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Bio-, Öko- und biodynamisch. Was sind die Unterschiede beim Wein?

Okologischer Rebbau: Cerro de la Retama (Bodega Los Barrancos) auf ca. 1.300 m.ü.M. in Andalusien.

Das Thema „Bioweine“ scheinen weder die Winzer, noch die Weinhändler und schon gar nicht die Konsumenten, leidenschaftslos diskutieren zu können. Im Folgenden will ich versuchen einige der Gründe für die verschiedenen kontroversen Argumente zu benennen. Das Präfix „Bio-“ (bios = griechisch: Leben) bezieht sich auf das Wort Biologie, was so viel wie die Lehre vom Lebendigen bedeutet und sowohl Mensch und Tier sowie die Pflanzenwelt einschließt. Das Adjektiv „biologisch“ bezeichnet entsprechend alles was zur Biologie gehört. Alleine diese kurze Etymologie des Wortes „biologisch“ entlarvt seine begriffliche Verschwommenheit und das Wort Biowein bleibt gar völlig inhaltsleer und darüber hinaus ein Pleonasmus, denn selbstverständlich ist jeder aus Weintrauben gekelterte Wein ein biologisches Produkt, also ein Bio-wein.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Bio-, Öko- und biodynamisch. Was sind die Unterschiede beim Wein?

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Trinkgenuss: die Emotion und das gewisse Etwas

Was in das leere Glas gefüllt werden wird, hängt letztlich vom Gefühlszustand und von der Erwartungshaltung des Konsumenten ab

Jeder Weinfreund kennt die Situation wo er am nächsten Morgen verspürt, dass er am vorangegangenen Abend etwas zu tief ins Glas geschaut hat. Gelegentlich kommen in solchen Momenten Selbstzweifel auf: warum trinkt man überhaupt? Dazu noch Alkohol, von dem uns die Mediziner immer wieder vor Augen führen, dass er in größeren Mengen ungesund und krankheitserregend sei. Aber das beeindruckt uns Weinfreunde nicht, denn wir trinken ihn ja nicht als Medizin für oder gegen etwas, sondern nehmen ihn ausschließlich als ein Genussmittel zu uns. Er schmeckt und regt Geist und Emotionen an, so dass die Welt noch ein kleines bisschen besser wird. Nicht nur wir Weinliebhaber argumentieren so, alle die irgendeine Form von Alkohol zu sich nehmen und nicht psychisch abhängig davon sind, sagen mehr oder weniger etwas Vergleichbares. Während das Ziel des Genusses bei jedem Individuum immer irgendwie ähnlich ist, sind die Wege dorthin sehr unterschiedlich.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Trinkgenuss: die Emotion und das gewisse Etwas

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Zertifizierter Genuss: galicische Miesmuscheln

Regenwetter über Muschelbänken (bateas) im Ria de Arousa (Galicien)

Gastrosnobs nennen sie überheblich die Auster der Armen. Gemeint ist die Miesmuschel oder auch Pfahlmuschel genannt, jene weiche und fleischige Meeresfrucht, die sich – tatsächlich austernähnlich – hinter zwei spiegelbildlich über einander liegenden, schwärzlich und perlmuttartig glänzenden Kalkschalen versteckt. In einem belgischen Restaurant habe ich auch gesehen, dass rohe Miesmuscheln in ihrer einen Schalenhälfte, dekorativ auf gestoßenem Eis und mit einer Zitronenhälfte drapiert, wie Austern serviert und konsumiert wurden („moules parquées“). Die entlang den europäischen Meeresküsten an Steinen und Pfählen haftenden Mollusken (Weichtiere) in Schale galten bei den Meeresanrainern schon immer als Volksnahrungsmittel.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Zertifizierter Genuss: galicische Miesmuscheln

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Hintergründe: Fischküche und Weißwein

Der herrliche Duft des Meeres wie hier an den  Rias Baixas nach Algen und Jod ist mit guter Fischküche assoziiert.

Am Beginn seiner gastronomischen Geschichte war Fisch nicht einmal in den Küstenregionen Europas ein besonders beliebtes Nahrungsmittel. Fleisch spielte in Zentraleuropa praktisch immer die Schlüsselrolle in der Ernährung der Menschen. Auf jüdischem Vorbild fußte bereits im frühen Christentums die Idee des Fastens.  Fasten bedeutete im Wesentlichen den zeitweisen Verzicht auf Fleisch in der Ernährung. Körperliche Entbehrung sollte Geist und Willen stärken. Wenn Fleisch in der Fastenzeit nicht gegessen werden durfte, entstand die Notwendigkeit alternative Nahrungsmittel für die nötige Kalorienzufuhr zu finden. Zu diesem Zeitpunkt begannen in unserer Esskultur die Erfolgsgeschichten von eiweißreichen Ersatzprodukten wie Hülsenfrüchten, Käse, Eiern, Geflügel und, last but not least, Fisch.

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Mondgedanken beim Wein

Tagesmond in der andalusischen Sierra de la Contraviesa (ein „Milchflecken auf der glatten Stirn des Himmels“ José Ortega y Gasset)

Die Abende an denen die aufgehende Mondsichel vor dem Hintergrund des rotgoldenen Firmaments steht, gehören zu den schönsten des Herbstes. Die langsam aufziehende Dunkelheit lässt die schlanke Sichel immer deutlicher werden und es braucht nur wenig Phantasie zu verstehen warum in den Geschichten der Scheherazade in „Tausend und eine Nacht“ die Schönheit eines Mädchens immer wieder mit der Sichel des aufgehenden Mondes verglichen wird. Es ist ein unbeschreiblich erotisches Symbol. Mit schlanker Taille, grazil, scharf konturiert und voll innerer Energie zeigt sich der Mond in dieser Phase am Abendhimmel. In ihm schlummert der Wille zur Expansion.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Mondgedanken beim Wein