An einem Frühjahrstag des Jahres 1894 lief im nordspanischen Hafenstädtchen Gijon das Frachtschiff „Plata“ ein. Die argentinische Flagge verriet seine Herkunft und als der Laufgang angelegt war stieg ein elegant gekleideter junger Mann an Land. Wie der Empfang durch die vielen Menschen, die sich eingefunden hatten, vermuten liess, war Francisco Lalanne kein Unbekannter. Er war
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„Wein und Musik aus Spanien“ ist ein Gemeinschaftsprojekt. Die Klaviermusik gespielt von Prof. Makiko Takeda Herms wird durch den Wein „Cerro de la Retama 2006″ ergänzt, einer besonderen, einmaligen Abfüllung des Gutes „Los Barrancos“ in der andalusischen Provinz Granada. Eigentümer der Kellerei und Winzer sind Isabel del Olmo und Dr. Peter Hilgard, vorort unterstützt vom
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Weinfreunde stellen gelegentlich die Frage warum die Weine von „Los Barrancos“ so alkoholreich sind. Dies sei schliesslich völlig gegen den Zeitgeist und schrecke viele potentielle Interessenten an den Weinen ab. Zugegeben, ein Wein dessen Alkoholgehalt unter 14,5 Vol. % liegt hat bisher nur einmal unsere Kellerei verlassen. Wie kommt es zu den hohen Alkoholwerten im
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Nächste Woche wird der Jahrgang 2002 unseres „andalusischen Weinabenteuers“ abgefüllt.
Im Schatten der schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada liegt der etwa 15 Kilometer lange Bergrücken der Sierra de la Contraviesa. In diesem andalusischen Weinbaugebiet südlich von Granada, auf einer Höhe zwischen 1200 und 1300 Metern über dem Meeresspiegel, befindet sich die Kellerei „Los Barrancos S.L.“
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Vortrefflicher Witz
An dieser Stelle stand bis vor Kurzem noch die Philosophie unseres Weinhandels „La Vineria“. Dieses Unternehmen ist mittlerweile Geschichte: Zum 31. März 2026 haben meine Frau, Isabel del Olmo, und ich unsere Geschäftsaktivitäten aufgegeben. Für uns beide waren die Jahrzehnte, in denen wir mit unseren Kunden ein Teil der spannenden und genussvollen Weinszene Spaniens waren, Herausforderung und Befriedigung zugleich. In meinem „önosophischen Blog“ hatte ich mich bereits vielfältigen kulturellen Themen gewidmet und dies, obwohl der aus dem Griechischen abgeleitete Begriff „Önosophie“ eigentlich nur die „Weisheit vom Wein“ bedeutet. Wie der Wein selbst können auch die Gedanken eines Hedonisten gelegentlich in ein breiteres zivilisatorisches Umfeld geraten und Bereiche wie die Musik, die Philosophie, die bildende Kunst, die Literatur und auch die Gesellschaftspolitik umfassen. Dieses Spektrum unterschiedlicher Thematiken möchte ich auch weiterhin in meinen Beiträgen bearbeiten. Trotz aller gesundheitspolitisch motivierter Kritik kommt mir der Wein dabei gelegentlich schöpferisch zu Hilfe. Wein in Maßen trinken und genießen ist etwas Emotionales, und im Wein kann der Künstler Inspiration finden. Keiner hat dies schöner und treffender ausgedrückt als Shakespeare in seinem "König Heinrich der Vierte" (2. Teil, 4. Aufzug, 3. Szene), wo er den lebensfrohen Falstaff in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tieck ausrufen lässt:
(Der Wein) „steigt Euch in das Gehirn, zerteilt da alle albernen und rohen Dünste, die es umgeben, macht es sinnig, schnell und erfinderisch, voll von behenden, feurigen und ergötzlichen Bildern; wenn diese dann der Stimme, der Zunge, überliefert werden, was ihre Geburt ist, so wird vortrefflicher Witz daraus".
Vortrefflicher Witz können selbstverständlich auch die schönen Farben und Formen des Malers oder Bildhauers bzw. die spannenden Klänge des Musikers sein.
Texte um reine Fakten können heute problemlos von Künstlicher Intelligenz (KI) zusammengestellt werden. Um Sachverhalte aber wirklich verstehen zu können, bedarf es einer persönlichen Sicht und einer Interpretation. Die will ich mit meinen Beiträgen liefern, allerdings ohne besondere Ansprüche an Originalität, dafür aber immer mit der strikten Forderung nach Glaubwürdigkeit!
Ich hoffe, dass Sie Freude an meinem Blog haben und freue mich auf „Feedback“!.
Peter Hilgard
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