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Zeit für die Frühlingsweine

Frühlingsboten: ein blühender Magnolienbaum

Der Frühling ist eine Jahreszeit, die die Seele eines Romantikers zum Schwingen bringt. Das hat auch der schwäbische Lyriker Eduard Mörike (1804 – 1875) so erfahren und das wunderschöne Gedicht vom blauen Band des Frühlings geschrieben:

Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!

Hugo Wolf hat es kongenial vertont, die überschäumende Freude über die Düfte des Frühlings findet Ausdruck in den zärtlichen und lebhaften Tönen des Lieder-Komponisten.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Zeit für die Frühlingsweine

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Ein Abend mit Radu Lupu

Auf diesem Flügel spielte Radu Lupu im Gewandhaus

Mitten auf der Bühne des Leipziger Gewandhauses steht ein Flügel und davor ein schlichter Bürostuhl mit Lehne. Radu Lupu soll heute (am 12. Februar 2017) spielen. Pünktlich um 20.00 Uhr geht links am Podium die Türe auf und ein großer, weißhaariger und bärtiger Mann kommt aufrechten Ganges mit etwas schlürfend-trippelnden Schritten hinaus, geht zum Piano, verbeugt sich kurz vor dem Publikum und setzt sich hin. Sofort beginnen die Töne den Saal zu füllen und eine wohlig warme Atmosphäre füllt langsam den Raum. Die Szene hat etwas Unwirkliches, der Pianist rührt sich kaum nur seine Hände streifen über die Tasten, es sieht etwas mechanisch aus, was aber aus dem Klangkörper kommt ist göttlicher Haydn. Zunächst spielt er die Variationen in f-moll des Hofmusikus von Schloss Esterhászy. Radu Lupo entlockt der Musik aus der sog. Wiener Klasssik  wunderbar gefühlvolle Nuancen, die glücklich machen – die Töne klangen transparent und filigran wie ein zarter Luftstoß.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Ein Abend mit Radu Lupu

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Ollés “Holländer” im Teatro Real

Innenraum mit Köngsloge im Teatro Real, Madrid

Das Verhältnis der Spanier zu Richard Wagner und seiner Musik wird auch heute noch geprägt von der tiefen künstlerischen Ablehnung des deutschen Komponisten durch Manuel de Falla, Spaniens musikalischer Nationalikone. Ob der lebenslange Antifaschist de Falla wohl wusste, dass die „Operation Feuersturm“, jene Luftwaffenunterstützung Francos durch Hitler, die der berüchtigten „Legion Condor“ vorausging, nach einer Aufführung von „Siegfried“ in Bayreuth konzipiert wurde? De Falla und vielen seiner musikinteressierten Landsleuten ist der Egomane Wagner zu teutonisch und häufig auch zu bombastisch. Aber nicht alle Spanier sehen das offenbar so: das Theaterkollektiv „La Fura dels Baus“ aus Barcelona ist längst in die Geschichte der Wagner-Inszenierungen eingegangen durch ihre Interpretation des „Rings“ in Valencia im Jahre 2009 unter der musikalischen Leitung von Zubin Metha. Die Spannung war also groß als ich am 2. Januar 2017 ins ehrwürdige Teatro Real (Königliches Thater) ging um Richard Wagners „El Holandés Errante“ (Der fliegende Holländer) in der Regie von Álex Ollé zu sehen und zu hören. Ollé ist der künstlerische Direktor des Randale-Ensembles (Spiegel Online vom 13.1.2010) „La Fura dels Baus“.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Ollés “Holländer” im Teatro Real

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Mahlers Achte beim Luzern Festival

Eingang zum KKL Konzertsaal

Vor dem Eingang zum KKL Konzertsaal

Genau genommen liegt der Ursprung des Luzern-Musik-Festivals an der ehemaligen Villa Richard Wagners in Tribschen, einem kleinen Ort nahe Luzern am Vierwaldstätter See. Dort dirigierte Arturo Toscanini im Park vor der Villa ein „Concert de Gala“ am 25. August 1938, das als Beginn der renommierten Internationalen Musikfestwochen Luzern (IMF) in die Geschichte einging. Ende des 20. Jahrhunderts erhielt der französische Architekt Jean Nouvel den Auftrag ein Kulturzentrum mit Konzertsaal zu bauen. In seinem „KKL“ (Kultur- und Kongresszentrum Luzern) befindet sich heute einer der modernsten und besten Konzertsäle der Welt mit einer unbeschreiblichen Akustik. Schließlich wurde das IMF in „Lucerne Festival“ umbenannt und Claudio Abbado zum Chefdirigenten des Lucerne Festival Orchestras berufen. Fast 11 Jahre hatte er dessen musikalische Leitung inne, bis er 2014 starb. Die Symphonien von Gustav Mahler waren sein Vermächtnis und bis auf die Achte hatte er sie alle in einem legendären Zyklus dirigiert. So war es eine Huldigung an den verstorbenen Maestro wenn sein Nachfolger Ricardo Chailly dieses Jahr die Festspiele mit genau diesem Musikstück eröffnete.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Mahlers Achte beim Luzern Festival

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Eine vielfältige Muse: Alma Mahler-Werfel

Taschenbuchausgabe von 1963

Taschenbuchausgabe von 1963

In der griechischen Mythologie waren die Musen Göttinnen der Künste und Wissenschaften. Später, im 19. Jahrhundert wurden sie zu, meist weiblichen, Wesen, die Künstler zu Kunstleistungen veranlassten bzw. inspirierten. Ihr künstlerisches und menschliches Einfühlungsvermögen bestimmte ihren Charakter und die Dynamik ihrer Beziehung zum jeweiligen Partner. Eine erotische Komponente spielte dabei fast immer eine wichtige Rolle. Die Kunstgeschichte zeigt uns, dass manche Musen selbst über ein hohes Maß an Kreativität verfügten und Frauen wie Bettina von Brentano, Lou Andrea-Salomé, Camille Claudel, Yoko Ono u.v.a. waren selbst überragende Künstlerinnen, die es in vieler Hinsicht mit ihren Partnern aufnehmen konnten, selbst wenn diese Achim von Arnim, Friedrich Nietzsche, Auguste Rodin oder John Lennon hießen.

In die Gruppe dieser starken Power-Frauen gehört unzweifelhaft auch Alma Mahler-Werfel. Ihre Autobiographie „Mein Leben“ liest sich wie ein Streifzug durch die Kunstgeschichte eines ganzen  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Eine vielfältige Muse: Alma Mahler-Werfel