Wein am Main 2011: ein Toast auf die Jugend!  Isabel del Olmo und Araceli Sesma von Enate
Über 2.200 Besucher wurden am vergangenen Wochenende auf der „Wein am Main“, Frankfurts eigener Weinmesse, verzeichnet. Zeitweise war es richtig voll im Bockenheimer Depot und die Weinfreunde drängten sich um die ca. 50 Stände, an denen vergnüglich verkostet wurde. Auch bei LA VINERIA war etwas los! Wir durften viele bekannte Gesichter und alte Freunde begrüßen, auch manch erster Kontakt mit spanischem Wein wurde an unserem Stand gemacht. Was mir besonders gefiel waren die vielen jungen Leute, die teilweise ausserordentlich sachkundiges Interesse am Wein zeigten – das war eine große Freude zu erleben. Euch allen ein herzliches Willkommen im Club der „aficionados“ des spanischen Weins!
Araceli Sesma, die Exportleiterin von „Enate“ präsentierte einige ihrer Favoriten, wobei, bei der herrschenden Außentemperatur nicht ganz unerwartet, der gut gekühlte Rosé (Enate Rosado Cabernet Sauvignon) ein Highlight war. Sehr gut kam auch der „Initio“ an, ein reinsortiger Garnacha-Wein aus uralten Reben und in Alliers-Barriques ausgebaut. Er war der Star beim ersten, von Dr. Klein moderierten Rotwein-Seminar der Veranstaltung. Die spanischen Weißweine (Mantel Blanco und Enate Chardonnay 234) haben sich auch gegen die Konkurrenz aus Deutschland an den zahlreichen Nachbarständen, sehr gut behaupten können und viele Liebhaber gefunden.
Alles in allem, die Arbeit und der Aufwand wieder dabei zu sein hat sich gelohnt, und ich würde mich freuen wenn sich die geknüpften Kontakte mit den alten und jungen Weinfreunden an unserem Tag der Offenen Türe am 21.Mai 2011 vertiefen ließen (Einzelheiten siehe in der Rubrik „Veranstaltungen“)!
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Vortrefflicher Witz
An dieser Stelle stand bis vor Kurzem noch die Philosophie unseres Weinhandels „La Vineria“. Dieses Unternehmen ist mittlerweile Geschichte: Zum 31. März 2026 haben meine Frau, Isabel del Olmo, und ich unsere Geschäftsaktivitäten aufgegeben. Für uns beide waren die Jahrzehnte, in denen wir mit unseren Kunden ein Teil der spannenden und genussvollen Weinszene Spaniens waren, Herausforderung und Befriedigung zugleich. In meinem „önosophischen Blog“ hatte ich mich bereits vielfältigen kulturellen Themen gewidmet und dies, obwohl der aus dem Griechischen abgeleitete Begriff „Önosophie“ eigentlich nur die „Weisheit vom Wein“ bedeutet. Wie der Wein selbst können auch die Gedanken eines Hedonisten gelegentlich in ein breiteres zivilisatorisches Umfeld geraten und Bereiche wie die Musik, die Philosophie, die bildende Kunst, die Literatur und auch die Gesellschaftspolitik umfassen. Dieses Spektrum unterschiedlicher Thematiken möchte ich auch weiterhin in meinen Beiträgen bearbeiten. Trotz aller gesundheitspolitisch motivierter Kritik kommt mir der Wein dabei gelegentlich schöpferisch zu Hilfe. Wein in Maßen trinken und genießen ist etwas Emotionales, und im Wein kann der Künstler Inspiration finden. Keiner hat dies schöner und treffender ausgedrückt als Shakespeare in seinem "König Heinrich der Vierte" (2. Teil, 4. Aufzug, 3. Szene), wo er den lebensfrohen Falstaff in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tieck ausrufen lässt:
(Der Wein) „steigt Euch in das Gehirn, zerteilt da alle albernen und rohen Dünste, die es umgeben, macht es sinnig, schnell und erfinderisch, voll von behenden, feurigen und ergötzlichen Bildern; wenn diese dann der Stimme, der Zunge, überliefert werden, was ihre Geburt ist, so wird vortrefflicher Witz daraus".
Vortrefflicher Witz können selbstverständlich auch die schönen Farben und Formen des Malers oder Bildhauers bzw. die spannenden Klänge des Musikers sein.
Texte um reine Fakten können heute problemlos von Künstlicher Intelligenz (KI) zusammengestellt werden. Um Sachverhalte aber wirklich verstehen zu können, bedarf es einer persönlichen Sicht und einer Interpretation. Die will ich mit meinen Beiträgen liefern, allerdings ohne besondere Ansprüche an Originalität, dafür aber immer mit der strikten Forderung nach Glaubwürdigkeit!
Ich hoffe, dass Sie Freude an meinem Blog haben und freue mich auf „Feedback“!.
Peter Hilgard
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