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Angostura und das Drumherum

Die kleine Flasche mit dem würzigen Inhalt.

In meiner Erinnerung stand in beinahe jeder Hotelbar in einem Eckchen ein Sammelsurium von Dingen: das Cocktail-Sieb, lange Rührstäbe, eine Schale mit halbierten Zitronenscheiben und eine Anzahl kleiner Fläschchen. Neben Tabasco und Worcestershire-Sauce fiel mir immer die in völlig weisses, mit Text bedrucktem Papier eingewickelte Flasche auf, auf der groß in etwas verschnörkelten Buchstaben „Angostura“ stand. Angeblich wurde das erste Etikett versehentlich in einer für die vorgesehene Flasche viel zu großen Variante in Auftrag gegeben und dann aus Sparsamkeit des Herstellers trotzdem benutzt. Heute ist es ein Markenzeichen des Angostura. Allerdings habe ich nie in einer Bar gesehen, dass das Angostura-Fläschchen je benutzt wurde und einmal fasste ich mir ein Herz und fragte den Barmann was es mit dem Angostura wohl auf sich hätte. Es sei ein „Bitter“ für manche Mixgetränke war die schlichte Antwort. „Probieren Sie mal einen Manhattan, dann wissen Sie´s“ fügte er noch hinzu. Ich habe den „Manhattan“ nie getrunken, aber einmal in einer Londoner Pub bestellte ein Nachbar an der Theke einen „Pink G and T“ (Dschie an Tie) und als ich sah, dass dem klassischen Gin-Tonic am Schluss einige Tropfen Angostura hinzugefügt wurden, war meine Neugier auf diese rote Flüssigkeit endgültig geweckt.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Angostura und das Drumherum

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Einfache Chemie und trotzdem nicht banal: das Kochsalz

Fleur de Sel aus der Camargue

„Schlachte nicht mehr als Du salzen kannst“ besagt eine alte Bauernweisheit und deutet auf die große Bedeutung des Salzes für die Haltbarmachung der Ernährung des Menschen. Aber über Salz zu schreiben mag vielen Lesern äußerst banal erscheinen und tatsächlich offenbart eine Internet-Recherche sehr schnell, dass das Thema bereits in einer Unmenge von Büchern und Aufsätzen behandelt wurde. Salz als Handelsware, Salz als kulinarische Zutat, Salz als Konservierungsmittel und Salz als gesundheitspolitisches Problem sind die wesentlichen Themen und Inhalte dieser Schriften. Mich interessieren, neben den medizischen, vor allem die geschmacklichen Aspekte des Salzes. Die Köche unterscheiden bekanntermaßen (1) das Küchensalz zum Kochen und Braten vom (2) „Finishing“-Salz zum genau dosierten Nachwürzen ihrer Speisen. Ein Blick in die Regale der großen Delikatessengeschäfte oder spezialisierten Supermärkte offenbart sofort, dass es von allen Salzen zahllose Varianten gibt, die sich mehr oder weniger durch die Beschaffenheit ihrer Kristalle, ihre salzige Geschmacksintensität und ihren Gehalt an begleitenden Mineralien voneinander unterscheiden. Eine der guten Eigenschaften des Salzes ist, selbstverständlich nur bei richtiger Dosierung, seine Fähigkeit Aromen zu verstärken ohne einen reinen Salzgeschmack zu hinterlassen. Bevor ich mich auf Details der „Salzkunde“ einlasse, möchte ich ein paar Sätze zur medizinischen Thematik auf dem Bildschirm festhalten.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Einfache Chemie und trotzdem nicht banal: das Kochsalz

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Was ist denn eigentlich „Gastrosophie“?

Lebenslust à la Tizian: Das Bacchanal von Andros

Im heutigen Sprachgebrauch wird das Wort „Gastrosophie“ gelegentlich synonym mit „Gastronomie“ gebraucht. Das ist nicht ganz richtig; schon die Bedeutung der griechischen Urspungsworte gibt Auskunft über ihre Inhalte. Gaster, der Bauch und sophia, die Weisheit, bedeuten Erkenntnisse über das Essen (im weitesten Sinne die Essenswissenschaft). Demgegenüber steht gaster und nomos, das Gesetz, als fixe Zusammensetzung des Essens (Kochen nach Rezept). Das eine macht man mit dem Kopf, das andere mit dem Kochlöffel. Der einstige Breslauer Theaterdirektor und Schriftsteller Friedrich Christian Eugen Baron von Vaerst veröffentlichte im Jahre 1851 das Buch „Gastrosophie oder die Lehre von den Freuden der Tafel“. Darin teilte er die Freunde des guten Essens in drei Kategorien ein: den Gourmand, den Gourmet und den Gastrosophen und beschrieb diese folgendermaßen:  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Was ist denn eigentlich „Gastrosophie“?

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Muss es zum Essen immer Wein sein?

Limonaden- oder Saft-Verkostung statt Weinproben?

Viele von uns Weinfreunden würden die Frage ob man auf jeden Fall Wein zum Essen trinken sollte ohne zu zögern mit einem völlig überzeugtem „Ja“ beantworten. Aber wer so denkt, lebt vielleicht nicht mehr ganz in der Gegenwart, denn da hat er oder sie offensichtlich einen allgemeinen Trend in der internationalen Gastronomie verpasst. Es ist nicht so, dass sich einige Küchenkünstler dias ausgedacht haben, nein, es sind die Gäste, die nach Wein-Alternativen beim Essen verlangen . Folglich wird das Thema auch von allen Print-Medien begierig aufgegriffen und begeisterte „Softdrink-Jounalisten“  schwärmen in den gleichen Tönen wie einst beim Wein von Apfelsaft mit Fichtensprossenöl oder Soda mit frischen Beeren (Zeit-Magazin, taz, Süddeutsche Zeitung, Frankurter Allgemeine, Spiegel, essen und trinken).  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Muss es zum Essen immer Wein sein?

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Alterspyramide und die Weinblase

Nach der Reifung im Barrique folgt die ebenso wichtige Flaschenreifung

Volle Fässer: wird am Bedarf vorbei produziert?

Die sog. Alterspyramide ist eine graphische Darstellung der Altersstruktur der männlichen und weiblichen Mitglieder einer Bevölkerungsgruppe. Der Begriff entstand am Beginn des 20. Jahrhunderts, als die Verteilung des Alters der deutschen Bevölkerung tatsächlich noch pyramidenförmig war. Dies bedeutete, dass die jungen Menschen die Basis und zahlenmäßig die große Mehrheit der Bevölkerung darstellten. Je älter die Menschen wurden, desto weniger gab es von ihnen, daher wurde die Pyramide nach oben immer enger. Die Graphik sagte etwas über die Geburtenrate, die Sterberate und schließlich die Lebenserwartung der Gruppe aus. Heute ist die Pyramide durch die Form einer Urne ersetzt worden, was besagt, dass es verhältnismäßig weniger Junge als Älteren gibt, die für den Bauch der Urne verantwortlich sind. Tatsächlich prognostiziert die Statistik für das Jahr 2050 doppelt so viele  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Alterspyramide und die Weinblase