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Großartige Wiedergeburt: der Verdejo

Symphonie in Grün: der Verdejo

Symphonie in Grün: der Verdejo

Man findet sie überall dort wo es Weine zu kaufen gibt: die weiße Rebsorte Verdejo aus Spanien. Im Supermarkt, bei den Discountern, im Lebensmittelhandel, bei den kleinen und großen Weinhändlern, im online-Versand und in fast jeder Kneipe werden neuerdings Verdejos angeboten. Aus dieser Sorte gekelterte Weine erleben gerade einen Boom sondergleichen. Sie stammen meist aus dem kastilischen Weinbaugebiet Rueda, wo man alleine im Jahr 2015 82 Millionen Flaschen eines Verdejo-Weines abgefüllt hat.

Die Geschichte des Verdejo, dessen Name in etwa mit „Grünling“ übersetzt werden könnte (was vielleicht mit der Farbe der Trauben und des Fruchtfleisches zusammenhängt), geht viele Jahrhunderte zurück. Da die Rebsorte sehr sauerstoffempfindlich ist, war sie prädestiniert für den typischen spanischen, oxydativen Ausbau im Sinne eines „rancio“. Diese Sherry- oder Malaga-Wein-ähnlichen Verdejo-Weine aus Rueda hatten im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert einen sehr guten Ruf in ihrem Heimatland. Für viele Weinkenner im In- und  und Ausland waren die „Ruedas“ lange Zeit ein absoluter Geheimtipp und eine wunderbare Ergänzung zur Vielfalt der Sherries.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Großartige Wiedergeburt: der Verdejo

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Thunfisch in der Dose

Mein Favorit seit Jahrzehnten: Der Thunfisch von Palacio de Oriente

Mein Favorit seit Jahrzehnten: Der Thunfisch von Palacio de Oriente

Als ich in den frühen 60iger Jahren mit einem Studienfreund und einem Fiat Topolino ins Land des Caudillo Francisco Franco fuhr hat mich das Essen dort wenig beeindruckt. Aber vermutlich war es genau wie heute: für wenig Geld bekam man eben auch wenig Qualität. Es dauerte damals nicht lange bis ich die elipsenförmig abgerundeten Blechdosen, in denen sich Thunfisch befand, kennen und schätzen lernte. Von da an habe ich meinen täglichen Kalorienbedarf auf der Reise durch Spanien praktisch nur noch mit frischem Weißbrot und Thunfisch in Olivenöl aus der Dose gedeckt. Später habe ich dann schnell gemerkt, dass es nicht der gewöhnliche dunkle Thunfisch war, den ich in übermäßigen Mengen vertilgte, sondern der kantabrische, weiße Bonito del Norte.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Thunfisch in der Dose

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Sind Weintrinker immer Melancholiker?

Inbegriff melancholischer Stimmungslage: Mondnacht im Walde

Der Inbegriff melancholischer Stimmungslage: Vollmondnacht im Walde

In der heutigen Erlebnisgesellschaft muss man ständig in Bewegung sein und etwas unternehmen um bloß nichts zu verpassen. Da ist das Wort Melancholie völlig obsolet. „Uncool!“ bescheinigen einem die jungen Leute, wenn man das Thema auch nur streift. Trotzdem gibt es sie, ja muss es sie geben: die Melancholie gehört zur Essenz des Lebens, sie ist eine Grundstimmung des Menschen genau wie Freude oder Trauer. In der Romantik nannte man es den „Weltschmerz“, der jedes Individuum von Zeit zu Zeit erfassen konnte und den keiner schöner und einfühlsamer auf die Leinwand pinselte als Caspar David Friedrich. Seinen Ursprung hat der Begriff „Melancholie“ im griechischen melas (=schwarz) und cholé (= Galle), also der schwarzen Galle aus der antiken, von Hippokrates aufgestellten, „Viersäftelehre“. Der berühmte griechische Arzt Galenos von Pergamon (Galen) hat ein paar Jahrhunderte später eine Vermehrung der schwarzen (verbrannten) Galle im Blut als Ursache der Melancholie gedeutet und die vier Temperamente in das medizinische Denken eingeführt (Sanguiniker, Phlegmatiker, Choleriker und Melancholiker) Das Element des Melancholikers war die Erde und seine Sternbilder der Skorpion, der Stier und die Waage.

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Irrwege des Sherry-Marketing

Ist es nicht mehr als befremdlich, dass auf dem Berliner “Bar Convent” im Oktober 2014 die spanische Außenhandelsorganisation zusammen mit dem Sherry-Kontrollrat in Jerez de la Frontera eine Veranstaltung unterstützt hat, die den Sherry als Partner für Mixgetränke propagiert? Als hätte dieser grandiose Wein nicht schon genug Imageprobleme! Die Verkaufszahlen des Sherry sind in den letzten Jahrzehnten ständig rückläufig gewesen und seine Wahrnehmung ist in einen Bereich gerückt, der mit dem „uncool“ der Jugendsprache noch schmeichelhaft umschrieben ist. Altbacken etikettierte Supermarktqualitäten mit hohem Alkoholgehalt haben das einst strahlende Bild des Sherry beim Konsumenten verblassen und unscharf werden lassen.

Zugegeben, in den Zeiten des Sherry-Booms im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert trank man  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Irrwege des Sherry-Marketing

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Die optimalen Trinktemperaturen

Der Sommer ist im Anmarsch und mit ihm die Frage wie soll ich welche Weine kühlen um sie in der warmen Jahreszeit maximal genießbar zu halten. Da gibt es ganz erhebliche Unterschiede entsprechend des Weintyps und der persönlichen Vorlieben der Genießer. Es klingt wie eine Binsenweisheit zu sagen, dass die Temperatur beiden, dem Wein und dem Konsumenten gerecht werden muss. Die Hauptsache ist, dass die Temperatur des Weins seine Aromen und seinen Geschmack nicht negativ beeinflussen.

Ein erheblicher Teil der Aromen, die die Geruchs- und Geschmacksnerven anregen sind flüchtiger Natur, d.h. sie sind als Gase im Wein gelöst. Bei sehr niedrigen Temperaturen können sie nicht entweichen, der Wein bleibt geruch- und geschmacklos. Bei höheren Temperaturen verdunstet besonders der Alkohol und hinterlässt eine unangenehm alkoholische Nase. Irgendwo dazwischen liegt die optimale Trinktemperatur des Weins.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Die optimalen Trinktemperaturen