Spanien ist noch immer ein Weißweinland, denn weit über die Hälfte der gesamten Rebfläche ist mit weißen Rebsorten bepflanzt. Das hat natürlich seine historischen Gründe: als im Jahre 1516 der Habsburger und spätere Kaiser Karl V. unter dem Namen Carlos I zum spanischen König proklamiert wurde, sprach der im flämischen Gent geborene 16-jährige kaum Spanisch und hatte auch keine Regierungserfahrung. Um die auf ihn zukommenden Herausforderungen zu meistern umgab er sich mit Beratern aus seiner alten Heimat. Wie damals im Land der Flamen üblich, waren diese große Freunde des Weißweins, den sie vom Rhein bezogen. Karl selbst war passionierter Biertrinker …. bitte lesen Sie hier weiter: Ein großer Erfolg: Die Weißweine Spaniens
Das Weinbaugebiet „Bierzo“ erstreckt sich auf einer Fläche von etwa 3.800 Hektar entlang der Flüsse Sil, Ancares und Burbia. Zentrum der Region, in der der Kohle- und Schieferbergbau neben der Wein- und Landwirtschaft die Haupteinnahmequellen sind, ist die Stadt Ponferrada. Sie ist mit ihren grauen Schieferdächern eher unscheinbar und vermittelt, trotz einiger kulturhistorisch interessanter Bauwerke, wie der Ruine der alten Tempelritterburg, den Eindruck einer mittel-englischen Industriestadt.
Bei der Bezeichnung „Bierzo“ hat man auf den Artikel „El“ verzichtet, da – ähnlich wie bei „La Rioja“ – das Weinbaugebiet …. bitte lesen Sie hier weiter: Das Bierzo
An einem Frühjahrstag des Jahres 1894 lief im nordspanischen Hafenstädtchen Gijon das Frachtschiff „Plata“ ein. Die argentinische Flagge verriet seine Herkunft und als der Laufgang angelegt war stieg ein elegant gekleideter junger Mann an Land. Wie der Empfang durch die vielen Menschen, die sich eingefunden hatten, vermuten liess, war Francisco Lalanne kein Unbekannter. Er war ein Nachfahre von Felix Lalanne, einem Weinmacher aus Bordeaux, der zum Begründer der modernen Weinkultur im aragonesischen Somontano wurde. Als die Reblaus ihre Rebgärten an der Gironde unbrauchbar machte, zogen die …. bitte lesen Sie hier weiter: Somontano – ein begeisterndes Weinland
Unser aller Leben wird mehr oder weniger stark von Konventionen geregelt und beeinflußt. Jede soziale Gruppe hat ihre Verhaltensregeln, die auf einer meist stillschweigenden Übereinkunft unter den Gruppenmitgliedern basieren. Die Hintergründe dieser Regeln sind häufig gemeinsame Traditionen oder schlichtweg die sich über lange Zeit herausgebildete Gewohnheit. Konventionen haben den großen Vorteil, daß sie denen, die sie als soziale Umgangsformen akzeptieren, das Nachdenken ersparen und sie vor groben gesellschaftlichen Fehlern bewahren. Was solche Konventionen tatsächlich sind, kann man auch ganz gut bei den sogenannten „Grundregeln“ der Kombination von Wein und Essen studieren. Seit es eine gehobene Küchenkultur gibt gilt der Satz …. bitte lesen Sie hier weiter: Die Weinpunkter
Als Prozess der „Delokalisation“ kann man jenes Phänomen bezeichnen, was die wirtschaftlichen und kulturellen Bindungen des Weins an einen bestimmten Wohnort, bzw. an eine umschriebene Region aufgehoben hat, d.h. der Wein wird auch an anderen Orten als seiner geographischen Heimat konsumiert. In gewissem Rahmen gab es dieses Phänomen schon seit den Zeiten der Römer, Wein wurde bekanntlich in Amphoren aus Kolonien wie Spanien ins Mutterland verschifft. Nicht weinbauende Nationen wie die Engländer und die Holländer stillten ihre …. bitte lesen Sie hier weiter: „Terroir“ versus „Globalisierung“
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Vortrefflicher Witz
An dieser Stelle stand bis vor Kurzem noch die Philosophie unseres Weinhandels „La Vineria“. Dieses Unternehmen ist mittlerweile Geschichte: Zum 31. März 2026 haben meine Frau, Isabel del Olmo, und ich unsere Geschäftsaktivitäten aufgegeben. Für uns beide waren die Jahrzehnte, in denen wir mit unseren Kunden ein Teil der spannenden und genussvollen Weinszene Spaniens waren, Herausforderung und Befriedigung zugleich. In meinem „önosophischen Blog“ hatte ich mich bereits vielfältigen kulturellen Themen gewidmet und dies, obwohl der aus dem Griechischen abgeleitete Begriff „Önosophie“ eigentlich nur die „Weisheit vom Wein“ bedeutet. Wie der Wein selbst können auch die Gedanken eines Hedonisten gelegentlich in ein breiteres zivilisatorisches Umfeld geraten und Bereiche wie die Musik, die Philosophie, die bildende Kunst, die Literatur und auch die Gesellschaftspolitik umfassen. Dieses Spektrum unterschiedlicher Thematiken möchte ich auch weiterhin in meinen Beiträgen bearbeiten. Trotz aller gesundheitspolitisch motivierter Kritik kommt mir der Wein dabei gelegentlich schöpferisch zu Hilfe. Wein in Maßen trinken und genießen ist etwas Emotionales, und im Wein kann der Künstler Inspiration finden. Keiner hat dies schöner und treffender ausgedrückt als Shakespeare in seinem "König Heinrich der Vierte" (2. Teil, 4. Aufzug, 3. Szene), wo er den lebensfrohen Falstaff in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tieck ausrufen lässt:
(Der Wein) „steigt Euch in das Gehirn, zerteilt da alle albernen und rohen Dünste, die es umgeben, macht es sinnig, schnell und erfinderisch, voll von behenden, feurigen und ergötzlichen Bildern; wenn diese dann der Stimme, der Zunge, überliefert werden, was ihre Geburt ist, so wird vortrefflicher Witz daraus".
Vortrefflicher Witz können selbstverständlich auch die schönen Farben und Formen des Malers oder Bildhauers bzw. die spannenden Klänge des Musikers sein.
Texte um reine Fakten können heute problemlos von Künstlicher Intelligenz (KI) zusammengestellt werden. Um Sachverhalte aber wirklich verstehen zu können, bedarf es einer persönlichen Sicht und einer Interpretation. Die will ich mit meinen Beiträgen liefern, allerdings ohne besondere Ansprüche an Originalität, dafür aber immer mit der strikten Forderung nach Glaubwürdigkeit!
Ich hoffe, dass Sie Freude an meinem Blog haben und freue mich auf „Feedback“!.
Peter Hilgard
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