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Mondgedanken beim Wein

Tagesmond in der andalusischen Sierra de la Contraviesa (ein “Milchflecken auf der glatten Stirn des Himmels” José Ortega y Gasset)

Die Abende an denen die aufgehende Mondsichel vor dem Hintergrund des rotgoldenen Firmaments steht, gehören zu den schönsten des Herbstes. Die langsam aufziehende Dunkelheit lässt die schlanke Sichel immer deutlicher werden und es braucht nur wenig Phantasie zu verstehen warum in den Geschichten der Scheherazade in “Tausend und eine Nacht” die Schönheit eines Mädchens immer wieder mit der Sichel des aufgehenden Mondes verglichen wird. Es ist ein unbeschreiblich erotisches Symbol. Mit schlanker Taille, grazil, scharf konturiert und voll innerer Energie zeigt sich der Mond in dieser Phase am Abendhimmel. In ihm schlummert der Wille zur Expansion.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Mondgedanken beim Wein

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Die Wohlgerüche von al-Andalus

Ein “Muss” für alle deutschsprachigen Maurophile

Vor Jahren war ich zusammen mit einigen anderen deutschen Weinjournalisten zu einer Weinreise in ein bekanntes spanisches Weinbaugebiet eingeladen. Im besten Restaurant eines Dorfes, in dem sich ein paar Kellereien befanden, sollte eine Weinprobe mit Kreszenzen verschiedener ortsansässiger Bodegas stattfinden. Als wir ankamen, war das Personal noch damit beschäftigt den Raum herzurichten und versprühte als krönenden Abschluss seiner Tätigkeit reichlich Duftkonzentrat aus einer Spraydose. Zwei meiner Kollegen begannen sofort ein fürchterliches Gezeter, man soll doch mit diesem Unsinn aufhören, denn sie könnten, umgeben von diesem künstlichen Geruch, keinen Wein verkosten. Die Fenster mussten geöffnet werden und der Beginn der Veranstaltung verzögerte sich um mehr als 20 Minuten.

Dieses Ereignis hat nach der Probe für viel Diskussionsstoff zwischen uns Journalisten und den Gastgebern gesorgt. Zwar hat man sehr wohl verstanden, dass Gerüche das Geschmackserlebnis beeinflussen können, aber warum war ein Wohlgeruch aus der Dose schlimmer als der ranzig-kalte Duft von Öl in dem Pommes frites und Fisch gebraten wurde? Eine berechtigte Frage schien mir da auf eine schlüssige Antwort zu warten.   ….  bitte lesen Sie hier weiter: Die Wohlgerüche von al-Andalus

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Die Seekarte des Jehuda Ben Zara

Dokument zum Ursprung der Seekarte des Jehuda Ben Zara aus der Bibliotheca Vaticana

Es war eine verlegerische Meisterleistung des Züricher Belser Verlages als er 1983 das Faksimile der “Seekarte des Iehuda Ben Zara” herausbrachte. Der Farbdruck basiert auf dem 1497 in Alexandria entstandenen Original, welches unter der Bezeichnung “Borgiano VII” in der Apostolischen Bibliothek des Vatikans archiviert ist. Es handelt sich um eine sog. Portolankarte, eine auf dem Pergament einer Schafshaut gezeichneten Karte des Mittelmeeres aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert. Diese Karte hat mich seit meiner ersten Bekanntschaft mit ihr fasziniert. Eines Tages konnte ich das erwähnte Faksimilie bei einem schrulligen Schweizer Antiquar käuflich erwerben, ich ließ es in einen doppelseitigen  Glasrahmen fassen (die Rückseite des faksimilierten Pergaments enthält nämlich noch Original-Erläuterungen des Kartographen), und heute hängt es an der der Terrassentüre gegenüberliegenden Wand meines Zimmers in den Alpujarras.

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Speisen aus Wein – Anno 1890

Einband und Titelseite des “Universal-Lexikon der Kochkunst” (Reprint-Ausgabe)

Dank des Leipziger Reprint-Verlages ist allen deutschsprachigen Gastrosophen das grandiose „Universal-Lexikon der Kochkunst“ von 1890 wieder zugängig. Selbst sein Einband wurde weitgehend der Zeit der Originalausgabe angepasst. Dieses zweibändige Werk, mit zusammen weit über 1000 Seiten, ist für den Liebhaber der Gastronomiegeschichte eine Fundgrube sondergleichen mit praktischen Anleitungen und theoretischen Hintergründen zu Rezepten, die unsre Urgroßeltern geliebt und vielfach nachgekocht haben. Dabei sind wir aus zeitgenössischer Sicht manchmal erstaunt, wie modern und weltoffen sich auch schon die Küche unserer Vorfahren gelegentlich zeigen konnte. Andererseits läuft uns ein leichter Schauer von Gänsehaut über den Rücken, wenn wir uns in die monatlichen „Küchenzettel“, d. h. Vorschläge für Menüfolgen zu bestimmten Gelegenheiten, vertiefen.

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Grosses Theater in Almagro

Im “Corral de Comedias” vor der Vorstellung (Beginn: 23.00 Uhr!)

An vielen Stellen im Ort erkennt man das charakteristische Calatrava-Kreuz, denn Almagro war einst die wichtigste Stadt im sog. Campo de Calatrava, dem Umland der Festung des ersten Ritterordens Spaniens. Später kamen die Fugger aus Augsburg, förderten im nahe gelegenen Almadén Quecksilber, wurden unendlich reich und finanzierten viele Unternehmungen des spanischen Königs und gleichzeitigen deutschen Kaisers Karl V. Noch heute kann man die kleinen Stadtpaläste der deutschen Bankiers und Kaufleute in den Straßen der Altstadt bewundern. Im Juli allerdings wird Almagro zur spanischen Theater-Hauptstadt, dann findet nämlich das jährliche Festival del Teatro Clásico statt. Im Jahre 2017 zum 40sten Mal. Zu dieser Zeit erwacht der das ganze Jahr über zu besichtigende „Corral de Comedias“ zum Leben.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Grosses Theater in Almagro