 Los Barrancos
Was mir auf der „BIOFACH 2011“ in Nürnberg, der Welt grösster Messe für ökologischen Landbau, so alles in den Sinn gekommen ist: zunächst einmal ist vielleicht erwähnenswert, dass wir selbst mit unserer Bodega Los Barrancos einen Stand im andalusischen Pavillon hatten. Ausserdem haben wir von Mundus Vini eine silberne Medaille für unseren „Cerro de la Retama 2009“ verliehen bekommen, der beim Fachpublikum dann auch großen Anklang fand. …. bitte lesen Sie hier weiter: Ökologischer Weinbau und Terroir
 Cesar
César Ortega, der Weinmacher unserer Kellerei „Los Barrancos“ in der Provinz Granada hat vor genau einer Woche mit dem Rebschnitt begonnen. Zusammen mit Manuel und Antonio, zwei Bauern aus der Nachbarschaft muß er ca. 20.000 Stöcke bearbeiten. Dafür werden die drei fast vier Wochen benötigen. Der Sinn des Rebschnittes, bei dem zukünftige Triebe („Augen“) entfernt werden, ist Ertragsbegrenzung. Vereinfachend kann man wohl sagen, dass jeder Rebstock ein bestimmtes Kraftpotential hat und die Qualität des Mostes von der Zahl der Beeren abhängt, auf die die vorhandene Kraftreserve verteilt werden muß. Je weniger desto höher die Konzentration an Zucker und Farb- bzw. Geschmackstoffen in der Beere und entsprechend größer wird sie auch. Aber Qualitätsverbesserung des Weines ist nur ein Aspekt des Winter-Rebschnitts. Auch die Erhaltung der Erziehungsart, d.h. die äusserliche Form der Pflanze, wird durch den Rebschnitt erreicht. Schliesslich leben und tragen regelmässig geschnittene Rebstöcke deutlich länger als Wildformen. Der Rebschnitt ist vermutlich so alt wie der Weinbau überhaupt und daher ist es nicht erstaunlich, dass wir Hinweise auf diese Tätigkeit auch schon im Alten Testament finden.
Ich sitze mit einem deutschen Weinfreund in einem der vielen attraktiven „Asadores“ der spanischen Hauptstadt. Hier wird schmackhaftes, kastilisches Essen serviert und dazu trinken wir einen Wein aus der Region „Vinos de Madrid“, es handelt sich um den 2005er Initio der Kellerei Las Moradas de San Martín, von dem es nur etwas über 23.000 Flaschen gibt. „Ein typischer Parker-Wein“ sagt mein Gegenüber nach dem ersten Schluck …. bitte lesen Sie hier weiter: Ein typischer Parker-Wein
Die spannenden Ereignisse und die friedliche Revolution der Jugend in Ägypten erinnern mich, den alten Weinfreund, daran, dass das Land am Nil eine Wiege der mediterranen Weinkultur ist.
Gemessen an den historischen Zeitläufen ist die Zeit der jetzigen islamischen Herrschaft mit ihrem Alkoholverbot sehr kurz. Noch heute wird in kleinem Maße Wein im Nildelta angebaut, der allerdings …. bitte lesen Sie hier weiter: Der Wein hatte die Gottheit beschwichtigt und die Menschheit gerettet!
Übrigens, der gestern erwähnte Feingeist Gustave Flaubert schrieb in einem Brief an George Sand, datiert vom 6. Februar 1867 folgende Zeilen: „Die Menschen werden immer finden, daß die ernsteste Sache ihres Daseins das Genießen ist“.
Damit kann ich mich voll und ganz identifizieren. Uns Weinfreunden wird ja gelegentlich …. bitte lesen Sie hier weiter: Die Menschen werden immer finden, daß die ernsteste Sache ihres Daseins das Genießen ist
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Vortrefflicher Witz
An dieser Stelle stand bis vor Kurzem noch die Philosophie unseres Weinhandels „La Vineria“. Dieses Unternehmen ist mittlerweile Geschichte: Zum 31. März 2026 haben meine Frau, Isabel del Olmo, und ich unsere Geschäftsaktivitäten aufgegeben. Für uns beide waren die Jahrzehnte, in denen wir mit unseren Kunden ein Teil der spannenden und genussvollen Weinszene Spaniens waren, Herausforderung und Befriedigung zugleich. In meinem „önosophischen Blog“ hatte ich mich bereits vielfältigen kulturellen Themen gewidmet und dies, obwohl der aus dem Griechischen abgeleitete Begriff „Önosophie“ eigentlich nur die „Weisheit vom Wein“ bedeutet. Wie der Wein selbst können auch die Gedanken eines Hedonisten gelegentlich in ein breiteres zivilisatorisches Umfeld geraten und Bereiche wie die Musik, die Philosophie, die bildende Kunst, die Literatur und auch die Gesellschaftspolitik umfassen. Dieses Spektrum unterschiedlicher Thematiken möchte ich auch weiterhin in meinen Beiträgen bearbeiten. Trotz aller gesundheitspolitisch motivierter Kritik kommt mir der Wein dabei gelegentlich schöpferisch zu Hilfe. Wein in Maßen trinken und genießen ist etwas Emotionales, und im Wein kann der Künstler Inspiration finden. Keiner hat dies schöner und treffender ausgedrückt als Shakespeare in seinem "König Heinrich der Vierte" (2. Teil, 4. Aufzug, 3. Szene), wo er den lebensfrohen Falstaff in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tieck ausrufen lässt:
(Der Wein) „steigt Euch in das Gehirn, zerteilt da alle albernen und rohen Dünste, die es umgeben, macht es sinnig, schnell und erfinderisch, voll von behenden, feurigen und ergötzlichen Bildern; wenn diese dann der Stimme, der Zunge, überliefert werden, was ihre Geburt ist, so wird vortrefflicher Witz daraus".
Vortrefflicher Witz können selbstverständlich auch die schönen Farben und Formen des Malers oder Bildhauers bzw. die spannenden Klänge des Musikers sein.
Texte um reine Fakten können heute problemlos von Künstlicher Intelligenz (KI) zusammengestellt werden. Um Sachverhalte aber wirklich verstehen zu können, bedarf es einer persönlichen Sicht und einer Interpretation. Die will ich mit meinen Beiträgen liefern, allerdings ohne besondere Ansprüche an Originalität, dafür aber immer mit der strikten Forderung nach Glaubwürdigkeit!
Ich hoffe, dass Sie Freude an meinem Blog haben und freue mich auf „Feedback“!.
Peter Hilgard
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