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Musik – Leid und Hoffnung in finsterer Zeit

Cover der hier beschriebenen CD mit Musik aus dem KZ Theresienstadt

Es fällt mir nicht leicht über ein musikalisches Erlebnis zu berichten, welches mich persönlich tief berührt hat. Nicht nur die Musik an sich, sondern auch die Umstände ihres Entstehens und die Personen, die sie geschrieben und erstmals vorgetragen haben, zwingen mich beinahe über diese Musik zu schreiben. Ich denke sogar, dass in einem blog, der sich eigentlich voll und ganz dem Hedonismus verschrieben hat, durchaus auch einmal hinter den Vorhang der reinen Freude geschaut werden kann. Es scheint mir allerdings als seien die beiden Sujets über die ich schreiben will, nämlich Musik und die Konzentrationslager der Nazis, moralisch und ethisch unvereinbar, ja geradezu von einer unüberbrückbaren inneren Gegensätzlichkeit. Dem war aber offenkundig nicht unbedingt so, wie uns die neuere Geschichte und die CD „Theresienstadt“ lehrt.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Musik – Leid und Hoffnung in finsterer Zeit

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Was geht uns eigentlich Katalonien an?

„High Noon“ in Katalonien (am Ayuntament de Tarragona, dem lokalen Provinz-Regierungssitz)

Deutschland ist mit Spanien über eine sehr lange gemeinsame Geschichte eng verbunden. Der spanische König Karl V., in dessen Reich die Sonne nicht unterging, war in Personalunion Kaiser des deutschen Reiches. Gemeinsame politische und kulturelle Interessen wurden über die Jahrhunderte gepflegt bis es im 20. Jahrhundert zu der unheiligen Allianz zwischen den schändlichen, faschistischen Diktatoren beider Länder kam. Trotz allem: Spanier suchten wenig später ökonomische Prosperität, die es in der Heimat damals nicht gab, und sie kamen in großer Anzahl nach Deutschland. Umgekehrt suchten die gestressten Deutschen Erholung von Arbeit und Geldverdienen unter Spaniens Sonne und fanden sie reichlich!  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Was geht uns eigentlich Katalonien an?

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Stefan Zweigs Welt von gestern

Stefan Zweig ca, 1912
(Wikipedia.org, gemeinfrei)

Selten gelang es einem Buch mich so zu fesseln, dass ich jede freie Minute nach ihm griff um weiterzulesen. „Die Welt von Gestern“ von Stefan Zweig ist so ein Schmöker. „Erinnerungen eines Europäers“ lautet sein Untertitel und mir schien es tatsächlich als sei die europäische Welt vor den beiden Weltkriegen nicht nur eine historische Begebenheit sondern auch eine wunderschöne Utopie, ja eine Blaupause für unsere heutige Zeit, gewesen. Das Schengener Abkommen brauchte man damals nicht: jeder und jede konnte innerhalb des Kontinents ohne Papiere hinreisen wohin er oder sie wollte. Stefan Zweig tat es und knüpfte an vielen Orten Beziehungen über die er dann informativ und spannend berichtete. Der geschichtliche Rahmen, der in letzter Konsequenz zum Verlust seiner österreichischen Heimat, zur Emigration und zum Selbstmord führte, ist, obwohl er sehr gut bekannt ist, zu tiefst aufwühlend und macht das Buch zu einem erschütternden Dokument der jüngeren Geschichte.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Stefan Zweigs Welt von gestern

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Mit allen fünf Sinnen: Gastrophysik

Eine klassische Sinnestäuschung: beide Horizontallinien sind exakt gleich lang.

Es gibt Bilder in denen andere Bilder versteckt sind, die man allerdings erst nach einiger Konzentration darauf erkennt, oder auch Raster-Zeichnungen in denen objektiv paralelle Linien durch bestimmte Zusatzmuster schräg zu verlaufen scheinen (für ein weiteres Beispiel siehe auch nebenstehende horizontalen Linien). Diese und unzählige andere Wahrnehmungstäuschungen können alle Sinne betreffen. Für die Gastrosophie und Gastronomie von höchstem Interesse sind dabei Täuschungen des Geschmacks-und Geruchssinnes und die Möglichkeiten diese bewusst zu manipulieren. Solche Zusammenhänge werden an der Universität von Oxford  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Mit allen fünf Sinnen: Gastrophysik

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Mondgedanken beim Wein

Tagesmond in der andalusischen Sierra de la Contraviesa (ein „Milchflecken auf der glatten Stirn des Himmels“ José Ortega y Gasset)

Die Abende an denen die aufgehende Mondsichel vor dem Hintergrund des rotgoldenen Firmaments steht, gehören zu den schönsten des Herbstes. Die langsam aufziehende Dunkelheit lässt die schlanke Sichel immer deutlicher werden und es braucht nur wenig Phantasie zu verstehen warum in den Geschichten der Scheherazade in „Tausend und eine Nacht“ die Schönheit eines Mädchens immer wieder mit der Sichel des aufgehenden Mondes verglichen wird. Es ist ein unbeschreiblich erotisches Symbol. Mit schlanker Taille, grazil, scharf konturiert und voll innerer Energie zeigt sich der Mond in dieser Phase am Abendhimmel. In ihm schlummert der Wille zur Expansion.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Mondgedanken beim Wein