Im Jahre 1795 verliess das Frachtschiff „La Natividad“ den nordspanischen Hafen Santander in Richtung West-Indien. An Bord befanden sich einige Fässer voll eines Weins, den der Domherr von Burgos, ein gewisser Don Manuel Quintano, nach den damals in Bordeaux entwickelten Methoden hergestellt hatte. Die wertvolle Ladung kam nach mehrmonatiger Schiffspassage in einwandfreiem Zustand in Übersee
Bitte lesen Sie hier weiter: Fässer: vom Holzausbau und dem spanischen Geschmack.
Vor ein paar Tagen tönte aus den Lautsprechern der heimischen Stereo-Anlage das Piano Alfred Brendels und die wunderbaren, impressionistischen Klänge der „Zypressen der Villa d´Este“ von Franz Liszt. Neben mir funkelte es rubinrot im Glase und der Duft von Zimt und Waldbeeren des „Clos Martinet 2001“ stieg aus dem Glase empor. Die gleichzeitige Anspannung des
Bitte lesen Sie hier weiter: Ein Erlebnis: Wein und Musik
In der Partnerwahl spielt die Begierde, bzw. der Trieb der beiden Liebesobjekte, seien sie hetero- oder homosexuell, eine wesentliche Rolle. Demgegenüber gibt es eine Vielzahl von gesellschaftlichen Hemmungen bzw. sozial tabuisierten Sexualwünschen, die einer Triebefriedigung im Wege stehen. Eines der wichtigsten Kennzeichen unserer abendländischen Kultur ist ja bekanntlich
Bitte lesen Sie hier weiter: Ein paar Gedanken zu Wein und Erotik
In Madrids Staasgalerie, dem „Prado“, hängen zwei Meisterwerke, die dem Wein huldigen. Beide, „Los Borrachos“ von Velazquez und „Der Herbst“ von Goya zeigen uns Interessantes von der spanischen Weinkultur. Einer der Trinker auf Velazquez´ Bild, im Vordergrund und in einen braunen Umhang gehüllt, hält in seiner rechten Hand ein Glas in dem sich eine rosa
Bitte lesen Sie hier weiter: Rosado – ein spanischer Beitrag zur europäischen Weinkultur
Die Wissenschaft hat einen erheblichen Beitrag zum Verständnis des Weingenusses geleistet. Im folgenden berichtet Peter Hilgard darüber und macht sich Gedanken, welche Bedeutung die Erkenntnisse haben könnten.
Der aufgeklärte Weintrinker des 21. Jahrhunderts ist meist kein bacchantischer Säufer mehr, dessen rundlicher Bauch, gerötete Nase und dümmlicher Gesichtsausdruck
Bitte lesen Sie hier weiter: Gedanken und Erkenntnisse zu den Aromen im Wein
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Vortrefflicher Witz
An dieser Stelle stand bis vor Kurzem noch die Philosophie unseres Weinhandels „La Vineria“. Dieses Unternehmen ist mittlerweile Geschichte: Zum 31. März 2026 haben meine Frau, Isabel del Olmo, und ich unsere Geschäftsaktivitäten aufgegeben. Für uns beide waren die Jahrzehnte, in denen wir mit unseren Kunden ein Teil der spannenden und genussvollen Weinszene Spaniens waren, Herausforderung und Befriedigung zugleich. In meinem „önosophischen Blog“ hatte ich mich bereits vielfältigen kulturellen Themen gewidmet und dies, obwohl der aus dem Griechischen abgeleitete Begriff „Önosophie“ eigentlich nur die „Weisheit vom Wein“ bedeutet. Wie der Wein selbst können auch die Gedanken eines Hedonisten gelegentlich in ein breiteres zivilisatorisches Umfeld geraten und Bereiche wie die Musik, die Philosophie, die bildende Kunst, die Literatur und auch die Gesellschaftspolitik umfassen. Dieses Spektrum unterschiedlicher Thematiken möchte ich auch weiterhin in meinen Beiträgen bearbeiten. Trotz aller gesundheitspolitisch motivierter Kritik kommt mir der Wein dabei gelegentlich schöpferisch zu Hilfe. Wein in Maßen trinken und genießen ist etwas Emotionales, und im Wein kann der Künstler Inspiration finden. Keiner hat dies schöner und treffender ausgedrückt als Shakespeare in seinem "König Heinrich der Vierte" (2. Teil, 4. Aufzug, 3. Szene), wo er den lebensfrohen Falstaff in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tieck ausrufen lässt:
(Der Wein) „steigt Euch in das Gehirn, zerteilt da alle albernen und rohen Dünste, die es umgeben, macht es sinnig, schnell und erfinderisch, voll von behenden, feurigen und ergötzlichen Bildern; wenn diese dann der Stimme, der Zunge, überliefert werden, was ihre Geburt ist, so wird vortrefflicher Witz daraus".
Vortrefflicher Witz können selbstverständlich auch die schönen Farben und Formen des Malers oder Bildhauers bzw. die spannenden Klänge des Musikers sein.
Texte um reine Fakten können heute problemlos von Künstlicher Intelligenz (KI) zusammengestellt werden. Um Sachverhalte aber wirklich verstehen zu können, bedarf es einer persönlichen Sicht und einer Interpretation. Die will ich mit meinen Beiträgen liefern, allerdings ohne besondere Ansprüche an Originalität, dafür aber immer mit der strikten Forderung nach Glaubwürdigkeit!
Ich hoffe, dass Sie Freude an meinem Blog haben und freue mich auf „Feedback“!.
Peter Hilgard
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