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 Der Herbst (die Weinlese) von Francisco de Goya (Museo del Prado, Madrid)
Im Oktober und November wird vielerorts auf der Welt das s. g. “Erntedankfest” gefeiert. In Deutschland gibt es keine offiziell festgelegten Daten an denen gefeiert wird. In evangelischen Gemeinden ist es meist nach dem s. g. Michaelistag, dem 29. September, während Katholiken häufig erst nach dem 1. Sonntag im Oktober feiern. Jede Gemeinde ist frei ihr Erntedankfest individuell festzulegen, Die Kirchen schmücken ihr Inneres häufig mit den farbenfrohen, frischen Produkten des Landes. Erntedank ist aber nicht nur ein religiöses Fest, an dem Gott für eine gute und reichhaltige Ernte gedankt wird, sondern in vielen Gegenden auch ein durchaus weltliches Freudenfest.
In heidnischen Zeiten huldigte man den Feldgeistern und …. bitte lesen Sie hier weiter: Erntedankfeste
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 Frisches Gras und Rosenblätter auf der Strasse beim Fronleichnamszug in Granada
Am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitstag wurde Fronleichnam gefeiert. In Granada hat dieses Fest mit seinen feierlichen Prozessionen eine lange Tradition. Wie in vielen katholischen Regionen der mediterranen Welt wurden Altäre …. bitte lesen Sie hier weiter: Kriesenbewältigung durch Lebensfreude?
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- Viel Schatten unter dem Feigenbaum
In einer Feige konzentrieren sich die Süße und das Aroma des Sommers. Wie einzigartig ist doch die Feige! Sie bleibt nur am Baum über eine kurze Zeit geniessbar, es sei denn man trocknet sie an der Sonne. Aber was sind schon Trockenfrüchte gegen die saftigen Originale! Victor Hehn, ein sehr bekannter Kulturhistoriker und Goethebiograph, zitiert Hipponax von Ephesos, einen griechischen Satiriker des 6. Jahrhunderts v. Chr., der geschrieben haben soll „die Feige ist die Schwester des Weinstocks“.
Tatsächlich war im antiken Griechenland der Feigenbaum dem Dionysos geweiht. Die Bilder dieses Gottes wurden deshalb oft aus Feigenholz geschnitzt. Diese geistige Verwandschaft …. bitte lesen Sie hier weiter: Die Feige und der Wein passen zu einander
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- Antonio Machado (1875 – 1939), Lyriker der “Generación del 98″
Ein großer spanischer Dichter, den der Wein beflügelt hat, war Antonio Machado (1875 – 1939). Er war einer der bedeutendsten Lyriker des 20. Jahrhunderts und wird zur Literatengruppe der “Generation 98″ gerechnet.
Un vino risueño me dijo el camino
Yo escucho los áureos consejos del vino
Que el vino es a veces escala de ensueño.
Abril y la noche y el vino risueño
Cantaron en coro su salmo de amor
Diese wunderschöne, schnörkellose Sprache so zu übersetzen, dass die Empfindung und die Melodie der Worte nachvollziehbar werden, ist, weiß Gott, nicht leicht. …. bitte lesen Sie hier weiter: Nochmals: der Wein in der Dichtung
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- Gotthold Ephraim Lessing, Scherenschnitt um 1780
Von Wein und Kunst war in diesen Beiträgen schon vielfach die Rede, aber fast überhaupt nicht wurde bisher der Lyrik als künstlerischem Ausdrucksmittel gedacht. Ich glaube, dass man den Anfang aller modernen Weinlyrik in der Antike um das Jahr 550 v. Chr. zu suchen hat, nämlich beim griechischen Lyriker Anakreon. Dieser war u.a. Hofdichter auf der Insel Samos und starb im hohen Alter von 85 Jahren – ein früher lebendiger Beweis für die gesundheitlichen Wohltaten mässigen Weinkonsums. Vielleicht hätte er noch viel länger gelebt wenn ihm nicht eine Weinbeere im Halse stecken geblieben und er daran erstickt wäre.
Anakreons Verse zeichneten sich durch Schönheit, Eleganz und feine Erotik aus. Immer wieder huldigte er darin der Liebe, dem Wein und der von ihm hochverehrten Rosenblüte. Eine ganze Stilrichtung in der europäischen Literatur bezieht sich auf den griechischen Dichter: die Anakreontik. Sie war im Rokoko besonders beliebt und fand damals auch ein Pendant in der Malerei, deren ständig wiederkehrende Themen ebenfalls …. bitte lesen Sie hier weiter: Der Wein in der Dichtung
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 Reimund Boderke: Geist aus der Erde Er ist ein begnadeter Maler und begeisterter Weinfreund: Reimund Boderke. Kein Wunder, dass er Bilder zu seinem Lebenszweck gemacht hat. Zusammen mit seiner Frau Marlies führt er die Galerie “Zehntscheune” in Bad Homburg, in der er begabten Gegenwartskünstlern in wechselnden Ausstellungen ein Forum bietet. Ich habe ihn über den Wein kennengelernt und war sofort von seiner Kunst begeistert. Er hat ein tiefes Gespür für das Mysterium Natur und es ist als atmeten seine Bilder. “Der Geist aus der Erde” ist ein gutes Beispiel dafür. Das satte Blau der Trauben, aus denen der Wein gekeltert wird, ist das Konzentrat der verschiedenen Blautöne im Boden und bringt die Aromen des Terroirs in den Wein. Dazu vermittelt das frische …. bitte lesen Sie hier weiter: Ein mitreissendes Bild: die farbige Seele des Weins
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