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Ein gastronomisches Highlight: “El Baret de Miquel Ruiz”

Erlebnisreiche Küche: “El Baret de Miquel Ruiz” in Denia (Costa Blanca)

Einst führte er, irgendwo an der Costa Blanca, ein Michelin-besterntes Restaurant, bis ihn der ganze Touristen-Rummel und Gastro-Snobismus abzustoßen begann und Miquel Ruiz nach persönlich attraktiven gastronomischen Alternativen Ausschau hielt. Eine kleine Bar in Denia sollte die Erfüllung seiner Vorstellungen bringen. Im Schatten der 800 Jahre alten Maurenburg und in unmittelbarer Nähe der Markthalle des Ortes liegt heute in der unscheinbaren Carrer Historiador Palau Nr. 1 „El Baret de Miquel Ruiz“. Das Wort “Baret” stellt, auf valenciano die Verkleinerungsform von “Bar” dar. Die Innendekoration erinnert an die Ästhetik der 70iger Jahre: bunt und etwas schrill. Platz findet man heutzutage nur, wenn man reserviert hat und das geht ausschließlich übers Internet und mit einer potentiellen Wartezeit von ca. drei Monaten. Aber es lohnt sich!  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Ein gastronomisches Highlight: “El Baret de Miquel Ruiz”

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Ein Fest der Sinne: Schloß Schauenstein

Hotel und Restaurant Schloß Schauenstein

Hotel und Restaurant Schloß Schauenstein

Beim sommerlichen Frühstück im Garten der „Remise“ erfährt man so ganz nebenbei durch eine kleine auf dem Holztisch liegende Notiz , dass der Vizconde Cristóbal Salazar der Erfinder des Zitronenmuffins ist und seine viel zu früh verstorbene Gattin in einem zitronenförmigen, gelben Sarg beisetzen ließ. Ich rede vom Schloss Schauenstein im Graubündner Ort Fürstenau. In diesem mittelalterlichen Schloss, welches allerdings im 17. Jahrhundert bis auf die Grundmauern abbrannte und wiederaufgebaut wurde, hatten wir komfortabel genächtigt nachdem wir am vorangegangenen Abend ein vom Schweizer Drei-Sterne-Koch Andreas Caminada zubereitetes Menü serviert bekamen.

Meine seit einiger Zeit bestehende tiefe Abneigung gegen die Sterne-Küche habe ich an diesem Ort und an anderen Stellen bereits mehrfach zum Ausdruck gebracht, brauche sie also nicht zu wiederholen. Hier in Schauenstein war alles ganz anders: es fing bereits mit dem aufmerksamen, aber unaufdringlichen Service an. Den Aperitif nahm man auf der Terrasse ein, auf der man den Ausblick auf den wunderschönen französischen Garten und die gewaltigen umliegenden Berge genießen konnte. Bereits zum Drink gab es eine Vielzahl grandioser Amuse bouches, die den Gaumen tatsächlich reizten und die Geschmacksnerven auf Hochspannung brachten.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Ein Fest der Sinne: Schloß Schauenstein

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Plädoyer für eine sternelose Küche

Für Sterne-Küche war ich immer zu haben: kein Umweg war zu groß oder keine Route zu kompliziert um zu einem der gelobten Restaurants in Europa zu gelangen, wo es sich gut essen ließ. Dieser blog ist voll von Beschreibungen derartiger Reisen (siehe z.B. Celler de Can Roca, Carme Ruscalleda, die großen aus San Sebastian, Stephan Wiesner und das Echaurren). Natürlich war immer eines der Kriterien ob es an dem Ort dazu auch gute Weine gab. Die gelungene Verbindung von beidem hat mich oft genug ins gastronomische Nirwana entführen können. Dass das alles nicht für peanuts zu haben war ist mir immer erst bei der Kreditkartenabrechnung aufgefallen. Mein ständig enger werdender Gürtel hat nach jedem Mahl einen dezenten Hinweis auf die Nahrhaftigkeit meines Hobbys gegeben. In diesen Situationen kam ich mir gelegentlich ein wenig vor wie ein Angehöriger einer gastrosophischen Religionsgemeinschaft, die sich an bestimmte Speisevorschriften und -rituale hält und damit allen Sterneclub-Mitgliedern ein sonderbares „Wir-Gefühl“ vermittelt. An die Kosten eines Mahles zu denken, die eine arme, 5-köpfige Familie vermutlich einen Monat ernährt hätten, war, wegen der eingebauten Spaßbremse, tabu.

Erstaunt hat mich immer wieder, dass ich mich nach den gastronomischen Erlebnissen, die ich zugegebenermaßen genossen habe, sehr schnell einer Erinnerungslücke gegenüber konfrontiert sah.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Plädoyer für eine sternelose Küche

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Donostia/San Sebastian: ein Eldorado der Genüsse

Einer der drei Windkämme Eduardo Chillidas in Donostia/San Sebastian

Einer der drei Windkämme Eduardo Chillidas in Donostia/San Sebastian

San Sebastian, die Stadt im äußersten Nordosten Spaniens ist dem Heiligen Sebastian gewidmet. Auch ihr baskischer Name Donostia soll sich auf ihn beziehen: Don ist in dieser Sprache der Heilige, der aus Ostia kam. Tatsächlich hatte der Märtyrer die letzte Zeit seines Lebens in Rom verbracht, dessen Hafenstadt bekanntlich Ostia war. Aus heutiger Sicht ist die wichtigste Jahreszahl in der Stadtgeschichte 1813. In diesem Jahr ergaben sich die französischen Besatzer nach den napoleonischen Befreiungskriegen, nicht ohne die Stadt bis auf die Grundmauern abgebrannt zu haben. So grauenvoll dies auch war, der Wiederaufbau, der danach kam, vorwiegend in der Regierungszeit von Maria Christina von Österreich, der Witwe von König  Alfons XII. und Mutter von Alfons XIII, war die Voraussetzung für die heutige großzügige Architektur dieser außerordentlich kosmopolitischen Stadt an der „concha“ (Meeresbucht in Muschelform).

Die Tapas-Kultur in San Sebastian wird in den unzähligen Bars mit den sog. „pinchos“ zelebriert.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Donostia/San Sebastian: ein Eldorado der Genüsse

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Das Echaurren: eine Sterne-Küche in der Rioja

Das Echaurren in Ezcaray: endlich eine Küche, die zu den Weinen passt!

Das Echaurren in Ezcaray: endlich eine Küche, die zu den Weinen passt!

Seit dem Beginn meiner Liebe zur Rioja und ihrer Weine, war eines der größten Probleme vor Ort zu den großartigen und meist sehr filigranen Tropfen das entsprechende Essen zu finden. Die lokale Küche der Rioja ist aus der sehr schmackhaften, kastilischen „Hausmannskost“ entstanden und entsprechend gut, aber oft schwer bekömmlich – und erschlägt den Wein!. Eine absolute Meisterin dieser Gastronomie war schon damals Marisa Sanchez im Echaurren, einer ehemaligen Poststation in der Ortschaft Ezcaray und, immer wenn ich in der Gegend war habe ich versucht Marisas Kochkunst mit meinen Lieblingsweinen aus der Region in Einklang zu bringen.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Das Echaurren: eine Sterne-Küche in der Rioja