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Sortenrein oder verschnitten?

"Colas de gamba sobre tostada de mar"

In der Gastronomie und beim Wein: verschiedene Zutaten/Rebsorten ergänzen sich und erhöhen den Genuss (hier: Celler de Can Roca, Girona).

Bei manchen Weinfreunden führt die Frage ob sie einen Wein  reinsortig oder als Mischung verschiedener Rebsorten bevorzugen zu einem hochemotionalen Glaubensbekenntnis. Bei genauerem Zuhören kommt allerdings der Verdacht auf, dass sich die Gefühle mehr um die jeweilige Rebsorte ranken als um prinzipielle Vorlieben. Riesling- und Pinot Noir (Spätburgunder)-Freunde sind fast immer die stärksten Verteidiger der Sortenreinheit während Liebhaber der weißen Burgundersorten oder des Cabernet Sauvignons und Merlots eher für „Verschnitte“ zu haben sind. Sie nennen diese dann „Cuvées“, ein im Grunde unpassendes französisches Wort.  Es kommt vom Substantiv „cuve“ was so viel wie Wanne, Tank, Fuder oder einfach nur Behälter bedeuten kann und vielleicht auf das Gefäß hindeutet in dem die Vermischung geschieht. Einen Verschnitt verschiedener Weine nennen die Franzosen „coupage“ oder „assemblage“. Tatsache ist allerdings, dass ausschliesslich bei der Champagner-Herstellung die Zusammenstellung der Grundweine für die Flaschengärung tatsächlich „cuvée“ genannt wird. Das Wort “Cuvée” hat man offenbar in der deutschen Weinsprache dann verallgemeinert und synonym für den phonetisch und inhaltlich wenig attraktiven Begriff des „Verschnitts“ gebraucht.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Sortenrein oder verschnitten?

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Ökologischer Rebbau: bald am Ende?

In Mitteleuropa zu viele davon: Regenwolken

Man muss sich nur vergegenwärtigen wo der Wein herkommt um zu verstehen, dass er es im Norden Europas nicht leicht haben kann. In prähistorischer Zeit kelterten die Kaukasus-Bewohner irgendwo zwischen dem heutigen Georgien, Aserbaidschan und dem Irak den ersten Wein.  Zwar wissen wir nichts Genaues über das Klima in diesen Gegenden vor etwa 5.000 Jahren, aber eins dürfte klar sein: es war vermutlich wärmer als heute in Mitteleuropa. Die Existenz der Wüsten im Nahen Osten legt auch nahe, dass es dort Jahrtausende lang wenig geregnet hat. Wärme und geringe Feuchtigkeit schienen die Rebstöcke offenbar zu lieben. Was sie heute in unseren Breitengraden vorfinden ist ziemlich genau das Gegenteil: relative Kühle und viel Regen.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Ökologischer Rebbau: bald am Ende?

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Gedanken anlässlich einer Reise nach Spanien

Albarracín, eines der schönsten Dörfer Spaniens

Wir sind gerade zurückgekommen von einer Reise durch das südliche Aragonien. In den großartigen Dörfern Albarracín, Alcaníz, Rubielos de Mora, Valderrobres und Calaceite wird die Geschichte dieses Landes wieder lebendig. Bürgerliche und adelige Paläste im Stile der aragonesichen Renaissance zeugen von der einstigen Größe des Landes. Je intensiver man die Architektur in sich aufnimmt desto deutlicher wird die historische Tatsache, dass hier das heutige Spanien ganz wesentliche Wurzeln hat. Wenn wir von den „katholischen Königen“ reden denken wir fast immer zuerst an Elisabeth (Isabel) die Erste, Königin von Kastilien (1451–1504). Ihre Sprache war das Kastilische, das heutige Spanisch. Ihr Gemahl König Ferdinand (Fernando) der Zweite von Aragón (1452–1516) sprach Aragonesisch und war der bei Weitem Gebildetere der beiden Monarchen. Er war ein Liebhaber, nicht nur schöner Frauen, sondern auch der Musik und der bildenden Künste. Strategisch geschickt zweigte er vom geneinsamen kastilisch-aragonesichen Staatshaushalt Gelder für die Kultur seines Landes ab. Die architektonischen Monumente aus jenen Tagen zieren heute noch die Marktplätze und historischen Zentren der obigen Dörfer.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Gedanken anlässlich einer Reise nach Spanien

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Großartige Wiedergeburt: der Verdejo

Symphonie in Grün: der Verdejo

Symphonie in Grün: der Verdejo

Man findet sie überall dort wo es Weine zu kaufen gibt: die weiße Rebsorte Verdejo aus Spanien. Im Supermarkt, bei den Discountern, im Lebensmittelhandel, bei den kleinen und großen Weinhändlern, im online-Versand und in fast jeder Kneipe werden neuerdings Verdejos angeboten. Aus dieser Sorte gekelterte Weine erleben gerade einen Boom sondergleichen. Sie stammen meist aus dem kastilischen Weinbaugebiet Rueda, wo man alleine im Jahr 2015 82 Millionen Flaschen eines Verdejo-Weines abgefüllt hat.

Die Geschichte des Verdejo, dessen Name in etwa mit „Grünling“ übersetzt werden könnte (was vielleicht mit der Farbe der Trauben und des Fruchtfleisches zusammenhängt), geht viele Jahrhunderte zurück. Da die Rebsorte sehr sauerstoffempfindlich ist, war sie prädestiniert für den typischen spanischen, oxydativen Ausbau im Sinne eines „rancio“. Diese Sherry- oder Malaga-Wein-ähnlichen Verdejo-Weine aus Rueda hatten im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert einen sehr guten Ruf in ihrem Heimatland. Für viele Weinkenner im In- und  und Ausland waren die „Ruedas“ lange Zeit ein absoluter Geheimtipp und eine wunderbare Ergänzung zur Vielfalt der Sherries.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Großartige Wiedergeburt: der Verdejo

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Cherimoya – eine wohlschmeckende Verführung

Eine essreife Cherimoya

Eine essreife Cherimoya

In diesen Tagen liegen auf den Obsttheken spanischer Supermärkte und auch in den kleinen Lebensmittelgeschäften der andalusischen Dörfer runde, schmutzig-grüne und etwa apfelgroße Früchte. Es sind Cherimoyas oder häufig auch Chirimoyas genannt. Sie sind, wie Kartoffeln oder Tomaten, ein Beutestück der Konquistadoren, die sie aus Peru mitgebracht haben. Heute wachsen sie an der spanischen Costa Tropical zwischen den Städchen Motril und Almuñecar in der Provinz Granada. Ihr weißes. cremiges Fruchtfleisch mit den vielen kohlrabenschwarzen Kernen, die man nicht essen sollte, schmeckt süßlich frisch und leicht vanillig. Die Kerne haben eine pharmakologische Wirkung, ihre
Inhaltsstoffe können als Insektizide oder als oberflächliche Therapie bei  parasitär bedingten Hauterkrankungen Verwendung finden.  ….  bitte lesen Sie hier weiter: Cherimoya – eine wohlschmeckende Verführung