Wein dabei gelegentlich schöpferisch zu Hilfe. Wein in Maßen trinken und genießen ist etwas Emotionales, und im Wein kann der Künstler Inspiration finden. Keiner hat dies schöner und treffender ausgedrückt als Shakespeare in seinem "König Heinrich der Vierte" (2. Teil, 4. Aufzug, 3. Szene), wo er den lebensfrohen Falstaff in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tieck ausrufen lässt:
(Der Wein) „steigt Euch in das Gehirn, zerteilt da alle albernen und rohen Dünste, die es umgeben, macht es sinnig, schnell und erfinderisch, voll von behenden, feurigen und ergötzlichen Bildern; wenn diese dann der Stimme, der Zunge, überliefert werden, was ihre Geburt ist, so wird vortrefflicher Witz daraus".
Vortrefflicher Witz können selbstverständlich auch die schönen Farben und Formen des Malers oder Bildhauers bzw. die spannenden Klänge des Musikers sein.
Texte um reine Fakten können heute problemlos von Künstlicher Intelligenz (KI) zusammengestellt werden. Um Sachverhalte aber wirklich verstehen zu können, bedarf es einer persönlichen Sicht und einer Interpretation. Die will ich mit meinen Beiträgen liefern, allerdings ohne besondere Ansprüche an Originalität, dafür aber immer mit der strikten Forderung nach Glaubwürdigkeit!
Ich hoffe, dass Sie Freude an meinem Blog haben und freue mich auf „Feedback“!.
Peter Hilgard
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